17.09.2021 | Ortsverband Emden

Neustart in der Fahrzeughalle

Emder Johanniter laden Kinder und Jugendliche zu Mitmachen ein

Ein Raum ist schon vorhanden, jede Menge Material ebenfalls, Begeisterung und Engagement sowieso. Fehlen noch ein paar mehr Kinder und Jugendliche. Der Ortsverband Emden der Johanniter-Unfall-Hilfe startet wieder mit seiner Jugendarbeit. Das erste Treffen findet statt am Mittwoch, 22. September, von 16.30 bis 18 Uhr. Treffpunkt ist die Fahrzeughalle der Emder Johanniter an der Auricher Straße 150. Die Zufahrt befindet sich zwischen dem Fitnesscenter und dem Gelände des benachbarten Baumarktes. Den Ort für das erste Treffen haben Anna und Nils Hieronimus ganz bewusst ausgesucht. „Wir wollen den Kindern unsere Einsatzfahrzeuge zeigen. Das finden sie bestimmt spannend.“ Die Johanniter sind Teil des erweiterten Rettungsdienstes und des Landeseinsatzzuges Katastrophenschutz. Mit dem Rettungswagen und dem Gerätewagen Sanität soll die Neugier der jungen Menschen auf das Thema Retten und Helfen gelenkt werden. Die weiteren Treffen finden dann alle 14 Tage mittwochs von 16.30 bis 18 Uhr im Jugendraum in der Dienststelle an der Neutorstraße 48 oder einem anderen interessanten Ort statt. Wer Interesse hat, kann unverbindlich und ohne Anmeldung vorbeikommen. Weitere Informationen gibt es bei Anna und Nils Hieronimus unter Telefon 0176 83084638 oder per Mail an nils.hieronimus@johanniter.de.

Vor einigen Jahren war der Ortsverband Emden bekannt für seine aktive Jugendarbeit. Die „RetterKids“, wie sich der Nachwuchs der Emder Johanniter selbstbewusst nannte, war über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt, nahm an Zeltlagern und Wettkämpfen teil. Nach einem personellen Wechsel sank die Zahl der Teilnehmenden, die Beschränkungen während der Corona-Pandemie machte der Emder Johanniter Jugend endgültig den Garaus. „Jugendarbeit ohne die Möglichkeit sich zu treffen ist unmöglich“, weiß auch Anna Hieronimus. Deshalb jetzt der Neustart, gerne auch mit bekannten Gesichtern. „Vielleicht hat der eine oder die andere ja Lust wieder einzusteigen“, sagt Anna Hieronimus. Herzlich willkommen ist jede und jeder ab zehn Jahren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wenn es großes Interesse von jüngeren Kindern gibt, wird zusätzlich eine Gruppe für Sechs- bis Zehnjährige eingerichtet. „Wir sind da ganz flexibel und schauen, wie sich alles entwickelt“, sagt Nils Hieronimus.

Die Idee zur Reaktivierung der Emder Johanniter Jugend kam den beiden durch ihre Tochter. Die Zwölfjährige drängte Mama und Papa, weil sie unbedingt bei den Johannitern mitmachen wollte. Im Einsatzdienst muss sie mindestens 16 Jahre alt sein, eine Jugend gab es nicht mehr. Da Anna selber über die Jugend einer Hilfsorganisation zur Leidenschaft zum Helfen und zum Beruf gekommen war, reifte der Entschluss, selbst aktiv zu werden. Beide arbeiten hauptberuflich in Kliniken in Ostfriesland, Anna half zudem im Corona-Testzentrum der Johanniter im ehemaligen C&A-Gebäude aus und Nils ist Fachbereichsleiter Ausbildung im Ortsverband Emden. Jetzt noch die Jugendarbeit. „Wir freuen uns da riesig drauf.“ Die Begeisterung ist ansteckend. Drei Jugendliche haben bereits zugesagt, ohne dass sie ihr Vorhaben bekannt gemacht hätten. Flüsterpropaganda funktioniert gut bei Jugendlichen.

Die Johanniter Jugend ist die Nachwuchsorganisation der Johanniter-Unfall-Hilfe. Im Vordergrund stehen der Spaß und die Gemeinschaft, aber auch die Vermittlung von Erste-Hilfe-Kenntnissen sowie die Förderung sozialen Verhaltens und des Engagements für andere Menschen. Ziel ist die jungen Menschen an die Johanniter-Unfall-Hilfe heranzuführen, damit sie dort je nach persönlichem Interesse Aufgaben in den verschiedenen Bereichen übernehmen.