12.01.2021 | Ortsverband Oldenburg

Mach et jut, Jünter

Die Johanniter trauern um Günter Wilske

Wenn er kam, war Stimmung im Laden. Günter Wilske wurde am 11. Juni 1943 in Ost-Berlin geboren und ist im Herzen Berliner geblieben, was niemanden verborgen blieb. Trotz der 30 Jahre, die er nach seinem Umzug kurz nach der Wende aus der DDR nach Oldenburg in der norddeutschen Tiefebene verbracht hatte - seinen Berliner Akzent und die offene, herzliche und manchmal burschikose Art hatte er nie abgelegt. Wenn er in Dienst war und auch später bei seinen häufigen Besuchen als Rentner auf einen Kaffee in der Rettungswache verbreitete er stets gute Stimmung. Zu erzählen hatte er immer etwas und tat dies auf eine so humorvolle Art, dass jede und jeder gerne zuhörte. "Jünter" nannten ihn alle nur, er sich selber eingeschlossen. "Ick bin der Jünter", stellte er sich neuen Kollegen gerne vor. Genauso viel Herz zeigte er beim Retten von Menschenleben und bei der Versorgung von Erkrankten und Verletzten.

Noch in der damaligen DDR wechselte der gelernte Schlosser zur so genannten Schnellen Medizinischen Hilfe (SMH). Nach der Wende zog er mit seiner Frau Sabine nach Oldenburg, die hier eine Stelle als Anästhesistin antrat. Günter trat am 15. Januar 1990 dem Ortsverband Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe bei und absolvierte Ausbildungen zunächst als Hilfspfleger und Krankentransporteur. Im April 1992 bestand er seine Ausbildung zum Rettungssanitäter und blieb bis zu seinem Tode den Johannitern eng verbunden. „Jünter“ starb Heiligabend. Sein Tod lässt uns voller Trauer zurück. Unsere Gedanken und Gebete sind bei seinen Angehörigen.