25.04.2020 | Regionalverband Südniedersachsen

Zwei weitere Einsätze in Corona-Zeiten

Sucheinsätze der Johanniter-Rettungshundestaffel in der Nähe von Holzminden und Northeim

Braun/weißer Rettungshund mit Johanniter-Kenndecke schaut von einer Anhöhe herunter..

Die Rettungshundestaffel Südniedersachsen wurde Samstagnacht gegen 22.30 Uhr zu einem Sucheinsatz alarmiert. Dies war bereits die vierte Alarmierung in der Corona-Zeit. In der Nähe von Golmbach im Landkreis Holzminden wurde eine Frau vermisst. Die etwa 40-Jährige wurde zuvor gegen 20.30 Uhr von zwei Wohnmobil-Campern auf einen Feldweg gesehen. Die obdachlose und scheinbar verwirrte Frau fragte das Pärchen nach einem Schlafplatz und verschwand anschließend in Richtung Wald. Im Einsatz waren sieben geprüfte Teams der Johanniter Rettungshundestaffel Südniedersachsen und drei Teams des Bundesverbandes Rettungshunde e.V. (BRH) Dreiländereck Holzminden. Vor Ort waren außerdem die Führungskomponente der Regionalbereitschaft, die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Johanniter in Northeim sowie die Versorgungskomponente aus Bad Gandersheim.

Darüber hinaus waren Funkstreifenwagen der Polizei und der Polizeihubschrauber „Phönix“ an der Suche beteiligt. Koordiniert wurde der Gesamteinsatz durch den Gemeindebrandmeister der Feuerwehr Bevern. Diese war neben den Feuerwehren aus Golmbach und Warbsen ebenfalls an der Suche beteiligt. Aus aktuellem Anlass wurden auch bei diesem Einsatz wieder die notwendigen Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten und die Atemschutzmasken getragen. Gegen 2.30 Uhr konnte die Vermisste von den Johanniterinnen Katharina Rathmann, Lisa-Marie Noll und der Rettungshündin Enya gefunden werden. Sie entdeckten die leichtbekleidete Frau barfuß hinter einem Holzstapel und fanden sie unterkühlt aber wohlauf vor.

Eine weitere Einsatzalarmierung erfolgte bereits vergangenen Donnerstagnachmittag von der Polizei Northeim. Vermisst wurde seit vorangegangener Nacht ein 33-Jähriger Mann mit Verdacht auf suizidale Absichten. Mit im Einsatz waren neun geprüfte Teams der Johanniter-Rettungshundestaffel Südniedersachsen, die Führungskomponente und das PSNV-Team der Regionalbereitschaft, die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Johanniter in Northeim sowie die Versorgungskomponente aus Bad Gandersheim. Darüber hinaus waren die Polizei Northeim, der Polizeihubschrauber „Phönix“ und ein Personenspürhund der Polizei aus Celle an der Suche beteiligt. Die Einsatzkräfte suchen unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen die im Suchgebiet befindlichen Wald-, Feld- und städtischen Bereiche ab. Noch am selben Abend um 21.25 Uhr wurde die Suche vorerst durch die Polizei abgebrochen. Am Freitagmorgen erhielten die Johanniter die Info, dass der Vermisste noch in der gleichen Nacht in Höhe Lutterberg an der A7 von der Polizei aufgegriffen werden konnte.

Wir freuen uns, dass beide vermissten Personen wohlauf gefunden werden konnten.

Die Rettungshundestaffel bedankt sich bei allen Beteiligten für die gute und kollegiale Zusammenarbeit. Passt auf Euch auf und bleibt gesund!