Kinderhaus

Der Regionalverband Südbrandenburg des Landesverbandes Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) stellt sich als wirtschaftlich leistungsfähiger Verband den zentralen Herausforderungen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region und darüber hinaus. Zur palliativen und intensiv-medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen wurde dafür das Kinderhaus “Pusteblume” in Burg (Spreewald) errichtet. Es ist seit dem 1.Mai 2020 eröffnet und hat den Betrieb eröffnet. 

Als anerkannter Dienstleister der Region bietet der Regionalverband bereits heute ein breites Spektrum an Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche. Das Ziel ist die Bündelung der Aktivitäten und die Ausweitung des Leistungsspektrums. Aufbauend auf den weitreichenden Erfahrungen mit dem ambulanten Kinderhospizdienst, der ambulanten Kinderkrankenpflege und der Kinder- und Jugendarbeit ist ein ganzheitliches Konzept mit zwei zentralen Säulen im Bau. Das Johanniter-Kinderhaus „Pusteblume” befindet sich auf einem weitläufigen Grundstück in Burg. Es bietet ein stationäres Kinderhospiz und eine sonstige ambulant betreute Wohngruppe, die zu einem ganzheitlichen Konzept kombiniert wird, und somit ein breites Leistungsspektrum für regionale und überregionale, palliative und kurative Bedarfe bereitstellt.

1. Säule: Stationäres Kinder- und Jugendhospiz

Unser Kinder- und Jugendhospiz „Pusteblume“ begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Angehörige ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung einer lebensverkürzten Erkrankung bis zu ihrem Versterben – häufig über viele Jahre – für alle eine Zeit der Entlastung, Begleitung und Betreuung.
Im Mittelpunkt steht für uns der Grundsatz, die Eltern sind die Basis ihrer Kinder.
Wir als Team sehen uns als Begleiter in der schwerwiegend, veränderten Lebenssituation.
Mit großer Empathie bieten wir Unterstützung, Entlastung und Gespräche für Angehörige, welche dringend eine Zeit der Ruhe benötigen, um neue Kraft zu schöpfen zur Bewältigung des Pflegealltages ihres Kindes.
Zugleich begleiten und betreuen wir im Geschwisterclub „Bärenbande“ Geschwisterkinder. Hier treffen sie auf Gleichgesinnte, was ihre Resilienz fördert, soziale und emotionale Kompetenzen stärkt und die Eltern – Kind – Beziehung festigt.
Wir übernehmen fürsorglich und liebevoll die Pflege unsere erkrankten Gäste und stehen mit vielen Angeboten zur Seite. Gleichermaßen sehen wir uns als Wegbegleiter auch über das Versterben des Kindes hinaus.
Mit dem hohen Maß an Vertrauen, seitens der Angehörigen, gehen wir sehr sorgsam um, denn es bietet uns eine hilfreiche Basis.

Die 12 barrierefreien Zimmer für unsere kleinen und großen Gäste sind liebevoll und altersentsprechend eingerichtet und bieten ausreichend Platz für persönliche Dinge und Bilder. Die Einrichtung im Kinderhaus und speziell in den Zimmern bietet den Kindern Eigenständigkeit in ihrem Bewegungsradius und den individuellen Fähigkeiten und somit auch mehr Lebensqualität. Die Anordnung der Kinder- und Jugendzimmer sowie der Familienzimmer orientieren sich an den Bedürfnissen des erkrankten Kindes und deren Familien. In jedem Kinderzimmer befindet sich ein Schlafsessel für Angehörige, somit ist ein enges Beisammensein in besonderen Lebenssituationen möglich.

 

 

2. Säule: Sonstige ambulante betreute Wohngruppe

Bei dem ambulanten Betreuungsangebot handelt es sich um eine intensivmedizinisch, pflegerisch versorgte und pädagogisch betreute Wohngemeinschaft.
Das Ziel der ambulant betreuten Wohngruppe ist es vor allem, den betreuten Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 – 18 Jahren mit ihrer Krankheit oder Behinderung für einen begrenzten Zeitraum eine bestmögliche medizinisch/ pflegerische Versorgung und psychosoziale Betreuung zu gewährleisten. Hier besteht für die pflegebedürftigen Kinder und Jugendliche mit einem Pflegegrad 2-5 ein Anspruch auf eine Kurzzeitpflege nach §42 SGB XI. Lediglich eine Aufwandspauschale für die Unterbringung und Verpflegung wird erhoben.

Ein weiteres konzeptionelles Leistungsangebot richtet sich an Eltern und ihre schwerkranken Kinder und Jugendliche mit einem besonderen Beratungs- und Schulungsbedarf.
Fit for Home ist ein Konzept, um eine Lücke zwischen Klinikaufenthalt und dem Leben zu Hause zu schließen und den Kindern und deren Angehörigen, eine Teilnahme am sozialen und innerfamiliären Leben zu ermöglichen.
In enger Zusammenarbeit mit dem Pflegefachpersonal, den Therapeuten und dem eventuell zukünftigen eigenen oder externen Pflegedienst werden die Kinder und ihre Eltern angeleitet und geschult, um in der eigenen Häuslichkeit mit der neuen medizinischen und pflegerischen Situation umzugehen.

Die Wohngruppe verfügt über eine Kapazität von insgesamt 8 Plätzen. Die barrierefreien Zimmer für unsere kleinen und großen Gäste sind liebevoll und altersentsprechend eingerichtet und bieten ausreichend Platz für persönliche Dinge und Bilder.