Geschichte des Regionalverbandes

Am Anfang stand das Anliegen, durch die Ausbildung in Erster Hilfe die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern: Was für die Gründung der Johanniter-Unfall-Hilfe im Jahr 1952 galt, war auch 1969 der Anlass eine Johanniter Helferschaft in Burghaslach zu gründen. Der Grundstein für den heutigen Regionalverband Oberfranken wurde am 24. Februar 1969 gelegt: An diesem Tag nahmen 59 Personen am ersten Erste-Hilfe-Kurs in Burghaslach teil – heute sind es mehr als 3.000 Teilnehmer jedes Jahr. Schon kurz nach dem ersten Kurs gründete sich eine Johanniter-Helferschaft, die an den Wochenenden im Rettungs- und Sanitätsdienst unterwegs war. Zu ihrem ersten Einsatz wurden die Helfer am 11. Mai 1969 gerufen: Ein Fußballspieler musste nach einem Schien- und Wadenbeinbruch versorgt werden. Gefahren wurden der Einsatz mit einem bereits 14 Jahre alten aus Würzburg geliehenen Sanka. Aus diesen kleinen, aber sehr engagierten Anfängen ist ein Verband entstanden, in dem sich heute rund 300 hauptamtliche Mitarbeiter sowie ähnlich viele Ehrenamtliche in verschiedensten Lebensbereichen für die Menschen in Oberfranken einsetzen – beispielsweise bei der Betreuung von Kindern und Senioren, in der Ersten Hilfe, im Rettungsdienst oder der Erste-Hilfe-Ausbildung.

In den Anfangsjahren wurden die Bereiche Rettungsdienst und Krankentransport kontinuierlich ausgebaut: Der alte Sanka wurde durch neue und besser ausgestattete Rettungswagen ersetzt und auch die Zahl der Mitarbeiter wuchs: 1971 wurden bereits über 600 Notfälle betreut und fast 1.400 Krankentransporte abgewickelt. Im selben Jahr stellte die Gemeinde Burghaslach den Johannitern einen Raum im neuen Feuerwehrgerätehaus als Dienststelle zur Verfügung. Vier Jahre später folgte dann der Umzug nach Schlüsselfeld, wo die Rettungswache bis heute beheimatet ist. Nötig wurde dies durch die damalige Gebietsreform und das neue Rettungsdienstgesetz: Für Burghaslach war keine Wache mehr vorgesehen. Es wurde jedoch erreicht, dass den Johannitern die geplante neue Wache in Schlüsselfeld zugesprochen wurde. Schritt für Schritt wurden in den folgenden Jahrzehnten die Angebote der Johanniter – anfangs im Drei-Franken-Eck, später in ganze Oberfranken – weiter ausgebaut – vom Behindertenfahrdienst, über die ambulante Pflege und den Hausnotruf bis zum ersten eigenen Kindergarten.

Geändert hat sich im Laufe dieser Entwicklung auch der Zuschnitt und der Name des Verbandes: Aus dem Ortsverband Burghaslach-Schlüsselfeld wurde Anfang der 1990er-Jahre der Kreisverband Bamberg-Neustadt/Aisch. 2005 fusionierten die Kreisverbände Bamberg-Neustadt/Aisch und Forchheim dann zum Regionalverband Oberfranken-Neustadt/Aisch (seit 2015 Regionalverband Oberfranken), anfangs mit einer Regionalgeschäftsstelle im Schlüsselfelder Ortsteil Thüngfeld, heute mit dem Hauptsitz in Bamberg.