09.09.2020 | Regionalverband Aachen-Düren-Heinsberg

Antikörper-Studie in Aachen startet

Ab 9. September betreiben die Johanniter in Aachen als dritter Station der repräsentativen Antikörper-Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung sechs Wochen lang ein Testzentrum.

Eine Johanniter-Mitarbeiterin nimmt einer Probandin Blut ab.
Blutabnahme für die Antikörperstudie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung

Testzentrum von Johannitern betrieben

Am 1. Juli startete eine repräsentative Antikörper-Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), die über ein Jahr lang laufen wird. Logistischer Partner ist die Johanniter-Unfall-Hilfe, die deutschlandweit Blutabnahmen an bis zu 90.000 Probanden durchführen und betreuen wird.

Mit Hilfe der Johanniter will das HZI an zehn verschiedenen Orten in Deutschland Blutproben nehmen und diese auf Antikörper untersuchen. Die Studie soll zeigen, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen den Erreger SARS-CoV-2 aufweisen. Davon abzuleitende Handlungsempfehlungen sollen helfen, das Corona-Virus erfolgreich einzudämmen. 

In Aachen werden die Johanniter dazu ein Testcenter betreiben, in dem vom 9. September bis zum 20. Oktober rund 3.000 Bürgerinnen und Bürger auf Antikörper getestet werden. 16 Mitarbeitende der Johanniter werden an sechs Tagen der Woche täglich ca. 120 Blutentnahmen durchführen und Fragebögen ausfüllen. Die Probanden wurden vorab ausgewählt und angeschrieben.

Marius Mainzer, Regionalvorstand der Johanniter in der Region Aachen-Düren-Heinsberg, sagt: „Sehr gern unterstützen wir das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung bei ihrer Studie, um den Virus besser verstehen und dadurch auch bekämpfen zu können.“

Johanniter in der Corona-Pandemie

Schon seit Beginn der Pandemie unterstützen die Johanniter in der Region Aachen-Düren-Heinsberg die Stadt und Städteregion Aachen. Neben der Mitarbeit im Corona-Krisenstab und in den Kommunalen Abstrichzentren in Eschweiler und im Aachener Tivoli waren die Johanniter auch für diejenigen da, die von der Corona-Krise besonders stark betroffen waren. So versorgten die Aachener Kältehelfer auch den Sommer über die obdach- und wohnungslosen Gäste mit Lebensmitteln. In Düren sicherten Johanniter die Versorgung bedürftiger Menschen mit warmen Mahlzeiten, als die Tafeln und andere Einrichtungen schließen mussten.