10.05.2021 | Johanniter-Haus für Kinder Kirchseeon

Gute Kinderbetreuung ist kein Kinderspiel

Johanniter fordern Anerkennung der Leistung pädagogischer Fachkräfte in und nach der Pandemie

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie führen seit Beginn dazu, dass Kinderbetreuung in Kindereinrichtungen nicht wie üblich möglich ist. Zum einen zeigt sich noch deutlicher der Spagat zwischen Berufstätigkeit und Kinderbetreuung. Zum anderen wird befürchtet, dass Chancenungleichheit für Kinder weiter zunehmen wird. Zum „Tag der Kinderbetreuung“ am 10. Mai rücken die Johanniter ins Licht, was Erzieherinnen, Erzieherin, Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger in der Kinderbetreuung leisten: „Die Jüngsten in unserer Gesellschaft liebevoll zu begleiten, sie in ihrer Entwicklung fachkundig zu fördern, ist eine große Verantwortung“, sagt Olivia Spanier, Sachgebietsleiterin Kindereinrichtungen in der Region München und Ebersberg. „Die pädagogischen Fachkräfte nehmen die Signale der Kinder behutsam auf, reagieren dem Entwicklungsstand und den Bedürfnissen der Kinder entsprechend. Sie beteiligen die Kinder am Einrichtungsgeschehen, geben ihnen Möglichkeiten der Mitwirkung und fördern so ihr Recht der Partizipation.“

Kompetenz, Flexibilität und altersgerechte Bildungsangebote

In Bayern unterhalten die Johanniter neben dem Haus für Kinder in Kirchseeon und der Kinderkrippe Campusküken in Neubiberg noch 122 weitere Kindereinrichtungen. Geschulte Fach- und Ergänzungskräfte sorgen hier dafür, die Kinder liebevoll zu begleiten und in ihrer Persönlichkeit und Entwicklung zu stärken. Gerade in der Coronavirus-Pandemie engagieren sich die Teams in den Einrichtungen enorm, um trotz aller Hygienevorgaben den Alltag für die Kinder so normal wie möglich zu gestalten. Denn für die Kinder bedeutet der Besuch während dieser Zeit in der Kindereinrichtung Stabilität, soziale Kontakte und öffnet Bildungsmöglichkeiten.

„Jedes Kind so zu unterstützen, dass es sein Potenzial optimal entfalten kann: Das ist eine wichtige Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte“, sagt Olivia Spanier. „Leider herrscht gerade bei den Erzieherinnen und Erzieher weiterhin großer Fachkräftemangel. Die Anerkennung der Leistung in der Pandemie und darüber hinaus ist notwendig, um mehr Menschen für den Beruf der Erzieherin und Erzieher zu begeistern. Wir bieten mit einer praxisintegrierten Ausbildung, Optiprax, auch einen gut vergüteten Einstieg an“, ergänzt sie.