07.09.2021 | Lacrima – Zentrum für trauernde Kinder in Quickborn

Ein gemeinsames Schicksal teilen

Lacrima in Quickborn, die Johanniter-Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, nimmt persönliche Gruppentreffen wieder auf

Bettina Schröder, Astrid Joachim, Mareen Becker und Petra Meier (v.l.o.) haben die Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher selbst während der pandemiebedingten Maßnahmen mit virtuellen Treffen möglich gemacht.

Seit letztem Jahr konnte Lacrima, die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche der Johanniter-Unfall-Hilfe, pandemiebedingt keine persönlichen Gruppentreffen mehr veranstalten. Anfang August war es endlich wieder soweit: Mit großer Freude kamen die vier Ehrenamtlichen, die Kinder und Jugendlichen sowie deren erwachsene Begleitpersonen wieder zusammen.

Wenn Kinder oder Jugendliche einen Elternteil verlieren, ist dies ein besonders schwerer Verlust. Lacrima steht Betroffenen zur Seite und gibt ihnen einen geschützten, vertrauensvollen Raum, in dem sie nach einem Todesfall ihre Trauer bewusst leben können. „Um den Kontakt zu halten, haben wir uns in Abständen per Videokonferenz getroffen, dabei gebastelt oder gelesen. Wir haben uns über dieses Medium ausgetauscht und waren zumindest auf diesem Wege verbunden“, erklären Mareen Becker, Astrid Joachim, Petra Meier und Bettina Schröder, die vier Ehrenamtlichen, die das Projekt Lacrima möglich machen. Dieser Weg hat allen geholfen, denn es galt, nicht nur die Trauer weiterhin zu verarbeiten, sondern auch noch Corona zu bewältigen.

„Die Kinder nahmen das Angebot sofort gut an – genauso die Erwachsenen, die sich gemeinsam mit einer Ehrenamtlichen über ihre Erfahrungen, mögliche Schwierigkeiten oder Themen, die gerade anstehen, austauschen. Alle waren froh, wieder in einem Umfeld zu sein, das sie so annimmt, wie sie sich gerade fühlen, denn sie teilen ein gemeinsames Schicksal.“

Lacrima in Quickborn begleitet seit mehr als zehn Jahren Kinder und Jugendliche auf dem Weg ihres ganz persönlichen Trauerprozesses. Hierzu werden 14-tägig Gruppenstunden angeboten, in denen sie beruhigende Rituale und Anteilnahme erfahren, aber auch spielen und toben können.

Zum Leben gehört auch der Tod – manchmal schon in jungen Jahren. Personen, die einen Angehörigen verloren haben und in deren Umfeld Kinder oder Jugendliche Hilfe benötigen, können sich an Sabine Schwarzhoff wenden:

04106 653532