21.11.2020 | Regionalverband Harz-Heide

Pakete packen im Namen der Nächstenliebe

Der Johanniter-Weihnachtstrucker rollt wieder: Hilfe für die ärmsten Menschen Europas

Regionalvorstand Christian Bauer packt natürlich auch ein Paket. Foto: Schweiger

Braunschweig. Es mag für den ein oder anderen nicht ganz einfach sein, in diesem so besonderen Jahr den Zauber der Weihnacht zu verspüren. Umso wichtiger, dass die Johanniter am morgigen Samstag den Startschuss für ihre große, deutschlandweite Hilfsaktion geben: Der Johanniter-Weihnachtstrucker rollt wieder im Regionalverband Harz-Heide.

Ab sofort werden wieder Pakete gepackt – in Kitas und Schulen, Firmenbüros oder dem heimischen Wohnzimmer. Hinein in den Karton kommen haltbare Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Kleinigkeiten für Kinder: Mehl, Reis, Öl, Nudeln und Kekse, dazu Deo, Duschgel Zahnbürsten und -pasta. Dinge, die die meisten Menschen in Mitteleuropa ganz selbstverständlich im Alltag nutzen, einer Familie in Rumänien, der Ukraine oder Bulgarien aber durch die härteste Winterwochen helfen können. Vor 26 Jahren wurde das Projekt „Weihnachtstrucker“ in Bayern ins Leben gerufen, mittlerweile wird es bundesweit durchgeführt - erfolgreich: 64.400 Pakete wurden 2019 mit 51 LKWs nach Albanien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien und in die Ukraine geschickt.

„Ich freue mich, dass wir uns bereits zum vierten Mal an dem Projekt beteiligen“, sagt Regionalvorstand Christian Bauer. „Anderen Menschen zu helfen, das ist für uns als christliche Hilfsorganisation eine unserer ursprünglichen Aufgaben. Insbesondere in diesen fordernden Zeiten möchten die Johanniter für andere da sein.“

Zahlreiche Unterstützer haben in den vergangenen Jahren in der Region tausende Pakete gepackt. Für den Inhalt gibt es eine vorgegebene Packliste, dadurch wird garantiert, dass jeder Empfänger am Ende den gleichen Inhalt erhält.
Aktuell sorgt natürlich die Corona-Pandemie für Beschränkungen: Um die Gesundheit aller Beteiligten – vom Spender bis zum Empfänger – zu schützen, gelten neue Regeln für die Konvois. Nur wenn es die Coronavirus-Situation in Deutschland und den Zielorten  nach Information des Robert-Koch-Instituts erlaubt, werden sich Konvois auf den Weg machen. Der persönliche Kontakt bei der Übergabe wird auf ein Minimum beschränkt. Falls die Situation einen Weihnachtstrucker-Konvoi nicht zulässt, wird bereits an einer Alternative für den Transport in die Zielländer und die Verteilung gearbeitet. Außerdem gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, ein „virtuelles“ Paket zu packen. Das geht so: Wer Geld spendet, finanziert damit Teile des Inhalts oder ein komplettes Päckchen. Mit dem Geld stellen die Partner in den Empfängerländern die Pakete zusammen und verteilen sie auf kurzem Weg.