30.07.2021 | Regionalverband Weser-Ems

Gute Noten trotz schwierigster Bedingungen

Neun Auszubildende an der Notfallsanitäterschule Weser-Ems freigesprochen

Insgesamt neun Auszubildende an der Notfallsanitäterschule Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe haben ihre Prüfungen bestanden und wurden jetzt freigesprochen. Nur eine Schülerin scheiterte an einer Teilprüfung, die sie jetzt nachholen kann. Insgesamt waren die Ergebnisse gut, was nicht selbstverständlich war. „Die Bedingungen, unter denen Sie Ihre Ausbildung meistern mussten, waren ganz besonders herausfordernd“, betonte Wilfried Barysch, Mitglied im Vorstand des Regionalverbands Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe. Ganz oben auf der Liste stehe die Corona-Pandemie. Die angehenden Notfallsanitäter taten weiter ihren Dienst und trugen damit dazu bei, den Rettungsdienst aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig wurde der Präsenzunterricht untersagt. „Leben retten lernen über Online-Seminare ist schwierig“, erklärte Barysch. „Aber Sie haben auch das geschafft.“ Bestanden haben Niklas Bakker (Johanniter-Unfall-Hilfe Wilhelmshaven), Hannah Brauweiler (Johanniter-Unfall-Hilfe Osnabrück), Rouven Brunkau und Anna Dreyer (beide Johanniter-Unfall-Hilfe Oldenburg), Jonas Kempf und Gina-Marie Schmidtke (beide Johanniter-Unfall-Hilfe Ahlhorn) sowie Julia Schurig und Merle Meier (beide Johanniter-Unfall-Hilfe Stedingen). Ebenfalls bestanden hat Kathinka Potthoff vom Malteser-Hilfsdienst.

Die Ausbildung der Notfallsanitäter ist für die Johanniter in Weser-Ems ein wichtiger Beitrag zur Nachwuchsgewinnung. Deshalb haben die Johanniter auch allen neuen Notfallsanitätern ein Übernahmeangebot gemacht. Aktuell lernen mehr als 60 Menschen bei den Johannitern einen Beruf – neben den Notfallsanitätern sind das angehende Pflegefachkräfte, kaufmännische Mitarbeitende oder Erzieher und Sozialpädagogen. Im August treten zudem 13 weitere ihre jeweiligen Ausbildungen an, zehn im Rettungsdienst als Notfallsanitäter, zwei in der Pflege und eine im kaufmännischen Bereich. „Wir haben immer Bedarf an guten Leuten und bieten interessante Zukunftsperspektiven“, sagte Barysch. Von den acht Johanniterinnen und Johannitern bleiben fünf. „Allen anderen, die eine neue Herausforderung suchen, wünschen wir natürlich alles Gute für den weiteren Lebensweg und hoffen, dass euer Weg euch eines Tages wieder zu uns zurückführt“, betonte Barysch.

Jan Jensen, Leiter der Notfallsanitäterschule Weser-Ems, dankte den Eltern für die Unterstützung der Azubis. Sei es, dass sie mit Geld für ein Auto geholfen haben, mit dem der teilweise weite Weg zur Schule zurückgelegt werden konnte, oder der Glaube, den sie die Azubis auch in schwierigen Zeiten spüren ließen, dass das Potential zum Notfallsanitäter in ihnen steckt. „Die Eltern haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass dieses Ziel erreicht wurde“, sagte Jensen. Nach einer Diashow mit vielen Impressionen aus der gesamten Ausbildungszeit ergriff Julia Schurig das Wort. Unter Tränen der Rührung sprach sie ihren Klassenkameraden ihren herzlichsten Glückwunsch und Stolz aus und bedankte sie sich noch einmal bei allen Lehrkräften für die wertvolle Zeit, die sie bei ihnen verbringen durften.