28.01.2021 | Ortsverband Oldenburg

Kurzfristiger Einsatz ermöglicht ersten Oldenburger Impftag

Gegen COVID-19: Johanniter impfen und werden selber geimpft

Dank ihres kurzfristigen Einsatzes konnte der erste Impftag im Impfzentrum Oldenburg durchgeführt werden (hinten von links): Lukas Dulitz, Bruno Herminio Nascimento, Tjark Meents und Michael Will. Vorne Niels-Holger Brunkau und Christiane Willuweit.

Mehr als 400 Mitarbeitende aus Rettungsdienst und Intensivpflegedienst wurden vergangenes Wochenende im Oldenburger Impfzentrum gegen COVID-19 geimpft. Darunter waren auch rund 80 Rettungskräfte des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe. Als Personal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zählen die geimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur ersten Impfgruppe.

Seit dem 15. Dezember ist das Oldenburger Impfzentrum in der Weser-Ems-Halle eingerichtet und einsatzbereit. Als „Premiere“ wurden am vergangenen Wochenende rund 400 Einsatzkräfte aus dem Oldenburger Rettungsdienst sowie Fachkräfte aus der Palliativ- und Intensivpflege geimpft. Die Oldenburger Johanniter gehörten nicht nur zu den geimpften Personen, sondern setzten auch selber die Spritze an. Grund waren widersprüchliche Aussagen zur Lieferfähigkeit des Impfstoffs, wodurch die Planungen für den Termin erschwert wurden. Nachdem sehr kurzfristig die Lieferung zugesagt worden war, drohte der Termin zu scheitern, da die Leitung Probleme hatte, am Wochenende entsprechendes Fachpersonal für das Impfzentrum zu bekommen.

Glücklicherweise konnte Niels-Holger Brunkau, Rettungswachenleiter des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe, am Freitagnachmittag den Organisatoren des Impfzentrums Unterstützung melden. Sechs Oldenburger Johanniter, darunter zwei Impfberechtigte, hatten sich kurzfristig bereiterklärt, neben der Teilnahme am eigenen Impftermin noch den kompletten Ablauf zu unterstützen. Lukas Dulitz, Tjark Meents, Bruno Herminio Nascimento, Michael Will, Niels-Holger Brunkau und Christiane Willuweit sorgten von morgens bis abends dafür, dass alle eingeladenen Fachkräfte mit der ersten Impfung versorgt werden konnten. Dabei überprüften sie auch, ob die geplanten Abläufe sich auch im Realbetrieb umsetzen lassen.

Niels-Holger Brunkau, der die Personen nach dem Impfvorgang betreute, berichtete von durchweg positiven Rückmeldungen auf die Aktion. „Die meisten Fachkräfte sind froh, dass sie in jetzt absehbarer Zeit in ihrer schwierigen Arbeit besser geschützt sind“, sagte Brunkau, der sich schon auf den zweiten Impftermin am Valentinstag freut.