30.12.2022 | Johanniter-Jugend

Ein Jahr "JJ" auf Bundesebene: Wir sagen DANKE!

Wir schauen zurück auf 2022! In diesem Jahr war wieder viel los auf Bundesebene, denn so manche Veranstaltungen, die zuletzt noch durch die Pandemie ausgebremst wurden, konnten in diesem Jahr wieder voll anlaufen. Hier lassen wir Revue passieren...

Gruß- und Dankesworte der Bundesjugendleitung

Liebe Johanniter*innen, Liebe Freund*innen, 

dieser Monatsrückblick ist ein etwas anderer als ihr ihn kennt. Ein weiteres Jahr liegt hinter uns und erneut schauen wir zurück auf viele schöne JJ-Momente, aber auch viele Herausforderungen. Die weiterhin bestehenden Auswirkungen der Pandemie, der Krieg in der Ukraine, die Energiekrise und Inflation, die viele Menschen betrifft, die Situation im Iran und all die weiteren Geschehnisse in der Welt, werfen ihren Schatten auf die aktuellen Tage. 

All diese Ereignisse machen es wichtiger denn je Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen geschützten Raum und die Möglichkeit zur freien Entwicklung zu bieten. Dies tun wir in der Johanniter-Jugend mit unseren Veranstaltungen, Freizeiten und anderen Aktivitäten. Ihr seid diejenigen, die tag täglich in den Verbänden eben diese Angebote schaffen, sich nicht entmutigen lassen und trotz aller Herausforderungen Gutes tun. Euer unermüdliches Engagement ist nicht selbstverständlich! Deswegen möchten wir auf diesem Wege noch einmal allen DANKE sagen, die die Johanniter-Jugend aktiv mitgestalten oder unterstützen. Auch im kommenden Jahr werden wir wieder gemeinsam und #MiteinanderStark Veranstaltungen und Projekte umsetzen und so unseren Beitrag für die Verbesserung der Welt leisten. 

Alle Veranstaltungen und tollen Projekte aufzulisten ist fast unmöglich und ihr selbst wisst am besten was ihr dieses Jahr bewegen konntet. Daher haben wir in unserem untenstehenden Jahresrückblick die wichtigsten Ereignisse auf Bundesebene zusammengestellt, durch die ihr euch durch scrollen und diese so noch einmal Revue passieren lassen könnt.

Nun wünschen wir euch und euren Lieben erst einmal einen guten und gesunden Start in das neue Jahr und ruhige Tage, um neue Kraft für das anstehende Jahr zu sammeln. Wir freuen uns auf das kommende Jahr, die weitere Zusammenarbeit mit euch und hoffen euch bald wieder auf Veranstaltungen treffen zu können. 

Liebe Grüße 
Eure Bundesjugendleitung 

Erstes Fachausschuss-Wochenende des Jahres (21. bis 23. Januar)

Die Fachausschüsse der Johanniter-Jugend auf Bundesebene (!ACHTUNG, Bildung, Schulsanitätsdienst und Strategie) sind auf Dauer angelegte, beratende Gremien, die zur thematischen Weiterentwicklung der Johanniter-Jugend eingerichtet werden können. Sie werden von der Bundesjugendversammlung eingesetzt und beraten diese. In der Regel finden zwei gemeinsame Sitzungswochenenden pro Jahr statt - hinzu kommen zahlreiche individuelle Sitzungen und Arbeitstreffen. Die Fachausschüsse Strategie und Schulsanitätsdienst haben sich in Präsenz, unter verantwortungsvollen Corona-Regelungen in Göttingen getroffen und die Chance genutzt sich auszutauschen und auch abseits der Sitzung ins Gespräch zu kommen. Der Fachausschuss !ACHTUNG hat sich dafür entschieden digital zu tagen. Insgesamt können alle Beteiligten auf ein produktives und Erfolgreiches Wochenende zurückschauen. 

So entwickelte der Fachausschuss !ACHTUNG das Handbuch für Vertrauenspersonen partizipativ weiter und hielt eine fachausschussinterne Fortbildung zum Thema "Grundlagenvertiefung: Interventionsarbeit für Fortgeschrittene" ab, die als besonders gewinnbringend empfunden wurde. Der Fachausschuss „SSD“ arbeitete fleißig an der Handreichung zum Schulsanitätsdienst während der Corona-Pandemie und packte strategische Themen an - ganz unter dem Motto "Projekte priorisieren und angehen" haben die Mitglieder ihre Arbeitsweise und Aufgaben reflektiert. Der Fachausschuss Strategie nutzte das Wochenende, um mit Hochdruck an der Fertigstellung einer ersten Rohversion für eine rundum erneuerte Jugendordnung zu arbeiten.
 

