18.08.2021 | Regionalverband Berlin

Das Impfzentrum Velodrom schließt – Johanniter ziehen positive Bilanz

Nach sechs Monaten und zwei Tagen wird der Impfbetrieb im Velodrom am Abend des 19. August 2021 eingestellt. Betrieben wurde das Impfzentrum von Berliner Johannitern. Insgesamt wurden im Velodrom eine Viertelmillion Impfungen gegen COVID-19 verabreicht.

Außen rund, innen Hoffnungsmaschine. Das Impfzentrum Velodrom wird nach sechs Monaten Betrieb geschlossen.

Nach sechs Monaten und zwei Tagen wird der Impfbetrieb im Velodrom in Berlin-Pankow am Abend des 19. August 2021 eingestellt. Das von den Berliner Johannitern betriebene Impfzentrum ist damit das zweite der Berliner Corona-Impfzentren, das seine Pforten schließt. Das letzte halbe Jahr war eine Erfolgsgeschichte, die durch den Einsatz vieler engagierter Helferinnen und Helfer möglich wurde. Insgesamt wurden im Velodrom circa eine Viertelmillion Impfungen gegen COVID-19 verabreicht.

„Wir sind sehr dankbar für alle unsere großartigen Helferinnen und Helfer, die in den letzten sechs Monaten unermüdlich im Einsatz waren“, erklärt Jörg Koch, Regionalvorstand der Berliner Johanniter. „Ob bei der Begleitung oder Anmeldung der Impfgäste, bei der Dokumentation, Nachbetreuung oder im Organisationsteam – alle haben Großes geleistet und dazu beigetragen, dass Normalität und Sicherheit in unserer Gesellschaft Schritt für Schritt wiederkehren“, betont Koch. Am 17. Februar 2021 öffnete das Impfzentrum Velodrom als fünftes Berliner Impfzentrum. In der Radsport- und Veranstaltungshalle konnten unter Maximalbelastung bis zu 2.000 Menschen täglich geimpft werden.

Insgesamt waren im Impfzentrum Velodrom etwa 400 hauptamtliche und rekordverdächtige 200 ehrenamtliche Mitarbeitenden im Einsatz: Menschen aus sozialen und technischen Berufen sowie aus der Kreativbranche, Pflegekräfte, Studierende, Selbstständige, Rentnerinnen und Rentner. Viele engagieren sich schon lange bei den Johannitern, dazu kamen auch viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die entschlossen mithalfen. „Wir sind sehr stolz auf unsere Helferinnen und Helfer, die hunderte von Stunden allein deswegen geleistet haben, weil sie bei der Pandemiebekämpfung ihren Beitrag leisten wollten“, sagt Koch.

Das Betreiben eines Impfzentrums empfanden die Johanniter als eine sehr wertvolle und sinnstiftende Arbeit. „Ich kann mir keine schönere Aufgabe für eine Hilfsorganisation wie die Johanniter vorstellen, als im Bevölkerungsschutz präventiv zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass die Impfungen der Berlinerinnen und Berliner möglichst reibungslos durchgeführt werden konnten“, so Regionalvorstand Jörg Koch. Die Leiterin des Impfzentrums Velodrom, Andrea Ferber, ergänzt: „Die Leitung des Impfzentrums war für mich die Chance, aktiv an der Bekämpfung der Pandemie mitzuwirken. Außerdem gehört ein solcher Einsatz in schwierigen Situationen zu unserer Pflicht als Johanniterinnen und Johanniter.“

In den ersten Wochen und Monaten im Winter kamen ältere Menschen sowie andere besonders gefährdete Personen, wie z. B. bestimmte Berufsgruppen zur Impfung. Später folgten weitere Hochrisikogruppen und auch jüngere Menschen. Ab Ende Juli konnten alle Impfwilligen sich im Velodrom täglich zwischen 11 und 17 Uhr auch ohne Termin impfen lassen. Viele der Impfgäste waren sehr dankbar für die lang ersehnte Immunisierung gegen COVID-19 – besonders ältere Menschen, weil sie nun aus ihrer sozialen Isolation befreit wurden und ihre Familien wieder besuchen konnten. „Man merkte jedem Geimpften die Freude und Erleichterung an. Das gibt einem viel zurück“, so die Leiterin des Impfzentrums, Andrea Ferber.

Die Arbeit im Impfzentrum wurde von den Mitarbeitenden als große Bereicherung empfunden. „Ich hatte das Glück, hier mit ganz tollen Menschen zusammenzuarbeiten, die alle von dem Ziel angetrieben waren, der Pandemie etwas entgegenzusetzen, Krankheit und Leid zu lindern und sich die ‚Normalität‘ Stück für Stück zurückzuerobern“, erzählt Olivia Sarah Tänzer, Inhaberin einer Agentur für Eventdesign und -produktion und Mitarbeiterin des Impfzentrums.

Die Berliner Johanniter werden sich künftig weiter an der Impfkampagne aktiv beteiligen und sich gemeinsam mit den anderen Berliner Hilfsorganisationen in mobilen Impfteams engagieren.

Impfzentren in Berlin

Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit hat die fünf Berliner Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für den Betrieb der Impfzentren der Hauptstadt beauftragt.