03.06.2021 | Landesverband Niedersachsen/Bremen

Schule bald fertig, und dann?

Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützt junge Menschen bei der Orientierung in Corona-Zeiten

Mehr als ein Jahr Corona-Pandemie haben ihre Spuren hinterlassen. Aktuell haben besonders junge Menschen, die ihre Schule beenden, mit den Auswirkungen zu kämpfen. Neben Unterrichtsausfall sind viele Angebote zur Berufsorientierung und zur Studienwahl im Pandemiejahr weggefallen. Viele junge Menschen sind verunsichert, wie sie sich entscheiden sollen und in welche Richtung ihr weiterer Weg gehen soll. Der Bedarf an Orientierungsangeboten ist groß.

"Wir Johanniter bieten jungen Menschen im Rahmen eines Freiwilligendienstes die Möglichkeit, sich in einem tollen Team sozial zu engagieren, interessante Aufgaben zu übernehmen und sich nach der Schule auszuprobieren", sagt Uwe Beyes, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter in Niedersachsen/Bremen.

Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) können junge Menschen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren unter anderem das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) absolvieren. Das Angebot richtet sich an alle, die ihre Schulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Darüber hinaus gibt es auch den Bundesfreiwilligendienst (BFD), für den es keine Altersbeschränkung gibt.

"Wir trauen den jungen Menschen etwas zu und geben ihnen die Möglichkeit, sich gesellschaftlich einzubringen und sich zu orientieren", sagt Beyes. In den 60 Ortsverbänden der JUH in Niedersachsen und Bremen können interessierte junge Menschen beispielsweise in den Bereichen Rettungsdienst, Krankentransport, Fahrdienst, Hausnotruf, Menüservice, Erste-Hilfe-Ausbildung, Jugendarbeit oder Kindertageseinrichtungen aktiv werden und die Übergangsphase zum Ausbildungs- oder Studienplatz nutzen.

In den zwölf Monaten ihrer Tätigkeit werden Freiwilligendienstleistende in den unterschiedlichen Einsatzfeldern fachlich qualifiziert und pädagogisch begleitet. Darüber hinaus finden Wochenseminare statt, in dessen Rahmen ein Austausch von Erfahrungen und Reflexion stattfinden kann. Freiwilligendienste werden mit einem Taschengeld und Verpflegungsgeld vergütet. Die Freiwilligen sind sozialversichert und erhalten 29 Tage Urlaub. Die Voraussetzungen sind ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und der Führerschein der Klasse B, darüber hinaus natürlich die Freude am Umgang mit Menschen. Freiwilligendienste lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen als Vorpraktikum für die Berufsausbildung oder ein Studium anrechnen.

"Während eines Freiwilligendienstes können Schulabgänger bereits vor dem Berufseinstieg eine Menge Situationen kennenlernen, die sich sicherlich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung und anschließende Berufsfindung auswirken", sagt Beyes.

Weitere Infos zu den Freiwilligendiensten der Johanniter in Niedersachsen und Bremen unter: www.johanniter.de/fsj-bfd-nb

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Landesverband Niedersachsen/Bremen

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. erstreckt sich von der Nordsee bis in den Harz, zwischen der Lüneburger Heide und dem Emsland, in der Mitte das Bundesland Bremen. Ihm angeschlossen sind die fünf Regionalverbände Bremen-Verden, Harz-Heide, Niedersachsen Mitte, Südniedersachsen und Weser-Ems.

Von der ambulanten Pflege über Sanitäts- und Rettungsdienste bis hin zu Jugendarbeit und Kindertagesstätten - mit unseren Angeboten unterstützen wir Menschen in allen Lebenslagen. Rund 2.700 Menschen sind in unserer Region hauptamtlich für die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. tätig. Aus Liebe zum Leben engagieren sich zudem mehr als 7.000 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich in Niedersachsen und Bremen, darunter über 2.200 Johanniter-Jugendliche. Ohne die Unterstützung unserer gut 111.000 Fördermitglieder wäre all dies nicht möglich.