Hybrides Fortbildungswochenende 2022-01 (04. bis 06. Februar)

Wie in jedem Jahr werden am Fortbildungswochenende spannende Kurse zur Qualifizierung und Weiterbildung innerhalb der Johanniter-Jugend angeboten. Eine !ACHTUNG-Fortbildung tagte im digitalen Raum und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen und strenger Trennung der Präsenzseminare kamen JJler*innen in Fulda zusammen, um sich gemeinsam weiterzubilden. Was im Februar etwas anders war: Es wurden zwei Kurse nachgeholt, die man sonst vom Powerwochenende kennt. Der Kurs Fachausbilder*in und die Ausbilder*innenfortbildung Schulsanitätsdienst (ABF SSD) konnten im November 2021 leider nicht stattfinden und wurden nachgeholt. Zusätzlich fand am Samstagvormittag ein !ACHTUNG-Seminar online statt, in welchem sich die Teilnehmer*innen u.a. mit dem Begriff der Intersektionalität, sowie der eigenen Auseinandersetzung mit Privilegien und Definitionen von Ungleichheitsfaktoren  beschäftigten. 

Wie der Name schon vermuten lässt, wird man durch den Kurs Fachausbilder*in zum/zur Fachausbilder*in ausgebildet. So bekommt man die Möglichkeit und Qualifikation in Zukunft u.a. Fortbildungen für Jugendliche in der Johanniter-Jugend zu halten, eigenständig Grundausbildungen für Jugendgruppenleiter*innen (JGL-GA) zu leiten, Fortbildungen zu konzipieren und Jugendausbilder*innen in ihrer Praxisphase zu begleiten. Man nimmt also eine echte Schlüsselrolle in der JJ ein. Die Teilnehmenden können nun mit der Praxisphase durchstarten. In der Ausbilder*innen-Fortbildung Schulsanitätsdienst (ABF-SSD) haben die Teilnehmer*innen über ihre Qualifikation als EH-Trainer*in hinaus gelernt, die spezifischen Inhalte zielgruppengerecht an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. Dies hilft u.a. den Aufbau eines Schulsanitätsdienstes und die Ausbildung von Schulsanitäter*innen über die Erste-Hilfe hinaus zu verstehen und diese Fähigkeiten einzusetzen.
 

Bundesjugendversammlung "Fortsetzung folgt: Gemeinsam, mutig, zukunftsfähig!" (18. bis 20. März)

Mitte März tagte die Bundesjugendversammlung zum ersten Mal in diesem Jahr. Wie gewohnt kamen Landesjugendleiter*innen, die Vorsitzenden der Fachausschüsse, die Bundesjugendleitung, die Bundesgeschäftsstelle und weitere Gäste zusammen, um unseren Verband zukunftssicher zu machen. Thematisch an der letzten Versammlung anschließend, wurde sich unter dem Schwerpunktthema der Versammlung "Fortsetzung folgt: Gemeinsam, mutig, zukunftsfähig" viel über Ehrenamtsbindung und -gewinnung ausgetauscht. Was im März besonders war: Zum allerersten Mal tagte die Bundesjugendversammlung hybrid. So reisten rund 30 JJler*innen aus allen Himmelsrichtungen der Republik nach Wiesbaden an, um das Wochenende unter strengen Hygienebedingungen mitzuerleben. Wer sich von Zuhause dazu schalten wollte oder musste, konnte dies dank Liveübertragung von Bild und Ton problemlos tun. Über das Wochenende folgten so rund zehn weitere Mitglieder der Tagung aus dem eigenen Wohnzimmer.

