28.12.2020 | Regionalverband Bremen-Verden

Johanniter starten Impfungen gegen Coronavirus

Bereits am Sonntag nach Weihnachten sind die mobilen Teams der Johanniter und der Partnerorganisation ausgerückt, um die ersten Menschen in Bremer Pflegeheimen gegen das Coronavirus zu impfen.

Die 85-jährige Findorfferin Alice Oeßelmann war die erste Bremerin, die am Sonntag nach Weihnachten gegen das Coronavirus geimpft wurde. Foto: Baumann

Alice Oeßelmann war am Sonntag nach Weihnachten die erste Bremerin, die gegen das Coronavirus geimpft wurde. Die 85-Jährige und fast alle ihre Mitbewohner aus der Findorffer-Senioreneinrichtung an der Ansbacher Straße hatten sich bereit erklärt, das freiwillige Angebot zu nutzen. Bereits in den frühen Morgenstunden waren die mobilen Impfteams der Johanniter und des DRK mit insgesamt 14 Einheiten ausgerückt, um an diesem Tag die Bewohnern von sechs Seniorenheimen zu impfen.

Im ersten Schritt wurden rund 500 Menschen in den Pflegeheimen und das Pflegepersonal gegen Corona geimpft, weitere folgen in diesen Tagen. Insgesamt 5.000 Impfdosen wurden der Stadt Bremen zugeteilt, davon gingen rund 1.000 nach Bremerhaven. Nach jeweils 21 Tagen muss die Impfung wiederholt werden.

Am Montag sind dann auch die Impfungen in der Halle 7 an der Bürgerweide gestartet – ebenfalls für Personen der priorisierten Gruppe. Welche Personengruppen Schritt für Schritt als nächstes geimpft werden, wird in Abstimmung mit der Gesundheitssenatorin und dem Krisenstab erfolgen. Nach ersten Schätzungen soll die Impfung der ersten Priorität mit den entsprechenden Risikogruppierungen bis Februar 2021 andauern. 

Die mobilen Impfteams werden vom DRK und der Johanniter Unfallhilfe im Auftrag der Gesundheitssenatorin betrieben - das Impfzentrum in der Messehalle 7 mit Unterstützung des Malteser Hilfsdiensest, dem Arbeiter Samariter Bund, der Firma Joke, der Atlantik-Hotel-Group und der Bundeswehr. Die Betriebsleitung liegt bei der Johanniter Unfallhilfe, die ärztliche Leitung hat Jutta Dernedde übernommen.

Im Impfzentrum und bei den mobilen Teams arbeiten zurzeit 15 approbierte Ärztinnen und Ärzte, 15 impfbefähigte Personen, fünf Fachkräfte zur Aufbereitung des Impfstoffes, 52 Verwaltungshelfer und Servicekräfte. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, sollen das Personal sukzessive weiter aufgestockt und die Impfkapazitäten erhöht werden.

Zur Jahreswende wird aller Voraussicht nach die nächste Lieferung des BionTech-Impfstoffes in gleicher Größenordnung erwartet. Bürgermeister Andreas Bovenschulte zeigte sich zum Impfstart am Sonntag zuversichtlich, mahnte aber, dass es kein „Ziehen an der Bettdecke“ geben dürfe.