28.04.2022 | Landesverband Nordrhein-Westfalen

Wer unterrichtet eigentlich einen Erste-Hilfe-Kurs?

Die Johanniter bieten ein Ehrenamt, das Leben rettet.

Wer in Deutschland keine Erste Hilfe leistet, macht sich laut Gesetz wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. "Dabei ist Erste Hilfe keine Frage des Alters", erklärt Rüdiger Körmann, Erste-Hilfe-Experte bei den Johannitern in NRW. "Auch Kinder können Erste Hilfe erlernen. Ein Höchstalter gibt es dabei auch nicht." Wann und wo die nächsten Kurse stattfinden, erfahren Sie stets unter www.johanniter.de/erstehilfe.

Das erste Mal in Berührung mit der Ersten Hilfe kommen die meisten Menschen, wenn sie einen Führerschein machen: Mit dem klassischen Erste-Hilfe-Kurs für Fahranfänger. Durch die gesetzliche Pflicht muss ihn jeder absolvieren. Danach hört man nur noch ab und zu davon. Vor allem sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen in aller Munde, wenn ganz lokal Leben gerettet wird und Mund-zu-Mund-Beatmung oder eine Herz-Lungen-Wiederbelebung mitten in der Fußgängerzone notwendig werden.

Aber wer unterrichtet eigentlich diese Erste-Hilfe-Kurse?
Kurz gesagt: Eigentlich kann sich fast jeder dafür qualifizieren lassen. Das Wichtigste dabei ist: "Gern unter Menschen zu sein und sich gut ausdrücken zu können, das Interesse an medizinischen Themen und die Lust sich regelmäßig weiterzubilden“, erklärt Rüdiger Körmann von den Johannitern. "Das ist die Basis für einen guten Erste-Hilfe-Trainer. Während der Ausbildungsphase werden die notwendigen Lernfelder aus Fachwissen und Pädagogik vermittelt." Die Ausbildungskosten übernehmen die Johanniter.

"Ein Vorteil an einer Tätigkeit als Erste-Hilfe-Trainer/-in ist, dass das erlangte Wissen einen auch außerhalb der Kurse weiterbringt. Man lernt viel über Rhetorik, Präsentieren und Moderieren, was die persönlichen Softskills verbessert und ausbaut“, fährt Erste-Hilfe-Experte Körmann fort. "Aber auch Themen wie Organisation und Eigenverantwortlichkeit werden gestärkt, da unsere Erste-Hilfe-Trainer im Endeffekt ihre eigenen Chefs sind und ganz eigenständig ihre Erste-Hilfe-Kurse leiten. Mit flexibler Zeiteinteilung – ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen."

Langfristig gibt es für die Trainerinnen und Trainer auch Aufstiegschancen: Man kann pädagogische Fortbildungen besuchen und dort sein Wissen vertiefen oder sich zum Fachdozenten oder zur Lehrbeauftragtin für Lehrkräfteschulungen ausbilden lassen. Wer Interesse an besonderen Kursarten hat, kann durch Vertiefungen auch Kurse wie "Erste Hilfe am Kind" oder "Erste Hilfe Outdoor" leiten. "Die Möglichkeiten bei den Johannitern sind vielseitig. Wir bieten langfristig ein Ehrenamt, das Sinn stiftet. Bei dem man aktiv unsere Gesellschaft mitgestalten kann und auch andere Menschen dazu motiviert, Erste Hilfe zu leisten, Ängste zu nehmen und die Zivilcourage zu stärken. Zusammengefasst: Bei uns bekommt man ein Ehrenamt, das Leben rettet“, so Rüdiger Körmann abschließend.

Interesse geweckt? Mehr Informationen zum Ehrenamt als Erste-Hilfe-Trainer/-in finden Sie unter www.johanniter.de/nrw/erste-hilfe-trainer.