Nach offiziellem Beginn am Samstag richteten Jörg Lüssem (Mitglied des Bundesvorstands) und Dr. Oliver Seligmann (Mitglied des Präsidiums) einige Worte an unsere JJler*innen: Beide bestärkten die Johanniter-Jugend als wichtigen Impulsgeber für die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.  Im Anschluss folgten die üblichen Formalia, wie z.B. die Berichte aller Landesverbände, der Bundesjugendleitung, der Bundesgeschäftsstelle und in detaillierterer Form der Fachausschüsse, in denen sämtliche Geschehnisse des letzten halben Jahres eingebracht wurden, ehe am Nachmittag am Schwerpunktthema "Fortsetzung folgt: gemeinsam, mutig, zukunftsfähig" gearbeitet wurde. Ehrenamts-Expertin Frau Prof. Dr. Doris Rosenkranz von der Technischen Hochschule Nürnberg hielt per Liveschalte einen Impulsvortrag zu Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten einer qualitativ hochwertigen Ehrenamtsumfrage. Ziel der anschließenden Diskussion in Kleingruppen und im Plenum war es möglichst viel Input zu einer möglichen Ehrenamtsbefragung innerhalb Johanniter-Jugend zu sammeln. Abgeschlossen wurde der Samstagnachmittag mit gemeinsamer Arbeit am Strukturprozess der Johanniter-Jugend, mittels Diskussionen und Kleingruppenarbeiten, die der Fachausschuss Strategie vorbereitete. Der Tag wurde mit einer Stadtrallye durch Wiesbaden abgerundet. 

Der zweite Sitzungstag startete mit den Zeilen von Udo Lindenberg: "Komm, wir zieh'n in den Frieden, wir sind mehr, als du glaubst. Wir sind schlafende Riesen, aber jetzt steh'n wir auf!" und einer bewegenden und emotionalen Andacht. Tonya, damalige Bundesfreiwilligendienstleistende in der Bundesgeschäftsstelle, selbst aus der Ukraine und Russland stammend, teilte ihre Gefühle und Gedanken zum Krieg in der Ukraine. Geprägt von Optimismus etwas zu verändern, appellierte sie an alle Mitglieder der Versammlung überall dort zu helfen, wo es möglich ist. In einer Schweigeminute wurde allen Opfern des Kriegs & deren Angehörigen gedacht.  Im Anschluss wurde die Versammlung mit den weiteren Tagesordnungspunkten fortgesetzt. Abgeschlossen wurde die Versammlung dann mit der Beschlussfassung der Anträge, die an die Versammlung gestellt wurden.
 

#Wirhelfen - Einbindung von Johanniter-Jugendlichen in die Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine und ein gemeinsamer Austausch über den Krieg

Als Johanniter-Jugend sehen wir uns in der Verantwortung, uns für Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten müssen, einzusetzen. Die Möglichkeiten Betroffenen aus der Ukraine zu helfen und sich mit kleinem oder großem Aufwand zu engagieren sind auch über die Johanniter-Familie hinaus vielfältig und bereits viele Johanniter-Jugendliche sind vor Ort aktiv geworden und haben eigene Ideen entwickelt, sowie vielfältige Projekte umgesetzt. Darüber hinaus wurde von Bundesebene aus eine Handreichung bereitgestellt, die eine Checkliste für Helfende, sowie Links zu weiteren hilfreichen Dokumenten und Anlaufstellen enthält. Somit werden unseren JJler*innen konkrete Vorschläge und einen Handlungsrahmen an die Hand gegeben, wie sie in ihrem Verband vor dem Krieg Geflüchteten und Betroffenen helfen können.

Der Beginn des Krieges in der Ukraine ist nun schon über ein halbes Jahr her und in den sozialen Medien werden viele bewusst platzierte oder unbewusst geteilte Falschinformationen über die aktuellen militärischen Entwicklungen in der Ukraine verbreitet. Zur Möglichkeit der Einordnung von Informationen, aber auch um einen Raum des Austausches zu schaffen, trafen sich Anfang Mai Johanniter-Jugendliche mit DLRG-Jugendlichen zu einem digitalen Austausch mit Prof. Dr. Andreas Bock von der Akkon-Hochschule. Nach einer kurzen Einordnung des Konfliktes und dessen (nukleare) Eskalationsrisiken durch Prof Dr. Andreas Bock konnten die Jugendlichen sich zu dem Thema austauschen und weitere Fragen zu dem historischen Hintergrund des Krieges stellen. Drei Stunden reger Austausch mit vielen interessanten Informationen und Fragen stellten für alle Beteiligten eine große Bereicherung dar. Weiterhin zählt jedes Engagement, denn wir sind Miteinander stark!
 

