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Unsere Leistungen

Besondere Schwerpunkte bilden die große urologische Tumorchirurgie (Prostatakarzinom, Blasentumore, Prostataadenom (BPH), Hodentumore) sowie die endoskopische Urologie.

Unsere Kernleistungen

  • Große Tumorchirurgie

    Nierenzellkarzinom

    Durch die Verbreitung der Ultraschalluntersuchung werden immer mehr Nierenzellkarzinome in einem frühen Tumorstadium entdeckt. Hier ist der Erhalt der betroffenen Niere durch geeignete operative Verfahren möglich. Weit fortgeschrittene Tumoren können es andererseits erfordern, dass zusätzlich zur Entfernung des Organs auch tumoröse Anteile aus der Hauptkörpervene entfernt werden müssen.

    Blasentumoren
    Ca. 80% aller Blasentumoren sind ausreichend durch einen endoskopischen Eingriff zu behandeln (transurethrale Resektion TUR). Bei fortgeschrittenen Blasentumoren ist nur durch die operative Entfernung der Blase eine Heilung möglich. Die dann notwendige Ableitung des Harns kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen. In der Urologischen Abteilung des Waldkrankenhauses werden neben den etablierten Ableitungsverfahren mit einem Urostoma alle modernen Verfahren inklusive funktionserhaltender nervenschonender Techniken (Erektionserhalt) angeboten. Hierzu zählen u.a. die Bildung von Darmersatzblasen (Neoblase) und die Bildung sog. trockener Stomata.

    Prostatatumoren
    Die frühzeitige operative Behandlung des Prostatakarzinoms mit kurativer Zielsetzung durch Entfernung des gesamten Organs einschließlich der Samenblasen gehört zur operativen Routine in der Abteilung. Der Eingriff wird etwa 200 Mal pro Jahr in der Abteilung durchgeführt. Durch eine sorgfältige Operationstechnik ist der Erhalt der Kontinenz möglich. In frühen Tumorstadien kann man mit dem Ziel einer Schonung der erektilen Potenz operieren. In bestimmten Fällen kann es sinnvoller sein, eine Bestrahlungsbehandlung der Prostata von außen und/oder von innen (sog. Brachytherapie) durchzuführen. Die urologische Abteilung ist ein von der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Prostatakrebszentrum. Eine individuelle Beratung wird in unserer Prostatakarzinomsprechstunde angeboten.

    Urologie am Johanniter Waldkrankenhaus bietet die Fusionsbiopsie in der Prostatakarzinomdiagnostik an.

    Die Urologische Abteilung der Johanniter Kliniken/Waldkrankenhaus bietet ab sofort die Möglichkeit der Prostatafusionsbiopsie an. Zur Verfügung steht das Gerät der Firma DK-Technologies. Über eine entsprechende Software werden MR-tomographisch nachgewiesene und nach den PIRADS-Kriterien verdächtige Areale auf den Monitor des Ultraschallbiopsiegerätes übertragen. So können neben der herkömmlichen randomisierten Biopsie gezielte Biopsien aus diesen verdächtigen Arealen erfolgen. Vorteilhaft gegenüber der allein MRT-gesteuerten Biopsie ist die Möglichkeit der gleichzeitigen randomisierten oder sogar Sättigungsbiopsie und ein deutlich geringerer apparativer und zeitlicher Aufwand.

    Damit erhöht sich nach vorliegenden Studien die Detektionsrate von Prostatakarzinomen gegenüber der einfachen randomisierten Biopsie um bis zu 20 %. Gemäß der aktuellen Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Urologie ist das Verfahren derzeit noch in erster Linie bei Re-Biopsien nach unauffälliger Vor-Biopsie indiziert.

    Hodentumoren
    Obwohl durch eine chemotherapeutische Behandlung heute bei den meisten Hodentumoren auch im fortgeschrittenen Stadium eine Heilung möglich ist, hat die operative Entfernung der Lymphknoten neben den großen Körpergefäßen ihren festen Stellenwert in der Behandlung von Hodentumoren. In geeigneten Fällen kann dies unter Schonung der Ejakulationsfunktion geschehen.

