Preisträger 2015

Aus den Fluten gerettet

Preisträger des Hans-Dietrich-Genscher-Preis 2015
Gewinner des Hans-Dietrich-Genscher-Preises Rico Berger und Axel Voigt, Sonderpreisträger Finn Scheuring, Gewinner des Johanniter-Juniorenpreises Jordan Raß, Laudatoren Lina Larissa Strahl und Dr. Oskar Prinz von Preußen.

Alle schritten sie ein, als Menschen in Gewässern in Not gerieten. Sie waren da und handelten ohne zu zögern. Damit bewiesen sie Mut, Entschlossenheit und Menschlichkeit. Dafür wurden sie in Hannover während der INTERSCHUTZ 2015 ausgezeichnet.

15-jähriger erhält Johanniter-Juniorenpreis

Für die Rettung einer Frau aus dem Rhein wurde Jordan Raß aus Herkenrath/Bergisch-Gladbach geehrt. Der 15-jährige half der Frau, die mit ihrem Kayak gekentert war, auf eine Bootsplattform, bevor sie von der Strömung mitgerissen werden konnte. Selbst in unsicherem Stand streckte er ihr beide Hände entgegen. Seinem couragierten Handeln ist es zu verdanken, dass das Unvermeidliche verhindert werden konnte.

Hans-Dietrich-Genscher-Preis für zwei Polizisten

Die Polizisten Rico Berger (27) und Axel Voigt (49) retteten zwei flüchtenden Einbrechern aus der eiskalten Neiße. Während einer zurück ans Ufer gelotst werden konnte, wurde der andere mit der Strömung mitgerissen und ging unter. Berger und Voigt zogen den Untergegangenen aus den Fluten und leisteten Erste Hilfe. Trotz Wiederbelebung verstarb der Einbrecher im Rettungswagen. Die beeindruckte Jury ehrte mit ihrer Wahl das couragierte Eingreifen und auch das Über-sich-Hinauswachsen der Brandenburger Polizisten.

Eine gesonderte Würdigung

In diesem Jahr kam es noch zu einer gesonderten Auszeichnung: Der sechsjährige Finn Scheuring, Sohn eines Kreisbrandmeisters, aus dem unterfränkischen Rödelmaier, wurde heute zusätzlich geehrt. Er hat im Juni letzten Jahres als Fünfjähriger ein gleichaltriges Mädchen aus seiner Kindergartengruppe ganz alleine aus dem Dorfsee herausgeholt. Da es geregnet hatte, war die Uferböschung glitschig. Das Mädchen rutschte aus und tauchte bis zum Hals ab. Bei einem Besuch der Feuerwehr im Kindergarten hatte er sich eingeprägt, dass schnelles Handeln wichtig ist. Deswegen suchte Finn einen sicheren Halt, streckte beide Hände aus und half so seiner Freundin ans Ufer. Außer einem großen Schreck blieb das Mädchen unverletzt.

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