Spitzentreffen Johanniter-Jugend (13. bis 15 Mai)

Mitte Mai trafen sich Vertreter*innen der Johanniter-Jugend in Bielefeld zum Spitzentreffen Johanniter-Jugend 2022. Mit dabei waren die Mitglieder der Bundesjugendleitung, die für die Johanniter-Jugend zuständigen Mitarbeiter*innen des Geschäftsbereichs Kinder, Jugend und Familie in der Bundesgeschäftsstelle, Landesjugendleiter*innen sowie eine Vertreterin für den Fachausschuss Strategie. Nach mehreren Jahren Pause wurde das Spitzentreffen auf Wunsch der Bundesjugendversammlung wieder ins Leben gerufen. Ziel des Treffens war der strategische Austausch zwischen den Jugendleiter*innen auf Landes- und Bundesebene sowie den der Bundesjugendversammlung zugehörigen Fachausschüssen. 

Thematisch baute das diesjährige Spitzentreffen auf den vergangenen Bundesjugendversammlungen 2021-02 und 2022-01 auf, die unter dem Motto "Gemeinsam, mutig, zukunftsfähig" standen und den Fokus auf die Weiterentwicklung von attraktivem Ehrenamt in der Johanniter-Jugend legten. Unter Anderem diskutierten die Teilnehmenden in Kleingruppen zu neuen Ideen in den Bereichen Bildungsarbeit, SSD sowie Präventionsarbeit mit Schwerpunkt auf !ACHTUNG und entwickelten neue Perspektiven und Möglichkeiten Ehrenamt hier künftig noch attraktiver zu gestalten. Danach lag der Fokus vielmehr auf dem Ehrenamt selbst. Die Kleingruppen beschäftigten sich mit der geplanten verbandsweiten Ehrenamtsbefragung für den Jugendverband, suchten nach Synergien und Ressourcen im Jugendverband vor allem mit Blick auf die postpandemische Zeit noch effizienter nutzen kann und entwickelten neue Konzepte zum effizienten Wissensmanagement.
 

Ein unvergessliches Bundespfingstzeltlager (03. bis 06. Juni)

Über 400 Teilnehmende, sowie Beteiligte haben Anfang Juni zusammen gelacht, aufeinander geachtet und das JJ-Feeling in Immenhausen genossen und gespürt – ebenso wie unser diesjähriges Motto: „Die Zukunft wird groß“!

Unser Bundespfingstzeltlager findet alle zwei Jahre statt und eingeladen sind sämtliche Mitglieder der Johanniter-Jugend aus ganz Deutschland. Zusammen verbringen sie die Pfingsttage auf einer großen Zeltwiese. Tagsüber wird dem bunten Programm gelauscht, bei zahlreichen Workshops mitgemacht, um den Sieg bei einer Lagerolympiade gewetteifert und abends wird zusammen am Lagerfeuer gesungen und gequatscht. So auch in diesem Jahr. Die Teilnehmenden konnten an verschiedensten Workshops teilnehmen, es wurden Freundschaftsbänder geknüpft, Seife selber gemacht, Windlichter gebastelt oder Blumentöpfe bemalt. Außerdem bauten sie einen Briefkasten für ihren jeweiligen Verband, der dann an den Eingängen der jeweiligen Zelte stand. Danach hieß es Postkarten versenden! Die Kids verschickten, die mit kreativen BuPfiLa-Motiven versehenden Karten an alte Bekannte oder neue Freund*innen. Mit Einbruch der Dunkelheit erwarteten unsere JJ-ler*innen eine spannende Nachtwanderung voller Rätsel, die sie mithilfe ihrer Jugendgruppenleiter*innen lösen konnten. Gemütlich wurden am Lagerfeuer der Samstag dann ausgeklungen. Der Sonntag begann mit einem besonderen Gottesdienst mit Andreas Mann, dem Landespfarrer der Johanniter im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar. „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“. So lautet zumindest sein Appell. Teil des Tagesprogramms war dann auch die Lagerolympiade. Die Verbände konnten in mehreren Spielen „gegeneinander” antreten. Die Teams, die die meisten Punkten sammelten, erhielten einen Preis. Danach war die Tanzfläche eröffnet! 

Einen ausführlicheren Bericht findest du hier und ganz viele weitere spannende und bunte Einblicke vom BuPfiLa findest Du auch bei uns auf Facebook und Instagram: @johanniterjugend
 

Lehrreiches Bildungswochenende in Braunschweig (23. bis 25. September)

Ende September fanden gleich zwei Bildungsveranstaltungen der Johanniter-Jugend auf Bundesebene gleichzeitig statt: Das Fortbildungswochenende sowie das erste von insgesamt vier Modulen in der Reihe "4gewinnt" für Jugendgruppenleiter*innen.