    Peniskarzinom
    Je nach Stadium, in dem Peniskarzinome entdeckt und behandelt werden, ist der Erhalt des Gliedes und seiner sexuellen Funktion durch geeignete plastische Operationen möglich. Je nach Ausdehnung kann es in der Behandlung von Karzinomen des Penis erforderlich sein, dass die Lymphknoten im Bereich der Leiste und des Beckens operativ entfernt werden. Dabei wird in unserem Hause, um den Eingriff so schonend wie möglich durchzuführen, die sog. Radionuklidmarkierung der Lymphknoten durchgeführt.

  • Endourologie

    Transurethrale Resektion (TUR) der Prostata

    Die transurethrale Resektion der Prostata (Abhobelung der inneren Anteile der Prostata über die Harnröhre) ist vor allem bei Schwierigkeiten der Blasenentleerung aufgrund einer gutartigen Vergrößerung der Prostata angezeigt. Sie gehört zum klinischen Standard. Modernste Geräte ermöglichen das schonende Operieren über die Harnröhre, wobei die inneren, den Harnfluss behindernden Anteile der Prostata entfernt werden. Neben dieser konventionellen Methode steht im Waldkrankenhaus insbesondere für Patienten mit höherem Blutungsrisiko und Begleiterkrankungen die schonende und blutungsarme innovative TURiS-Plasma-Vaporisation zur Verfügung.

    Transurethrale Resektion (TUR) der Blase
    Die Entfernung bösartiger Tumore der Harnblasenschleimhaut ist zum überwiegenden Teil ebenfalls endoskopisch über die Harnröhre möglich. Nach Diagnosestellung mittels einer Blasenspiegelung erfolgt in allgemeiner Narkose oder Rückenmarksbetäubung die Entfernung der Tumore über Endoskope mittels Hochfrequenzstrom. In aller Regel sind später weitere regelmäßige endoskopische Kontrollen der Blase notwendig.

    Photodynamische Diagnostik (PDD) der Blase
    Die Klinik bietet weiterhin die Möglichkeit der Photodynamischen Diagnostik (PDD) zur besseren Erkennung des Blasenkrebses an.

  • Kinderurologie

    Der Urogenitaltrakt gehört zu den Organsystemen, die am häufigsten von Missbildungen während der Entwicklung im Mutterleib betroffen sind. Störungen des Harntransportes sind vielfach die Folge. Diese können, je nach Ausmaß, in relativ kurzer Zeit zu einer schweren Schädigung der Nierenfunktion führen.

    Durch moderne endoskopische und operative Techniken lassen sich eine Vielzahl dieser Missbildungen vollständig korrigieren. Hierzu zählen die Refluxkrankheit, die Harnleiterabgangsstenose, Urethralklappen, Ostiumstenosen und einige andere.
    Insbesondere das äußere männliche Genitale kann ebenfalls eine Vielzahl von Missbildungen in unterschiedlichem Ausmaß aufweisen.

    Hierzu zählen die Vorhautverengung, der Hodenhochstand, die Hypospadie und die Epispadie, die Verkrümmung des Penis bei der Erektion und andere. Nicht in allen Fällen müssen die Missbildungen operativ beseitigt werden. Oft sind aber plastische Eingriffe, die heute mit dünnstem Nahtmaterial und unter dem OP-Mikroskop bzw. unter Lupenvergrößerung durchgeführt werden, erforderlich.

    Von Bedeutung ist bei vielen dieser Eingriffe das richtige Alter des Kindes um es vor Schäden auch psychischer Art zu bewahren. Bei sehr jungen oder besonders ängstlichen Kindern besteht die Möglichkeit, dass ein Elternteil im Krankenhaus bleibt.

    Individuelle Beratung erhalten Sie in unserer Kinderurologischen Sprechstunde.

  • Harnröhrenchirurgie

    Narbige Engen vor allem in der Harnröhre des Mannes lassen sich zwar endoskopisch aufschneiden. Nicht in allen Fällen führt dies jedoch zu einem bleibenden Erfolg. In solchen Fällen ist eine offen chirurgische, plastische Rekonstruktion der Harnröhre häufig die einzige Möglichkeit. Hierzu gibt es viele Verfahren, je nach Ort der narbigen Enge. Moderne Techniken der Nutzung auch "ortsfremder" Gewebe helfen hier auch in schwierigen Fällen weiter.

  • Andrologie

    Mikrochirurgische Refertilisation

    Nach Durchtrennung der Samenleiter als Methode der dauerhaften Schwangerschaftsverhütung sind es oft geänderte Lebensumstände, die den Patienten dazu veranlassen, diese Durchtrennung wieder rückgängig machen zu lassen. Dies ist mit modernen mikrochirurgischen Methoden, wie der zweischichtigen Nahttechnik, in einem hohen Prozentsatz möglich.

