Quereinstieg

Im Interview: Thomas Hesse (43), er befindet sich seit einem Jahr in der generalistischen Ausbildung zum Pflegefachmann im Ambulanten Pflegedienst der Johanniter in Tübingen.

Wie bist Du zu den Johannitern gekommen?

Ich hatte mich bei zwölf Unternehmen beworben. Bei meinem Probetag bei den Johannitern habe ich mich im Pflegeteam gleich sehr gut aufgenommen gefühlt. Als ich dann die Zusage für den Ausbildungsplatz bekam, habe ich mich für die Johanniter entschieden. Meine Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut. Ich fühle mich sehr wohl im Ambulanten Pflegedienst in Tübingen. Das Miteinander im Team ist schön und die fachliche Kompetenz sehr hoch.

„Am schönsten finde ich, dass ich mit meiner Arbeit das Leben anderer bereichern kann und das bereichert auch mich.“

Du bist Quereinsteiger und drückst mit 43 Jahren nochmal die Schulbank: Was hast Du vorher gemacht und weshalb hast Du dich dann für die Pflege entschieden?

Ich bin gelernter Ledertechniker und war jahrelang international, aber auch viel alleine unterwegs. Nach langen Jahren im Ausland und mehreren Pflegefällen in der Familie, wollte ich wieder zurück nach Deutschland zu meiner Familie. Durch meine Mutter und Tante, die beide lebenslang in der Pflege gearbeitet haben, war ich mit den Aufgaben des Pflegeberufes vertraut. Zusätzlich hatte ich in meiner bisherigen Arbeit gemerkt, dass ich sehr gut mit Menschen umgehen kann und der Wunsch nach einer Aufgabe mit und am Menschen war groß.  

Beschreib‘ doch mal Deinen Arbeitsalltag. Was gefällt Dir daran am meisten?

Es ist eine Kombination aus vielem, was mir an meinem Arbeitsalltag gefällt. Mir macht der frühe Arbeitsbeginn um 6:00 Uhr morgens zum Beispiel gar nichts aus. Mein Arbeitstag endet so meist zwischen 14:00 und 14:30 Uhr. Und dann habe ich auch noch etwas vom Tag. Speziell im Winter ist es dann schön, noch etwas Tageslicht zu sehen. Außerdem fahre ich sehr gerne Auto. Als Pfleger lerne ich die unterschiedlichsten  Menschen in ihrer häuslichen Umgebung  kennen. Und manchmal bleibt auch Zeit für ein Gespräch. Am schönsten finde ich, dass ich mit meiner Arbeit das Leben anderer bereichern kann und das bereichert auch mich. Vor meiner Ausbildung hatte ich schon ein Praktikum in einem Pflegeheim absolviert. Dort war das Arbeiten zwar auch sehr schön, aber für mich ist die Arbeit im Ambulanten Pflegedienst der Johanniter in Tübingen aber genau das richtige. Ich mag dort besonders den Teamgeist und die fachliche Kompetenz.

Dein bisher schönstes Erlebnis mit/bei den Johannitern?

Ich bin seit einem Jahr dabei und freue mich, die Möglichkeit zu haben, meine theoretische Ausbildung auf der Johanniter-Pflegeschule in Wertheim zu absolvieren. Zum einen lernt man dort sehr viele verschiedene Leute kennen, auch international, beispielsweise aus Afghanistan und Indien. Das gefällt mir natürlich. Zum anderen ist die Ausbildung sehr interessant und vielschichtig.

Welche Möglichkeiten gibt es in der Pflege für Quereinsteiger?

Alle Möglichkeiten wie auch für junge Auszubildende. Man bekommt keine Sonderrechte in der Ausbildung, man muss genauso wie alle die gesamte Ausbildungsdauer absolvieren. Danach hat man die Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Einrichtungen zu arbeiten und vor allem: einen krisenfesten Job!

 

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