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15.03.2022 | Dienststelle Ortsverband Verden

Zweites Hotel wird bereits umfunktioniert

Die Johanniter in Verden betreiben Notunterkünfte für vertriebene Ukrainer*innen. Unterbringung zunächst in Hotels.

Die Johanniter betreiben seit Montag die Notunterkunft für vertriebene Ukrainer*innen im Gästehaus des Niedersachsenhofes sowie in Kürze auch im Hotel Maske. Foto: Nicole Baumann

Verden. Die Johanniter in Verden betreiben seit Montag die Notunterkunft für Ukrainer*innen im Gästehaus des Niedersachsenhofes. Auch die Verpflegung der Vertriebenen hat das Team des Hotels übernommen. „Wir sind sehr froh, dass Hotel als Notunterkunft nutzen zu können“, betonen Tanja Blimke und Andreas Laspe von der Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Verden. Sie sind dabei, Grundstruktur in die Einrichtung zu bringen, Arztscheine zu beantragen und Dollmetscher zu gewinnen. Nebenan läuft die Waschmaschine, eine Ukrainerin schaut durch die Tür – noch 38 Minuten dauert der Waschgang. Dann sind die nächsten dran.

Knapp 30 Zimmer hat das Haus, in einigen wurden Betten für die Kinder hinzugestellt. „Auch der psychiatrische Dienst kommt regelmäßig vorbei, um seine Unterstützung anzubieten“, erklärt Blimke. Momentan seien rund 50 Personen in dem Hotel untergebracht. „Es sind ausschließlich Frauen mit ihren Kindern sowie Jugendliche bis 18 Jahre“, sagt sie. Ihr Blick fällt auf ein Zimmer, in dem sich Kartons bis an die Decke stapeln. „Das sind Kleider-Spenden, die Bürger hier spontan vorbei gebracht haben“, sagt die Johanniterin. Leider sei es viel zu viel und man könne nichts mehr annehmen. „Wir werden Kontakt mit der Caritas und dem Mehrgenerationshaus aufnehmen. Vielleicht nehmen sie uns einige Kartons ab.“ Was gebraucht werde, seien Dollmetscher und eventuell Personen, die Lust haben, den Ukrainerinnen Grundkenntnisse in der Deutschen Sprache zu vermitteln. „So könnten sie sich hier zumindest ein bisschen verständlich machen“, hofft Blimke. Aktuell würden die meisten Vertriebenen im Haus leider auch kein Englisch sprechen.

Die Johanniter in Verden werden in den nächsten Tagen ein weiteres Hotel, das Hotel Maske zur Notunterkunft umfunktionieren und betreiben. Gespräche gibt es auch hinsichtlich der BBS. „Wir richten uns relativ kurzfristig nach den Bedarfen, die uns der Landkreis übermittelt“, erklärt Christoph Fandrich, Sanitätsdienstleiter der Johanniter in Verden.