08.10.2021 | Regionalverband Südniedersachsen

Bombenevakuierung in Göttingen – Großaufgebot der Johanniter im Einsatz

108 Helfer aus Südniedersachsen, Harz-Heide und Niedersachsen Mitte im Einsatz

Einsatzkräfte vor einer Schule

Gestern am frühen Vormittag wurde bei Bauarbeiten am Weender Tor in Göttingen eine 5-Zentner-Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bevölkerung wurde innerhalb 1000 Meter-Radius um die Fundstelle evakuiert. Dazu gehörten große Teile des Göttinger Zentrums, die Altstadt und Teile des Ostviertels. Betroffen waren etwa 20.000 Menschen. In kürzester Zeit mobilisierten die Johanniter insgesamt 108 Einsatzkräfte um, wie bereits Anfang des Jahres, maßgeblich bei der Evakuierung der Bevölkerung zu helfen.

Die Regionalbereitschaft der Johanniter aus Südniedersachsen war mit Unterstützung von Kollegen aus dem Regionalverband Harz-Heide im Einsatz. Die Helfer stammten aus den Ortsverbänden Göttingen, Einbeck, Hildesheim, Holzminden, Braunschweig, Salzgitter, Celle und Uelzen. Ihre Aufgabe bestand in der Betreuung des Evakuierungszentrums im Felix-Klein-Gymnasiums. An der Schule richteten die Johanniter zwei Sporthallen dafür ein. Die Verpflegungskomponente aus Bad Gandersheim sorgte für das leibliche Wohl von Einsatzkräften und Evakuierten. Am späten Abend lösten Johanniter aus dem Ortsverband Wunstorf Teile der Helfer ab. Um Mitternacht hielten sich zirka 600 Gäste im Evakuierungszentrum auf, davon viele Familien mit Kindern.  0:40 Uhr konnte die Weltkriegsbombe sicher entschärft werden und die Menschen, die zu Fuß nachhause gehen konnten, brachen auf. Viele, die auf Transporte angewiesen waren, hielten sich noch bis zum Morgen in der Unterkunft auf, so dass die Johanniter 100 Personen mit einem Frühstück versorgten.  Marc Küchemann, Sebastian Multhoff und Stephan Siebold, die sich die Einsatzleitung teilten, sind sich einig: „Wir sind mit dem Einsatz sehr zufrieden und danken allen unseren Helfern für ihr außerordentliches Engagement. Wir freuen uns, dass wir mit einer so starken und kompetenten Manpower bei der Evakuierung der Menschen helfen konnten.“