    Impotenzdiagnostik und -therapie
    Während noch vor wenigen Jahren der überwiegende Teil der Erektionsstörungen auf psychische Ursachen zurückgeführt wurde, weiß man heute, daß unterschiedliche Erkrankungen von Nerven oder Gefäßen für organisch bedingte Impotenz verantwortlich sein können. Durch moderne diagnostische Verfahren können diese Störungen eingegrenzt werden, so daß die jeweils optimale Therapie festgelegt werden kann. Hierzu zählen medikamentöse, instrumentelle und operative Verfahren, bis hin zur Implantation einer modernen hydraulischen Schwellkörperprothese.

  • Onkologie

    Chemotherapie

    Unter Chemotherapie versteht man die Behandlung von Krebs mit Medikamenten.
    Obwohl die meisten urologischen, bösartigen Tumoren operativ angegangen werden, hat gerade in der Urologie die Chemotherapie einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt durch die Perfektionierung der Chemotherapie war es möglich, die Sterblichkeit bei Hodentumoren, auch der metastasierten Stadien (mit Tumorabsiedlungen in anderen Organen) auf wenige Prozent zu senken. Adjuvant, d.h. nach Operation eines lokal fortgeschrittenen, aber nicht erkennbar metastasierten Tumors der Schleimhaut des Harntraktes hat die Chemotherapie sich erst jüngst ihren festen Platz in der Therapie erobert. Nicht so effektiv, aber sehr verträglich erweist sich der Einsatz von Chemotherapie beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom.


    Bei manchen Krebsarten wie z.B. dem Hodenkrebs kann eine Chemotherapie allein ausreichen, um alle Krebszellen zu töten d.h. eine Heilung herbeizuführen, selbst wenn sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet hat.
    In Fällen bei denen eine komplette Krebsentfernung nicht möglich ist, kann die Chemotherapie das Leben verlängern, Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern. Sie kann z. B. einen Tumor verkleinern, der Schmerzen durch Druck auf Knochen oder Nerven verursacht.

    Die urologische Abteilung ist als Sektion Urologische Onkologie bei der Behandlung von Krebserkrankungen der Niere, Blase und des Hodens Teil unseres von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Onkologischen Zentrums Bonn/Rhein-Sieg und Partner.

    Die Chemotherapie bzw. medikamentöse Therapie folgender urologischer Tumoren gehört zu unserem Leistungsspektrum: 

  • fortgeschrittenes Prostatakarzinom
  • Blasenkrebs
  • Hodenkrebs
  • Nierenkrebs
  • Peniskrebs
  • Neben der Chemotherapie gibt es mittlerweile eine Vielzahl weiterer, sehr wirksamer Behandlungsmöglichkeiten. Auch diese Behandlungen werden in Kooperation mit unseren Partnern im Onkologischen Zentrum angeboten.

    Bestrahlung (Radiatio)
    Für bestimmte Formen der Hodentumoren ist die Bestrahlung die Therapie der ersten Wahl mit einer nahezu sicheren Aussicht auf Heilung. Auch beim Prostatakarzinom kann abhängig vom Stadium und vom Lebensalter des Patienten die Bestrahlung durchaus eine Alternative zur radikalen Operation sein. Unter Umständen empfiehlt es sich, die herkömmliche Bestrahlung von außen durch eine Bestrahlung zu ersetzen oder zu ergänzen, die im Organ Prostata stattfindet (sog. Brachytherapie), Dabei sollten die einzelnen Formen der Behandlung jeweils auf den Einzelfall optimal zugeschnitten sein. In jedem Fall ist sie ausgezeichnet wirksam, wenn der Tumor mit schmerzhaften Absiedlungen das Knochensystem befallen hat. Ob bei bestimmten Formen des Blasentumors die Bestrahlung z.B. in Kombination mit einer Chemotherapie eine Alternative darstellt, muss im Einzelfall individuell entschieden werden.

    Radionuklidtherapie
    Durch den Einsatz von bestimmten Medikamenten, die sich gezielt an die Tumorlokalisationen heften und die mit strahlenden Radionukliden gekoppelt sind, lassen sich sehr wirksam und nebenwirkungsarm Absiedelungen zum Beispiel des Prostatakarzinoms behandeln.