Unter dem Thema "Konflikte besser verstehen" setzten sich die Teilnehmenden des Fortbildungswochenendes mit Konflikten auseinander. Gemeinsam erkundeten sie in einem Perspektivwechsel, wie unterschiedliche Bedürfnisse ursächlich für Konflikte sein können und wie die unterschiedliche Verteilung von Macht in Konflikte hineinwirkt. Zum Schluss erarbeiteten die Teilnehmenden wie sie sich selbst und andere in Konfliktsituationen konstruktiv begleiten können, um einander verständnisvoll begegnen zu können. Parallel dazu fand das erste Modul der Fortbildungsreihe "4gewinnt" statt. In diesem erlernen Jugendgruppenleiter*innen das Handwerkszeug für ihren Weg in der Johanniter-Jugend. Egal ob frisch in einer Jugendleitung oder begeistert bei Projektarbeit auf Regional-, Landes- oder Bundesebene dabei - die Teilnehmenden sind am ersten von insgesamt vier Wochenenden in eine spannende Fortbildungsreise gestartet. Im ersten Modul Teamarbeit lernten die Jugendgruppenleiter*innen wie man gut im Team zusammenarbeitet und was alles zu einem Team dazu gehört. Das zweite Module „Zeitmanagement“ wurde im November abgehalten und die letzten spannenden Module folgen 2023: Projektmanagement und Rhetorik.
 

Neue Jugendordnung beschlossen: Wegweisende Bundesjugendversammlung in Hannover (14. bis 16. Oktober)

Die Bundesjugendversammlung tagte das zweite Mal in diesem Jahr, wie gewohnt, Mitte Oktober. Die Mitglieder der Bundesjugendversammlung reisten aus allen Teilen Deutschlands in die Landeshauptstadt am Maschsee, Hannover. Nach dem, für den Freitagabend üblichen, „get-together“ bei dem die Teilnehmenden neben dem persönlichen Austausch die Möglichkeit hatten, sich zu den Anträgen an die BJV auszutauschen, eröffnete Bundesjugendleiterin Julia von Frantzki am Samstagmorgen die hybride Bundesjugendversammlung und begrüßte die Teilnehmenden vor Ort. Im Tagungsraum in der Hannoveranischen Hochschule groß auf der Leinwand zu sehen, begrüßte Julia auch die Teilnehmenden, die digital teilnahmen. Mit rund 66 stimm- und nicht stimmberechtigten Mitgliedern und Gästen hatte die Versammlung so viele Teilnehmende wie schon lange nicht mehr. Das hybride Format hat sich bereits in den vergangenen zwei Jahren der Pandemie bewährt und ermöglicht auch erkrankten oder abwesenden Mitgliedern der BJV die Teilnahme sowie von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.  

Nach den üblichen Formalia wurde es inhaltlich: Der Fachausschuss Strategie schaute in einer Präsentation noch einmal auf die vergangenen anderthalb Jahre zurück. Nach der Konstituierung des Fachausschusses wurde schnell mit der Umsetzung des Strukturprozesses begonnen. Dieser hatte zum Ziel (regelnde) Dokumente in der Johanniter-Jugend zu vereinheitlichen, neu zu strukturieren und auf einander abzustimmen. Ein ausschlaggebender Punkt war, dass der Verwaltungsleitfaden sechs Jahre in Wiederspruch zur zuletzt 2016 überarbeiteten und beschlossenen Jugendordnung stand. Im Versammlungsverlauf am Vor- und Nachmittag hatten die Mitglieder der Bundesjugendversammlung immer wieder die Möglichkeiten im Plenum oder in Kleingruppen zu diskutieren, Änderungsanträge zu stellen und Kompromisse für umstrittene Themen zu finden. Nach einem produktiven und diskussionsreichen Tag belohnten sich die Teilnehmenden mit einem Schokoladentasting, bei dem sie in die Welt der Schokoladenproduktion, Fairtrade-Siegel, Transportwege und vieles mehr abtauchten und selbst probieren durften. 

