19.09.2022

Die besten Johanniter-Retter aus Hessen und Rheinland-Pfalz stehen fest

Erfolgreiche Olympiade der Retter in der Wiesbadener Innenstadt

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Wiesbaden/ Der Schlossplatz und der Warme Damm in Wiesbaden waren am Samstag fest in Johanniter-Hand. An dem Tag hat der Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) seinen Landeswettkampf durchgeführt und die besten Retter des Verbandes ermittelt.

Um die Wette retten bei lebhaftem Wind und garstigen Schauern

Alle zwei Jahre richten die Landesverbände der JUH ihren Landeswettkampf aus. Aufgeteilt nach Alters- und Ausbildungsstand messen sich die Mannschaften im fairen Wettstreit. Die Siegermannschaften vertreten im folgenden Jahr ihren Landesverband beim Tag der Johanniter, dem Bundeswettkampf der Landessieger.

Nach dem Jahrhundertsommer hatte das Planungsteam der Johanniter im Regionalverband Hessen West natürlich auf schönes Wetter gehofft, um die Wettkampfstationen zwischen Landtag und Rathaus sowie im Park vor dem Staatstheater mit Sonnenschein und blauem Himmel perfekt in Szene zu setzen. Nun, es kam anders. Aber gerettet wird bei jedem Wetter, also haben die Wettkampfteilnehmenden, alle zwischen neun und 50 Jahre alt, gezeigt, was sie in Erster Hilfe und Notfallrettung draufhaben. Die zumeist ehrenamtlichen Retterinnen und Retter haben sich in unterschiedlichen Kategorien gemessen, ausschlaggebend war der Ausbildungsstand: Die Kleinsten starteten als Ersthelfer von morgen, die Jugendlichen als Mitglieder von Schulsanitätsdiensten, darunter auch vom Gymnasium Taunusstein. Vom frischgebackenen FSJler bis zum Profi-Retter waren rund 130 Johanniter im Wettkampf, darunter auch zwei Rettungshundestaffeln.

Der Wettkampftag begann mit einem Gottesdienst und einem Theorietest in der Marktkirche. Für die praktischen Übungen verteilten sich die Mannschaften in den beiden Wettkampfbereichen. So kam es, dass publikumswirksam Unfallopfer, Schnitt- und Sturzverletzungen sowie Herz-Kreislauf-Attacken versorgt wurden. Die vermeintlichen Patienten waren allesamt speziell ausgebildete Helferinnen und Helfer aller Altersklassen, die professionell geschminkt wurden. Ihre Verletzungen und Erkrankungen haben die Mimen so realistisch dargestellt, dass zahlreiche Passanten zweimal hinschauen mussten, um zu erkennen, dass die Verletzungen nicht echt waren.

Schirmherr Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zu Gast

Der Wiesbadener Oberbürgermeister, Gert-Uwe Mende, hatte die Schirmherrschaft übernommen und war sowohl während des Wettkampfes als auch bei der anschließenden Siegerehrung zu Gast. In seinem herzlichen Grußwort lobte er die Einsatzfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Kameradschaft, die die Johanniter an diesem Tag gezeigt haben. Er führte fort, dass die Johanniter nicht nur eine tragende Säule im Rettungsdienst seien, sondern auch ein wichtiger Partner für Vereine, die Feuerwehr und die gesamte Blaulichtfamilie. Die Hilfe der Johanniter sei unverzichtbar und in dem gesamten System von Hilfeleistungen nicht mehr wegzudenken. Abschließenden dankte Mende allen Anwesenden für ihr großes ehrenamtliche Engagement für die Gesellschaft.

Die Johanniter im Regionalverband Hessen West freuten sich überdies sehr, dass trotz vollen Terminkalenders auch der Amtsleiter der Feuerwehr Wiesbaden, Andreas Kleber, an der Abendveranstaltung teilgenommen hat. Eine große Wertschätzung des Rettungsdienstträgers gegenüber der Hilfsorganisation.

Abwechslungsreiches Programm für die Besucher

Am Warmen Damm, wo eine Fahrzeugausstellung von Johannitern, Feuerwehr, THW und dem Autohaus Bayer, als einem der Unterstützer, aufgebaut war, landete am Vormittag auch einer der Intensivtransporthubschrauber der Johanniter Luftrettung.

Vor dem Hessischen Landtag stand der Ratiopharm-Erste-Hilfe-Truck als Mitmachangebot bereit: Besucher konnten darin spielerisch Wiederbelebungsmaßnahmen in einer digitalen Simulation üben. Beim Rundgang mit dem Oberbürgermeister gab Johanniter-Regionalvorstand Ulf Weyer alles, um den Patienten in Form einer Reanimationspuppe wiederzubeleben.

Die Gewinnermannschaften

Bei der Abendveranstaltung mit Siegerehrung im Wiesbadener Kurhaus waren die Nerven der rund 400 Teilnehmenden und Gäste zum Zerreißen gespannt. Als Sieger in den jeweiligen Kategorien gingen Teams aus den Johanniter-Regionalverbänden Mittelhessen, Bergstraße-Pfalz, Rhein-Main und Offenbach hervor.

 

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 29.000 Beschäftigten, mehr als 46.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.