15.10.2020 | Regionalverband Mittelfranken

Ein Eignungstest für den Hund

Johanniter prüfen Vierbeiner für die Rettungshundestaffel

Franziska Breig mit Peppino (l) und Monika König mit Nele (r) Bildquelle: Jörg Breig

Im September 2020 fand ein Eignungstest der Johanniter-Rettungshundestaffel Straubing statt. Dort nahmen zwei Teammitglieder der Johanniter-Rettungshundestaffel Mittelfranken teil. Seit Monaten trainierten Monika König mit Nele und Franziska Breig mit Peppino auf den großen Tag hin.

Der erfolgreiche Test für Mensch und Tier ist eine der Voraussetzungen gemäß gemPPO (Gemeinsame Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams) zur Ausbildung eines Rettungshundes. Ziel des Testes ist es, herauszufinden, ob der Hund für die Ausbildung zum Rettungshund geeignet ist.

Neben den beiden Teams aus Mittelfranken nahmen noch Staffelmitglieder aus Straubing, Schwabmünchen und Landshut. Alle Rettungshunde-Teams der Johanniter haben erfolgreich am Eignungstest teilgenommen und sind somit ihrem Ziel, geprüfte Rettungshundeteams zu werden, einen großen Schritt nähergekommen.

Der Eignungstest ist eine umfassende Prüfung. Hierbei werden die Bereiche Verhalten gegenüber einer fremden Personengruppe, bei optischen Umwelteinwirkungen und akustischen Einwirkungen, Spielen mit einem Gegenstand durch eine Fremdperson, Verhalten bei Feuer und Rauch und die Verträglichkeit mit anderen Hunden genau unter die Lupe genommen. Ebenso betrachten die Prüfer die Gewandtheit und schließen das Ganze mit einem Verweistest ab. Bei dieser Übung versteckt sich der Hundeführer, woraufhin der Hund interessiert zu ihm laufen und sein Herrchen oder Frauchen natürlich auch erreichen soll.

Das gezeigte Verhalten der Hunde fällt oft sehr unterschiedlich aus. Die Vierbeiner dürfen keine gesteigerte Aggressivität bzw. Ängstlichkeit zeigen. Besteht der Hund den Eignungstest nicht, dann ist er bei allen Hilfsorganisationen auf Lebzeiten von der Rettungshundearbeit ausgeschlossen.