Kleine Köche

Das Kinder-Koch-Projekt rund um das Thema gesunde Ernährung

Im ministeriellen Amtsjargon klingt das so: "Es ist eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Verpflegung in Kindertageseinrichtungen und Schulen zu verankern. "Wer einmal in die Gesichter von Kindern geschaut hat, wenn sie zum ersten Mal mit dem Kochlöffel zugange sind, der weiß, was das für die Kinder tatsächlich bedeutet: Viel Spaß, allerhöchste Konzentration und maximaler Genuss. Und um genau das geht es beim Johanniter Oberbayern Kinderkochprojekt „Kleine Köche".

Wir beschäftigen uns nicht nur mit dem Herstellen eines Gerichtes. Weitere Schwerpunkte sind unter anderem, woher kommen die Lebensmittel, wie werden sie hergestellt, Lebensmittelverschwendung, saisonale und regionale Produkte, Tierhaltung usw.

Die Kinder werden so in den Einrichtungen der Johanniter Oberbayern bereits früh für die Ernährung sensibilisiert. Sie sollen Grundwissen, Wertschätzung und ein Gefühl für die Lebensmittel erlangen. Außerdem werden auch grundlegende Kompetenzen, wie das Lesen von Rezepten, Messen und Wiegen und Gruppenarbeit vermittelt.

Oft fehlt in Familien die Zeit, um ausgewogen und frisch zu kochen oder die Kinder aktiv in das Kochen mit einzubeziehen. Somit berichten die Kinder immer häufiger, dass sie noch nie eine Karotte oder eine Kartoffel geschält haben. Es muss am Abend einfach schnell gehen und immer häufiger wird nicht mehr gemeinsam gegessen. Im Rahmen unseres Projekts bieten wir auch gemeinsame Kocherlebnisse mit den Eltern zu saisonalen oder landestypischen Themen.

Helfen Sie uns, die Begeisterung am Kochen und Backen bei Kindern zu wecken – Ihre Spende hilft!

Unsere Fragen an den Sternekoch Maxilian Moser

Wie wichtig ist für Sie das Thema "Kochen" in der frühkindlichen Erziehung?
Das Thema hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Wenn sie selbst kochen, lernen die Kinder gleichzeitig auch viel Wichtiges über ihre Ernährung und gesunde Lebensmittel. Selbst gekochte Mahlzeiten sind einfach deutlich gesünder. Für Kinder ist auch der Bezug zu den Lebensmitteln wichtig. Gemüse und Kräuter lassen sich im Garten oder in einem kleinen Beet leicht selbst anbauen – die Kinder übernehmen die Verantwortung und schauen ihren Produkten beim Wachsen zu. So kommt alles frisch auf den Teller und wird nicht weiter verarbeitet. Außerdem macht Kochen mit frischen, eigens angebauten Produkten gerade den Kindern viel mehr Spaß.

Welchen Stellenwert hat "Gesunde Ernährung" in der Gesellschaft?
In den letzten Jahren ist die gesunde Ernährung immer weiter in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Obst und Gemüse werden vielfältiger – wie zum Beispiel als Gemüsenudeln – eingesetzt und Regionalität sowie Saisonalität spielen für viele Menschen eine größere Rolle als vor wenigen Jahren. Meiner Meinung nach sollten wir aber alle auf die Herkunft unserer Produkte achten, frisch schmeckt es auch einfach besser. Natürlich kosten qualitativ hochwertige Produkte ein wenig mehr, aber am Ende zählt der Geschmack. Hier muss man anknüpfen, es lässt sich mit frischen, gesunden Produkten umso besser ein leckeres Gericht zaubern.

Wie wichtig sind Projekte wie "Kleine Köche" für die Zukunft unserer Kinder?
Für mich sind solche Projekte aus den vorher genannten Gründen eine absolute Herzensangelegenheit. Wenn unsere Kinder wissen, wie man sich gesund ernährt, können viele Krankheiten und natürlich auch Übergewicht vorbeugend bekämpft werden. Lernen die Kinder schon früh, sich selbst Mahlzeiten zuzubereiten, entwickeln sie Freude an Lebensmitteln und Ernährung und werden selbst kreativ. Kochen muss kein großer Aufwand sein und macht gerade Kindern immer wieder großen Spaß. Dies zahlt sich auch auf lange Sicht aus: Sie hinterfragen dann vielleicht auch die Lebensumstände ihrer Eltern und helfen damit, dass sich die ganze Familie besser ernährt.

Hier klicken für das Sternekochrezept von Maximilian Moser zum Nachkochen.