06.10.2021 | Regionalverband Minden-Ravensberg

Erster landesweiter Katastrophenschutztag: Blackout!

Auftakt geglückt: Gelungene Werbung für das Ehrenamt im Katastrophenschutz am 2. Oktober in Bonn

Erstmals fand am vergangenen Samstag der von der Stadt Bonn sowie dem NRW-Innnenministerium organisierte und unter Beteiligung der im Katastrophenschutz aktiven Hilfsorganisation umgesetzte Katastrophenschutztag statt. Unter dem Motto "Blackout – Was geht, wenn nichts mehr geht?" informierten sich tausende Besucherinnen und Besucher am Bonner Münsterplatz darüber, wie man sich bestmöglich für den Ernstfall wappnen kann. Neben Tipps & Tricks zur Vorbereitung auf und zum Verhalten bei einem längeren Stromausfall wurde ein ebensolcher praktisch im "Blackbox"-Aktionsparcours erfahrbar gemacht.

Zudem wurde den Interessierten vor Ort sowie im Livestream im Web ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. So demonstrierten Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk sowie die DLRG in zwei großen gemeinsamen Live-Katastrophenschutzübungen ihr geübtes Zusammenspiel in Notsituationen.  Darüber hinaus konnten sich die Besucher an den Infoständen der Organisationen im persönlichen Gespräch über ein Ehrenamt informieren. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul ließ es sich nicht nehmen, dem Stand der Johanniter einen Besuch abzustatten und sich nach dem Einsatz im Hochwassergebiet und der Zeit danach zu erkundigen.

Landesvorstand Udo Schröder-Hörster dankte den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden anlässlich des 1. NRW-Katastrophenschutztages nochmals ausdrücklich für ihren unermüdlichen Einsatz: "Gerade die vergangenen Wochen haben den Menschen noch einmal schmerzlich vor Augen geführt, wie unentbehrlich ein funktionierender Katastrophen- und Bevölkerungsschutz ist. Dafür braucht es Menschen wie Sie, die sich in ihrer Freizeit mit viel Engagement, Know-how und Herzblut für ihre Mitmenschen einsetzen. Dafür sage ich Ihnen im Namen der gesamten Johanniter-Familie von Herzen: DANKE!"

Die gelungene Werbung für den Katastrophenschutz und das Ehrenamt soll im Jahr 2022 eine doppelte Wiederholung finden: bei den Katastrophenschutztagen am 6. August in Dortmund und am 10. September in Krefeld.

Hintergrund
Die Premiere des Katastrophenschutztags war ursprünglich bereits für das vergangene Jahr geplant, musste aufgrund der Corona-Pandemie jedoch verschoben werden. Der Aktionstag ist Teil der Strategie zur Stärkung des Ehrenamtes im Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen. Seit Beginn der Legislaturperiode entwickelt das nordrhein-westfälische Innenministerium hierzu gemeinsam mit Organisationen aus dem Katastrophenschutz verschiedene Projekte und Maßnahmen.