26.10.2021 | Regionalverband Aachen-Düren-Heinsberg

Bundesweite Rettungshundeteam-Prüfung der Johanniter-Unfall-Hilfe hat im Kreis Heinsberg stattgefunden

Sieben Rettungshundeteams erhielten nach der anspruchsvollen Prüfung ihre Zertifizierung für die Flächen- beziehungsweise Trümmersuche.

Rettungshundeteam-Prüfung der Johanniter im Kreis Heinsberg
Rettungshundeteam-Prüfung der Johanniter im Kreis Heinsberg

14 ehrenamtliche Mensch-Hund-Teams der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen haben sich am 16. und 17. Oktober im Kreis Heinsberg Rettungshundeteam-Prüfungen in der Flächen- und in der Trümmersuche unterzogen. Sieben Teams waren erfolgreich und erhielten die Zertifizierung nach DIN 13050 auf Basis der Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (GemPPO).

Die anspruchsvolle Prüfung für Rettungshundeteams umfasst insgesamt vier Teilbereiche, die alle bestanden werden müssen, damit das Team aus Mensch und Hund für die nächsten 24 Monate für den praktischen Einsatz zugelassen ist. Der theoretische Test besteht aus 25 Fachfragen zur Ersten-Hilfe, Funk, Einsatztaktik, Kynologie; zur Praxis gehören der Verweistest, die Gehorsamsprüfung und die Kernaufgaben „Flächensuche“ und „Trümmersuche“. Auf der Fläche hatten die Teams die Aufgabe, zwei „Versteckpersonen“ in einem 30.000 Quadratmeter großen Waldgelände aufzuspüren, eine Erstversorgung und eine qualifizierte Übergabe an den Rettungsdienst durchzuführen. Zur Trümmersuche waren zuvor auf einem Trümmergelände der Franz Davids Sand Kiesgruben GmbH in Aldenhoven mehrere Verstecke ausgehoben, aufgeschüttet und getarnt worden, die die Hunde im Zusammenspiel mit den Hundeführern und Hundeführerinnen ausheben mussten.

„Es waren zwei großartige Tage voller Aufregung, Spannung und Emotionen“, sagt Norbert Schmahl, Leiter der ausrichtenden Rettungshundestaffel des Johanniter-Regionalverbandes Aachen-Düren-Heinsberg. „Trotz langjähriger Erfahrung und mehrfachen erfolgreichen Prüfungen sind bei der Prüfung die „Alten“ genauso nervös wie die „Erstis“, denn keine Situation ist identisch und das Tier-Mensch-Gespann reagiert immer wieder anders.“ Dass insgesamt 50% der angetretenen Teams bestanden haben, ist demnach ein äußerst positives Ergebnis.

Der Dank des ausrichtenden Johanniter-Verbandes gilt den angereisten Fachprüfern und Fachprüferinnen, der Firma Davids und der Bundeswehr für das Zurverfügungstellen der Gelände und den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die das Ereignis vorbereitet und durchgeführt haben.

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