30.07.2021 | Regionalverband Niedersachsen Mitte

Johanniter aus Niedersachsen Mitte fahren erneut ins Katastrophengebiet

80 Helfer aus Wunstorf, Ronnenberg, Langenhagen und Landesbergen unterstützen in Bad Neuenahr/Ahrweiler

Die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten ist weiterhin angespannt. Aus diesem Grund schickt die Johanniter-Unfall-Hilfe in Niedersachsen Mitte ein zweites Kontingent in den besonders stark betroffenen Kreis Ahrweiler. Auftrag ist die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung der Bewohnenden der Stadt Bad Neuenahr/Ahrweiler und der angrenzenden Orte sowie der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern und die Versorgung von Einsatzkräften. „Die Bereitschaft unserer Ehrenamtlichen vor Ort helfen zu wollen, ist sehr groß“, sagt Michael Homann, Mitglied im Vorstand des Regionalverbands Niedersachsen Mitte. „Nach einem Kontingent aus Hannover sind nun Johanniterinnen und Johanniter aus Wunstorf, Ronnenberg, Langenhagen und Landesbergen seit heute Morgen unterwegs, um die Menschen vor Ort zwei Tage lang zu unterstützen.“ Michael Homann dankt den Einsatzkräften ebenso wie ihren Arbeitgebern, dass sie ihr Personal für diesen wichtigen Einsatz freistellen.

Die Einsatzleitung vor Ort haben Verbandsführer Timo Brüning vom Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer sowie Zugführer Sebastian Hochgräfe vom Nordhannoverschen Ortsverband. Die Johanniter gehen mit 80 Helferinnen und Helfern sowie 28 Fahrzeugen mit Anhängern in den Einsatz. Mit dabei sind drei Gerätewagen Sanität. Das sind Zehntonner mit Material zur Erstellung von zwei Unfallhilfsstellen. Außerdem fahren ein Küchenkraftwagen mit Feldküche mit, ein Wechsellader mit einer kompletten technischen Werkstatt, mehrere Rettungswagen, kleine Kommandowagen zum Erkunden der Umgebung und diverse Mannschaftstransportwagen zur Versorgung der Einsatzkräfte. Der Ortsverband Wunstorf-Steinhude stellt den Führungskraftwagen, von dem aus der Einsatz der Johanniter koordiniert und mit der Gesamteinsatzleitung vor Ort abgesprochen wird. „Wir stehen in einem ständigen und direkten Austausch mit den anderen Hilfsorganisationen, um möglichst effizient helfen zu können“, sagt Michael Homann. Die Verpflegung der Einsatzkräfte übernimmt der Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer, der auch eine PSNV-Staffel mit ausgebildeten Helferinnen und Helfern für die psychosoziale Notfallbetreuung stellt. Der Nordhannoversche Ortsverband entsendet eine Patiententransportstaffel, aus allen Verbänden kommen - vom Sanitätshelfer bis zum Arzt – die Kräfte für den Einsatzzug Sanität/Betreuung.

Von Johannitern aus dem gesamten Landesverband Niedersachsen/Bremen haben die nun entsandten Helferinnen und Helfer bereits berichtet bekommen, worauf es derzeit im Kreis Ahrweiler ankommt. Die Bewohner und angereisten freiwilligen Helfenden verletzen sich häufig bei den Aufräumarbeiten und müssen behandelt und gegen Tetanus geimpft werden. Vor Ort ansässige Hausärzte praktizieren in Provisorien, um ihre Patienten mit Medikamenten versorgen zu können und sind für Unterstützung dankbar. Die Johanniter werden nicht nur mit mobilen Unfallhilfsstellen unterwegs sein, sondern auch bei technischen Problemen dank guter Ausrüstung vielerorts helfen können.

 

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und "Aktion Deutschland Hilft" rufen zu Spenden auf:

Stichwort: "Hochwasserkatastrophe", IBAN: DE94370205000433043300 (Bank für Sozialwirtschaft) Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort "Hochwasser Deutschland", IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft) „Aktion Deutschland hilft"