17.12.2020 | Ortsverband Hude

Weser-Ems schickt 571 Pakete auf die Reise in die Ukraine

Johanniter-Weihnachtstrucker unterstützt bedürftige Familien in Osteuropa

Christiane Willuweit, Koordinatorin für den Johanniter-Weihnachtstrucker im Regionalverband Weser-Ems, sammelte insgesamt 571 Hilfspakete ein.
23 Pakete steuerte der Ortsverband Hude mit seinem Ortsbeauftragten Andreas Feige für die Johanniter-Hilfsaktion „Weihnachtstrucker“ bei.

Insgesamt 571 Pakete mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln für den Alltagsbedarf einer vierköpfigen Familie haben jetzt die Johanniter aus dem Regionalverband Weser-Ems auf die Reise geschickt. Über ein Sammellager der Johanniter in Wunstorf werden die Pakete weitergeleitet an bedürftige Familien in Osteuropa, vor allem in den rückständigen Regionen in Rumänien und in die West-Ukraine, in der zahlreiche Flüchtlinge aus dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Osten des Landes Zuflucht gefunden haben. „Die Hilfsbereitschaft war gigantisch“, sagt Christiane Willuweit vom Ortsverband Oldenburg, die die Aktion im ganzen Regionalverband koordiniert. Gesammelt wird in den Ortsverbänden. Besonders fleißig waren die Johanniter im Landkreis Cloppenburg, die alleine fast die Hälfte aller Pakete gesammelt haben. Genau 288 Kartons mit Nudeln, Mehl, Zucker, Speiseöl, Keksen, Zahnbürsten und vieles mehr haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Garrel und Cloppenburg zusammenbekommen.

Ebenfalls eine dreistellige Anzahl vermeldet der Ortsverband Edewecht mit seinen Sammelstellen, dem Ammerländer Kamin- und Ofenstudio AKOS von Ralf Gauger, der ESSO Station Bruns in Rastede sowie ESSO und Autohaus Bruns in Wiefelstede. Zudem wurden drei Pakete bei Daniela Bruns zuhause abgegeben, so dass insgesamt 105 Pakete zusammen kamen. Besonders aktiv war auch der Ortsverband Hude, dessen ehrenamtliche Helferschaft eigens verlängerte Öffnungszeiten in der Dienststelle zur Annahme der Pakete angeboten hatte. Hier konnten die Bürgerinnen und Bürger die Paketinhalte auch lose anliefern. „Wir haben dann alles zusammengepackt in vorbereitete Kartons mit weihnachtlichen Motiven“, sagt Ortsbeauftragter Andreas Feige. 23 vollständig gepackte Kartons kamen so zusammen, deutlich mehr als im vergangenen Jahr. „Dafür möchten wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern aus Hude ganz herzlich bedanken“, sagt Andreas Feige. Sehr aktiv waren auch in diesem Jahr die Johanniter aus der Wesermarsch. In Nordenham sammelten die Johanniter-Tagespflege Nordenham und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde zusammen 18 Pakete, die noch junge Helferschaft des Stützpunktes Brake 19 Pakete und der Ortsverband Stadland fünf Pakete.

Der Ortsverband Delmenhorst steuerte neun Pakete bei, der Kindergarten „Grüner Baum“ und der Kinderhort „Grüner Baum am Wall“ in Emden sieben Pakete. Den Ortsverband Osnabrück erreichten zwei Pakete, den Ortsverband Wittmund ein Paket. Viel kam in Oldenburg zusammen. Die Kinderkrippe „Unter den Eichen“ sammelte elf Pakete, der Kindergarten „Adenauerallee“ 18 und die Tagespflege „Am Bürgerbusch“ drei. Christiane Willuweit packte auch selber. Dank einer Spende der Manitowoc Crane Group Germany GmbH Wilhelmshaven in Höhe von 1000 Euro konnten 40 Pakete gepackt werden, weitere 22 Pakete wurden von Spendern im Ortsverband abgegeben, so dass der Ortsverband Oldenburg insgesamt 94 Hilfspakete beisteuert.

All das wäre nicht möglich gewesen ohne zahlreiche aktive Helferinnen und Helfer. Ernst Kroeck, Leiter der Tagespflege „Am Bürgerbusch“ und Mitglied der ehrenamtlichen Bereitschaft des Ortsverbands Oldenburg, half beim Packen der 40 Pakete. Andreas Rempe, Ortsbeauftragter des Ortsverbands Garrel, fuhr eine große Lieferung ins Sammellager in Wunstorf. „Ganz besonders danken möchte ich aber ausdrücklich allen Helferinnen und Helfern sowie allen Spendern, die ihren Beitrag in diesem Jahr geleistet haben“, betont Christiane Willuweit. Immerhin gingen in diesem Jahr 89 Hilfspakete für bedürftige Familien mehr auf die Reise aus im vergangenen Jahr. Und das, obwohl corona-bedingt die vielen großen Packaktionen etwa in Kindergärten, Schulen und Unternehmen abgesagt werden mussten. „Wir sind sehr stolz und froh über die große Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region“, sagt Christiane Willuweit, bevor sie sich in das Führerhaus des Lkw schwingt und zur letzten Fahrt Richtung Wunstorf aufbricht. Den Transport nach Osteuropa übernehmen jetzt Logistikunternehmen. Eigene Lkw schicken die Johanniter in diesem Jahr nicht los. Ebenfalls wegen der Corona-Pandemie.

Bereits jetzt sammeln die Johanniter wieder Spenden für den Weihnachtstrucker: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.; IBAN: DE89 3702 0500 0004 3030 02; BIC: BFSWDE33XXX; Stichwort: Weihnachtstrucker.