Hilfe nach dem Hochwasser

Wir lassen die Menschen nicht allein: Johanniter helfen langfristig beim Wiederaufbau.

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Hochwasserkatastrophe

So helfen wir aktuell in den Katastrophengebieten

Rainer Schulz hat an zwei 16-Stunden-Tagen Akuthilfe für die Flutopfer geleistet.

Für viele vor Ort ist es nach wie vor unbegreiflich, was geschehen ist und wie sie wieder in ein normales Leben zurückfinden sollen. Wir unterstützen mit psychosozialer Arbeit, Geld- und Sachspenden (z.B. mit Material und Geräten zur Reinigung der Häuser und dringend benötigten Haushaltsgegenständen). Bei Bedarf verteilen wir auch Lebensmittel oder Hygieneartikel.

Viele der Evakuierten waren sehr erschöpft, aber gleichzeitig unglaublich dankbar, dass sich jemand um sie gekümmert hat und für sie da war. Das hat ihnen Sicherheit gegeben.
Rainer Schulz - Psychosoziale Notfallversorgung

Hochwasserhilfe Deutschland

Wir helfen langfristig beim Wiederaufbau von zerstörten Gebäuden und Einrichtungen. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende!

Spendenkonto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, Bank für Sozialwirtschaft, Stichwort: Hochwasserkatastrophe

Langfristige Hilfen für die Betroffenen

Die Menschen brauchen jetzt eine mittel- und langfristige Perspektive. Hier können wir auf unsere Erfahrungen aus der Elbe-Hochwasserkatastrophe 2013 zurückgreifen. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, die Strukturen für einen langfristigen Wiederaufbau von zerstörten Gebäuden und Einrichtungen zu schaffen. Außerdem setzen wir einen Teil des gespendeten Geldes zur Stärkung unseres Katastrophenschutzes ein. Denn diese Flut hat erneut gezeigt, wie wichtig ein hervorragend geschultes Ehrenamt mit moderner Ausstattung und leistungsfähigen, gut koordinierten Strukturen im Katastrophenschutz ist. Nur so war es möglich, innerhalb kürzester Zeit eine funktionierende, strukturierte Hilfe vor Ort aufzubauen und den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gemeinden als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen.

Aktuell bauen wir Strukturen für langfristige Hilfen für die Menschen vor Ort auf. Dazu zählen unter anderem Angebote, die beim Ausfüllen von Anträgen unterstützen. In Nordrhein-Westfalen sind zudem Sonderhilfen für ältere Menschen sowie eine Kooperation mit einem Architekten und der Kreishandwerkerschaft in Planung.

Sie sind selbst betroffen? Hier finden Sie Hilfe und Beratung:

  • Hochwasserhilfe Rheinland-Pfalz

    Informieren Sie sich jetzt über unsere aktuelle Arbeit und Kontaktadressen in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz.

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  • Hochwasserhilfe Nordrhein-Westfalen

    Informieren Sie sich jetzt über unsere aktuelle Arbeit und Kontaktmöglichkeiten in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen.

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Finanzielle Soforthilfe

Am 1. August startete unsere finanzielle Soforthilfe. In Dernau waren die Johanniter mit einem Bus an einer Schule im Einsatz. Betroffene der Flutkatastrophe konnten hier Anträge auf 2.500 Euro Soforthilfe pro Haushalt stellen. Innerhalb von sechs Tagen gingen rund 1.800 Anträge ein. Das Geld stammt aus direkten Spenden an die Aktion Deutschland Hilft und an die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Im Rahmen der finanziellen Soforthilfe wurden insgesamt 4,5 Millionen Euro an Spendengeldern ausgegeben. Die finanzielle Soforthilfe der Johanniter in Rheinland-Pfalz ist abgeschlossen. In NRW dauern die Soforthilfe-Auszahlungen derzeit noch an.

Werkzeuge für Reparaturen und Wiederaufbau

In Dernau verteilten die Johanniter Sachspenden für die Opfer der Flutkatastrophe.

Da meist in Kellern gelagertes Werkzeug von den Wassermassen weggeschwemmt wurde oder im Schlamm vergraben liegt, ist der Bedarf daran für Reparatur- und Wiederaufbauarbeiten immens. Die Johanniter verteilten vor Ort Lastwagenfuhren mit dringend benötigten Stemm- und Bohrhämmern, Nasssaugern und anderen Geräten, insgesamt Material im Wert von über 50.000 Euro. Darunter waren auch 120 Bautrockner, die wir gemeinsam mit der Diakonie zur Verfügung stellten.
Außerdem wurden ein mobiler Waschsalon mit Dusche in Betrieb genommen und insgesamt 500 gespendete Waschmaschinen an Haushalte in den Katastrophengebieten verteilt.

Angebote für Kinder und Jugendliche

Zur psychologischen Betreuung der Bevölkerung sind Johanniter der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) ins Katastrophengebiet gereist. Seit Anfang August bauen unsere Einsatzkräfte in Dernau mit Lacrima, dem Angebot für trauernde Kinder und Jugendliche, Strukturen zur Trauerbewältigung sowie Jugendhilfe auf. Ein offener Treff in einer Grundschule bietet jungen Menschen die Möglichkeit, die Erlebnisse der letzten Wochen zu verarbeiten. Viele sind von stundenlangem Ausharren auf dem Hausdach, Warten auf Rettung, dem Verlust des Zuhauses oder sogar eines Familienmitgliedes traumatisiert. Eine Kindertrauerbegleiterin des Lacrima-Teams unterstützt zusätzlich zu pädagogischem Personal in besonders akuten Fällen.

Fragen und Antworten zum Einsatz der Johanniter

Der größte Katastrophenschutz-Einsatz in der Johanniter-Geschichte

Sven Skibbe war als Helfer der Medical Task Force Rheinland-Pfalz Süd im Hochwassergebiet.

Mehr als 2.200 Helfende der Johanniter waren bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor Ort. Es war der bislang größte Inlandseinsatz in der Johanniter-Geschichte. Zwar ist die Phase der Akuthilfe nun vorüber, dennoch werden unsere Arbeiten in den betroffenen Regionen noch andauern. In Rheinland-Pfalz sind nach wie vor viele unserer Einsatzkräfte unterwegs, unterstützen im Rettungsdienst und helfen bei der medizinischen Basisversorgung. Es wird noch lange dauern, bis alle Schäden behoben sind und Zerstörtes wieder neu aufgebaut ist. Wir sind weiterhin für die Betroffenen da und unterstützen sie, diese Ausnahmesituation zu bewältigen.

Ich war 2002 beim Elbehochwasser in Dresden. Ich wusste, dass es schlimm ist, aber ich hatte es mir nicht so vorgestellt. Die Lage war viel schlimmer als in Dresden.
Sven Skibbe - Medical Task Force