Der Sonntag begann wie üblich mit einer Andacht. Markus Walper, Bundesjugendleiter, mahnte in seinem Impuls, Veränderungen nicht zum Bauen von Mauern zu missbrauchen, sondern gemeinsame Wege zu schaffen und zu gehen - dafür setzt sich die Johanniter-Jugend tagtäglich ein. Mit der Fortsetzung der Versammlung, wurde direkt mit der Beschlussfassung begonnen. Antrag Nummer 1, die Änderung der Jugendordnung wurde mit einem phänomenal einstimmigen Ergebnis beschlossen! Insgesamt waren 41 Stimmberechtigte anwesend, davon rund ein Viertel digital. „Die Arbeit der letzten Monate hat sich heute, auf das Datum genau 6 Jahre nach dem Beschluss der noch gültigen Jugendordnung, bezahlt gemacht.“, sagt Cornelis, stv. Bundesjugendleiter. Fachausschuss-Vorsitzender des Fachausschusses Strategie Philip Neumüller ergänzt: „Diese einstimmige Zustimmung zur neuen Jugendordnung zeigt den Wunsch nach Veränderung, Vereinfachung unserer Strukturen für unsere Mitglieder und guten Strukturen, in denen Ehrenamt funktioniert. Dem sind wir heute gerecht geworden.“ Dann wurde die Beschlussfassung fortgesetzt. Beschlossen wurden 18 Richtlinien, welche den früheren Verwaltungsleitfaden ersetzen sowie Beschlüsse der Bundesjugendversammlung und Informationen aus unterschiedlichsten Dokumenten in einem neuen System zusammenfassen. Julia von Frantzki, die die Versammlung am Samstag eröffnete, schloss mit Dankesworten an alle Mitglieder, insbesondere den Fachausschuss-Strategie und die Moderation ab. Nach einem erfolgreichen Wochenende reisten die Mitglieder der Bundesjugendversammlung sowie Gäste wieder in ihre Heimatverbände nach Hause. Eine neue Jugendordnung samt Richtlinien tritt allerdings erst mit positivem Beschluss der Delegiertenversammlung in Kraft. Dies geschah dann auf der Delegiertenversammlung der JUH am 19. November. Hier informierten wir über das Inkrafttreten.
 

Powerwochenende 2022 in Mannheim: Bildung beginnt mit Neugierde! (11. bis 13. November)

Rund 90 Johanniter-Jugendliche reisten am zweiten Novemberwochenende aus allen Ecken Deutschlands in die Quadratestadt Mannheim an Rhein und Neckar. Dort fand das Powerwochenende, die größte bundesweite Aus- und Fortbildungsveranstaltung der Johanniter-Jugend, statt. Die Teilnehmenden konnten sich bei einem entspannten get-together am Freitagabend bereits kennenlernen, sich miteinander austauschen und gemeinsam Spiele spielen. Offiziell eröffnet wurde das Powerwochenende durch das Orgateam bestehend aus Bundesjugendleitung und den Mitarbeiterinnen der Bundesgeschäftsstelle. Besonders zufrieden zeigte sich das Orgateam über die Anzahl der Teilnehmenden und das große Interesse und die Neugierde der Teilnehmenden Neues zu lernen. 

Noch im vergangenen Jahr fiel das Powerwochenende auch aufgrund der Pandemie deutlich kleiner aus. Insgesamt fanden parallel sechs Kurse statt: der Kurs Fachausbilder*in, der Kurs Jugendausbilder*in, der Kurs Mentor*in, der Quereinstieg für externe Jugendgruppenleiter*innen, die Aubilder*innen-Fortbildung Schulsanitätsdienst und eine !ACHTUNG-Fortbildung. Zwischen den Einheiten war in den Pausen immer wieder Raum für Austausch zwischen den unterschiedlichen Kursen und Zeit sich mit Johanniter-Jugendlichen aus anderen Verbänden zu vernetzen. Am Samstagabend konnten die Teilnehmenden an unterschiedlichen Abendprogrammen teilnehmen. Für jede*n war etwas dabei: Eine kreative Stadtrallye, etwas Sportliches in der Boulderhalle, Kunst und Kultur im Mannheimer Planetarium oder Entspannung beim Yogakurs. Der Sonntag startete wie üblich mit der Andacht, in der Cornelis Hilscher, stv. Bundesjugendleiter, und Markus Walper, Bundesjugendleiter, mahnten den Klimawandel zwischen all den anderen Krisen im Iran, der Ukraine, Taiwan, dem Kosovo etc. nicht zu vergessen. Anschließend wurden die Kurse in den Kleingruppen fortgesetzt. Im Anschluss wurde noch gemeinsam Mittag gegessen bevor die Teilnehmenden ihre Heimreise angetreten haben.