15.09.2021 | Ortsverband Einbeck

Ministerin Daniela Behrens zu Besuch bei den Johannitern in Einbeck

Die Sozialministerin informierte sich gemeinsam mit Bundestagskandidatin und Mitglied des Landtages Frauke Heiligenstadt, Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und weiteren SPD-Mitgliedern über die Arbeit der Johanniter.

Gruppenbild vor einem RTW

Daniela Behrens, Niedersachsens Sozialministerin, war gemeinsam mit weiteren Politikern am Samstag, den 11. September, Gast bei den Johannitern in Einbeck.  Begrüßt wurden sie von Regionalvorstand Jörg Dodenhöft, der die Besucher über die Struktur der Johanniter-Unfall-Hilfe informierte. Dienstellenleiter Marc Küchemann berichtete im Anschluss von der Entstehung des jungen Ortsverbandes Einbeck, der im Juli 2018 auf Grund einer Umstrukturierung der Rettungswachen im Landkreis Northeim, gegründet wurde und über dessen Leistungsbereiche.

Diese Umstrukturierung war auch Grund für Frauke Heiligenstadt, diesen Besuch Ministerin Behrens vorzuschlagen. “Hier hat es deutliche Veränderungen gegeben, die gemeinsam bewältigt wurden. Ich zolle allen Beteiligten allerhöchsten Respekt was für umfangreiche Arbeit hier geleistet wird und was alles hier gemacht wird.“

Sehr schnell fokussierte sich der Austausch auf zwei Themen: die zurückliegenden Hochwasser-Einsätze der Johanniter in Bad Neuenahr-Ahrweiler und die geleistete Arbeit in der Corona-Pandemie.

Marc Küchemann, der gleichzeitig auch Regionalbereitschaftsführer ist, erklärte, dass am 18. Juli die Johanniter aus Südniedersachsen mit rund 90 Helfern ihre mobile Krankenstation, den Behandlungsplatz 50 (BHP50), nach Ahrweiler verlegt hatten: „Wir waren die erste große Sanitätskomponente vor Ort und haben Bevölkerung und Einsatzkräfte sanitätsdienstlich betreut. Zwei weitere Einsätze folgten. Insgesamt haben unsere Helfer dort 25.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.“ Auch bei der Bewältigung der Corona-Pandemie reagierten die Johanniter sehr schnell als es darum ging, Testungen bei großen Ausbrüchen durchzuführen, so Küchemann.

Thorsten Ernst, Geschäftsbereichsleiter Einsatzdienste im Landesverband Niedersachsen/Bremen appellierte an die Politiker aus dem Ahrweiler-Einsatz jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen. „Es ist nicht alles reibungslos verlaufen, deshalb ist eine gemeinsame Nachbetrachtung wichtig. Auch die Erfahrungen aus der Bewältigung der Corona-Lage sollten gut aufgearbeitet werden und als Chance gesehen werden zukünftig noch besser zu werden.“ Wichtig ist auch, die Fähigkeiten auf mehreren Schultern zu verteilen und alle Hilfsorganisationen in die Gefahrenabwehr einzubinden.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel betonte: „Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie haben alle Beteiligten gut zusammengearbeitet. Diese Pandemie hätten wir ohne gut aufgestellte Hilfsorganisationen nicht in den Griff bekommen. Ob es ihr Einsatz bei den Testungen oder beim Impfen ist. Das ehrenamtliche Engagement der Helfer ist nicht mit Geld bezahlbar. Danke!“ Auch Ministerin Daniela Behrens lobt die Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie: „Dies war ein hartes Stück Arbeit, dass alle gemeinsam gut gemacht haben.“

 Auf Nachfrage der Ministerin erläuterte Thorsten Ernst die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) der Johanniter für Helfer bei belastenden Einsätzen wie in Ahrweiler. „Wir sind in diesem Bereich mit professionell ausgebildeten Teams sehr gut aufgestellt. In den Einsätzen in Ahrweiler waren PSNV- Mitarbeiter für unsere Kräfte vor Ort. Bei Bedarf erfolgte eine Einsatznachsorge bis hin zur Vermittlung zu professionellen Psychologen.“ Thorsten Ernst hob hervor, wie ausschlaggebend es ist allgemein eine Struktur für Helfer zu schaffen, um sie in die Lage zu versetzen, helfen zu können.

Gäste und Gastgeber stimmten überein wie wichtig ein gut organisierter Bevölkerungsschutz ist und, dass die Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen mit Bund, Ländern und Kommunen immer weiter gestärkt und ausgebaut werden muss.  Zusammengefasst haben die Johanniter diese Forderungen in ihrem Positionspapier zur Bundestagswahl, dass den Politikern bereits im Vorfeld des Besuches ausgehändigt worden war.

Zum Schluss führte Tina Grünemay, Praxisanleiterin der Johanniter, die Gäste durch die Räumlichkeiten des Ortverbandes und die Besichtigung eines Rettungswagens rundete den Termin ab.

Mehr über das Positionspapier der Johanniter zur Bundestagswahl erfahren Sie hier: juh.link/93ptxz