    Targeted Therapie
    Durch die Entwicklung neuer Medikamente (sog. Angiogenese-Hemmer) ergibt sich eine verbesserte Strategie zur Therapie des metastasierten Nierentumors im Gegensatz zu der bisherigen Immuntherapie. Auch hier erfolgt eine individuelle Behandlungsplanung im Rahmen der medikamentösen Tumortherapie.

  • Inkontinenzdiagnostik und -therapie

    Urodynamik

    Während es bei der sogenannten Stressinkontinenz vor allem bei Belastung, wie Husten, Niesen oder Heben etc., zum unwillkürlichen Urinabgang kommt, ist die Dranginkontinenz durch einen Harndrang gekennzeichnet, der so stark sein kann, dass es der Patient „nicht mehr zur Toilette schafft“.

    Zur genauen Abklärung des Zusammenspiels von Blasen- und Schließmuskel bei der Entleerung und beim normalen Verschluss sind detaillierte Untersuchungen erforderlich. Bei der urodynamischen Untersuchung werden dünnste Sonden und Klebeelektroden dazu benutzt, das komplizierte Zusammenspiel der Muskeln zu bestimmen, die bei der Entleerung eine Rolle spielen, und die über unterschiedliche Nervenbahnen gesteuert werden.

    Die Untersuchung ist wenig belastend, so dass sie auch bei Kindern mit entsprechenden Beschwerden durchgeführt werden kann. Nur nach einer solchen Untersuchung kann genau festgelegt werden, welche Behandlung mit dem größten Erfolg verbunden sein wird. Diese Behandlung kann durch Medikamente oder auch durch sehr gezielte operative Maßnahmen erfolgen.

    Prothetik
    Nur in sehr seltenen Fällen ist es erforderlich, die Schließmuskelfunktion durch einen künstlichen Schließmuskel zu ersetzen. Dies kann aber zum Beispiel nach schweren Unfällen der Fall sein. Moderne Prothesen ermöglichen eine leichte Bedienung durch den Patienten. Bei einer dauerhaften und schweren Schädigung des für die Versteifung des Gliedes notwendigen Schwellkörpergewebes kann das operative Einsetzen einer modernen Schwellkörperprothese die sexuelle Funktion wiederherstellen.

    Gynäkologische Urologie
    Häufiger kommt es durch normale Alterungsvorgänge des Bindegewebes bei der Frau zu einer Fehllage der Blase und der Harnröhre. Diese Fehllage verursacht typischerweise bei körperlicher Belastung, wie Husten, Niesen oder Heben etc., unwillkürlichen Urinabgang (sog. Stressinkontinenz). Wenn eine Gymnastik in Verbindung mit medikamentösen Maßnahmen keinen Erfolg gehabt hat, oder es sich um von vorneherein um einen schweren Fall handelt, kann hier durch einen operativen Eingriff eine Korrektur herbeigeführt werden.

    Intravesikale Botox®-Injektion
    In manchen Fällen ausgeprägter Drangsymptomatik, die auf einzunehmende Medikamente nicht ausreichend anspricht, kann die endoskopische Unterspritzung des Blasenmuskels mit Botox® Hilfe bringen. Mit einer feinen Nadel wird der Wirkstoff an mehreren Stellen in die Muskulatur der Blase eingespritzt, wodurch sich der Muskel entspannt. Der Eingriff dauert etwas 20-30 Minuten, und die Wirkung tritt meist sehr rasch ein und bedeutet für viele Patienten die Rückkehr in einen beschwerdefreien Alltag. Die Wirkung von Botox® hält mehrere Monate an.

    Innerhalb des komplexen Feldes der Harninkontinenz bieten wir unter neuesten wissenschaftlichen Gesichtspunkten mit modernster apparativ diagnostischer Ausstattung unsere Inkontinenzsprechstunde an. Anhand der entsprechenden Untersuchungsbefunde kann dann ein individuelles Therapiekonzept zur Erlangung der Kontinenz erarbeitet und umgesetzt werden. Die Johanniter Kliniken Bonn betreiben zusammen mit externen Partnern ein fachübergreifendes Beckenbodenzentrum.

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Für unsere Patienten

Ob Akutversorgung, Rheuma oder Bluthochdruck: Unsere Patienten sollen sich bei uns wohlfühlen. Dazu tragen neben der medizinischen Versorgung und Pflege auch unsere weiteren Angebote bei. 

Rund um den Aufenthalt

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