10.12.2020 | Regionalverband Mittelfranken

Kleine Patienten bequem und sicher unterwegs im Johanniter Baby-Notarztwagen

Neue Richtlinien sorgen für noch größere Sicherheit

Nicht nur medizinische Handgriffe werden an einer Puppe trainiert. Auch das richtige Anlegen des Rückhaltesystems muss eingeübt werden.
Bildquelle: Andreas Brunner

Die Johanniter sind seit mehr als 40 Jahren mit dem Baby-Notarztwagen in Mittelfranken unterwegs und immer dann zur Stelle, wenn die kleinsten Patienten der Welt dringend versorgt werden müssen. „Innerhalb von 40 Jahren veränderte sich nicht nur der Rettungswagen,“ berichtet Kevin Schwarzer, Regionalvorstand der Johanniter in Mittelfranken „medizinischer Fortschritt, neue Materialien und viel Erfahrung führen zu einer immer besseren Versorgung von Säuglingen.“

Seit dem 01.01.2020 sind neue Transportinkubatoren, womit unser hochmoderne Baby-NAW natürlich ausgestattet ist, mit einem für Säuglinge und Neugeborene geeigneten Rückhaltesystem nachzurüsten.

Eine genaue Spezifikation bzgl. Anforderungen an ein geeignetes Rückhaltesystem wurde im Rahmen eines Updates dieser DIN-Norm aber erst veröffentlicht, nachdem die Ausschreibung für das bayernweit einheitliche Transportinkubatoren-Modell bereits beendet war und die Modelle sich im Roll-Out befanden. Daher sind die Kosten für die Beschaffung dieser Systeme nicht durch die Sozialversicherungsträger refinanziert.

„Und so standen wir auf einmal selber vor der Beschaffung der Nestchen und die daraus resultierenden Kosten für 15 waschbare Rückhaltesysteme.“ erzählt Andreas Brunner, Notfallsanitäter und Medizinproduktebeauftragter bei den Johannitern in Mittelfranken. „Doch ein lieber Weihnachtsengel, der anonym bleiben möchte, hat nicht lange gezögert und die gesamte Summe von 6.750 € gespendet. Dafür sind wir sehr dankbar!“ berichtet er erleichtert.

Denn auch abseits der gesetzlichen Forderung macht ein solches System viel Sinn, weil es ein deutliches Plus an Patientensicherheit bietet. Durch dieses Rückhaltesystem sind die Babys noch einmal deutlich besser vor Erschütterungen und Fliehkräften bei der Fahrt geschützt. Denn Sicherheit hat höchste Priorität – aus Liebe zum Leben.

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