23.08.2021 | Ortsverband Hannover-Wasserturm

Johanniter bieten Sommerschule an

Die Pandemie hat bei vielen Schülern und Schülerinnen zu Lerndefiziten beigetragen. Diese sollen in der von den Johannitern umgesetzten Sommerschule aufgeholt werden.

Für die neunjährige Lena und ihre Schwester Greta waren die vergangenen Monate nicht einfach: Wieder fiel der Präsenzunterricht aus, kein gemeinsames Lachen und Lernen mit Freunden, Mitschülern und Lehrkräften, nur wieder alleine vor den Aufgaben sitzen. Wie bei vielen anderen Schülern und Schülerinnen in Deutschland waren die pandemiebedingten Einschränkungen eine deutliche Belastung für die Mädchen, die sich nun in Lernrückständen bemerkbar macht. Um diese Lerndefizite aufzuholen bieten die Johanniter im Ortsverband Hannover-Wasserturm auf Initiative der Stadt Hannover zusammen mit den Kooperationsschulen Grundschule Glücksburger Weg und Grundschule Fichteschule erstmalig die sogenannte „Sommerschule“ an, in der die Kinder der Klassen 1 bis 4 bis zu drei Wochen lang betreut und unterrichtet werden. „Wir Johanniter helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird. Jetzt brauchen die Kinder, die in der Pandemie viele Einschränkungen im Schulalltag erfahren mussten, unsere Unterstützung. Mit unserem Sommerschulprogramm versuchen wir, den Kindern die benötigte Förderung zu geben, indem wir einen Wechsel aus Lernen, Spiel und Spaß anbieten“, sagt Susanne Schmiechen, Fachbereichsleitung Ganztagsschulen im Ortsverband Hannover-Wasserturm.

In enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der jeweiligen Schule stellten die Schulkoordinatoren der Johanniter entsprechendes Unterrichtsmaterial zusammen, das den einzelnen Lernbedarf der teilnehmenden Schüler und Schülerinnen berücksichtigt. Vor allem die Fächer Mathe und Deutsch stehen hoch im Kurs. Trotz Ferien ist die Begeisterung und Motivation der Kinder groß: „In den letzten Monaten waren die Kinder viel zu Hause, daher freuen sie sich besonders, hier zu sein. Für sie ist es ein gewohntes Umfeld, wo sie mit ihren Freunden zusammen sein und sich gegenseitig helfen können“, sagt Yulia Semenuk, Johanniter-Koordinatorin an der Grundschule Fichteschule. „Für die Eltern ist das ebenfalls eine Entlastung, da diese zum Teil mit der schwierigen Gesamtsituation überfordert waren und demnach den Kindern nicht immer die Unterstützung bieten konnten, die vielleicht benötigt wurde.“ Auch die für den Unterricht eingestellten Lehramtsstudenten schätzen das Projekt: „Praktische Bezüge sind in unserem Bereich sehr wichtig. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten leider die im Studium eingegliederten Schulpraktika nicht stattfinden. Für uns ist die Sommerschule nun eine tolle Möglichkeit diese praktischen Erfahrungen nachzuholen und gleichzeitig zu lernen, wie man eigenverantwortlich arbeitet“, so Michelle Muraschow, Lehramtsstudentin an der Grundschule Fichteschule.

Nach dem dreistündigen Unterricht geht es für Kinder in die Ferienbetreuung, die ein fester Bestandteil des Angebotes der Ganztagsschulbetreuung der Johanniter ist. Hier steht ein breites Beschäftigungsprogramm mit Spiel, kreativen Arbeiten und thematischen Ausflügen auf dem Plan. Erst vergangene Woche ging es für die Kinder anlässlich des Themas „Helden“ zur Johanniter-Rettungswache, um dort einen Einblick zu bekommen, was die „Helden des Alltags“ so machen.