17.06.2021 | Ortsverband Nordenham

Nordenhamer Hilfsgüter gehen in den Senegal

Private Initiative bittet Johanniter um Hilfe

Hilfsgüter für Afrika (von links): Alexandra van Nissen, Mohamet Touray, Max-Peter Michel und Rolf Krause.

Mit anderen gleichgesinnten Organisationen arbeitet die Auslandshilfe des Ortsverbands Nordenham schon seit vielen Jahren zusammen. Jetzt hatte die von Max-Peter Michel und seinem Vorgänger Rolf Krause angeführte Truppe Gelegenheit, eine private Initiative zu unterstützen. Dabei handelt es sich um die Bremer Anwältin Alexandra van Nissen und ihren Partner Mohamet Touray, der vor drei Jahren aus dem Senegal nach Deutschland gekommen ist. Von der Armut in seinem Heimatland hat er oft in Bremen erzählt, so dass es schon bald zu ersten privaten Hilfslieferungen in das ländliche Umfeld der Hauptstadt Dakar gekommen ist. Zunächst waren es insbesondere selbstgekaufte Schulutensilien, die an einen Freund Tourays, der im Senegal als Lehrer tätig ist, geschickt wurden. Da aber Kauf und Transport nicht unerhebliche Kosten verursachte, sann van Nissen nach anderen Möglichkeiten, um Hilfsgüter zu organisieren.

So bekam sie Kontakt zur Nordenhamer Auslandshilfe, deren Lager insbesondere deshalb überfüllt ist, weil im Zuge der Covid-19-Pandemie nun schon drei Transporte nach Litauen und Lettland abgesagt werden mussten. Und so tauchte die Bremer Anwältin jetzt mit ihrem Partner und einigen Helfern in Nordenham auf, um einen Kleintransporter mit Fahrrädern, Spielzeug, Rollatoren und Geh-Hilfen zu beladen. Hinzu kamen noch Jugendtrikots, die vom 1. FC Nordenham und vom VfL Brake gespendet wurden. Mohamet Touray, der selbst in der Logistik-Branche tätig ist, wartet nun auf eine passende Gelegenheit, die Hilfsgüter von Bremen aus in den Senegal zu verschiffen.

Möglicherweise kann die Nordenhamer JUH-Truppe die Initiative aus Bremen bald wieder unterstützen. Alexandra van Nissen spielt jedenfalls mit dem Gedanken, künftig regelmäßig Hilfslieferungen zu organisieren. Ob sie das weiterhin in Eigeninitiative oder möglicherweise in einer noch zu gründenden Gruppe macht, ist noch nicht entschieden. Auf jeden Fall hat sie festgestellt, dass diese Form der Hilfe auch Freude macht. “Da kommt Energie zurück“, ist ihre erste Erfahrung. Während Hilfsgüter im Lager der Nordenhamer Auslandshilfe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, ist die Finanzierung der Transport ins Baltikum derzeit noch nicht gesichert. Wer die Auslandshilfe unterstützen möchte, sollte sich mit Max-Peter Michel, Telefon 0171 1919025, in Verbindung setzen.

Text: Rolf Blumenberg