09.10.2020 | Regionalverband Südwestfalen

Große Hilfe, tolle Chance

Dank des Landes NRW sind in den südwestfälischen Johanniter-Kitas in Altena und Iserlohn mehrere Teilzeitkräfte zu Alltagshelferinnen aufgestockt worden. Das bereichert die Arbeit und wie bei Monika Christ auch das berufliche Leben der Helferinnen.

„Es macht mir einfach sehr großen Spaß“, beschreibt Monika Christ aus der Johanniter-Kita Zwergenburg in Altena ihren Dienst als Alltagshelferin. Bis vergangenen August war sie in der Kita als Hauswirtschaftskraft mit acht Stunden in der Woche beschäftigt. Dank dem Programm „Alltagshilfen“ des Landes NRW hat sie nun eine Vollzeitstelle und übernimmt in der Kita weitere Aufgaben.

Beliebt bei Kindern und Eltern

Damit die Kitas den gestiegenen Anforderungen beim Umsetzen der Hygienevorgaben gerecht werden können, stellt das NRW-Familienministerium den Trägern eine kurzfristige finanzielle Unterstützung in Höhe von jeweils bis zu 10.500 Euro zur Verfügung. Sehr glücklich darüber und über den Einsatz von Monika Christ ist Leiterin Karina Lazar von der Johanniter-Kita Zwergenburg: „Frau Christ ist eine tolle Hilfe! Wir sind sehr dankbar, dass sie nun verstärkt bei uns mitarbeiten kann.“

Denn die Mitarbeiterin sei schon seit sechs Jahren dabei und bei Kindern und Eltern sehr beliebt. „Sie kennt sich in der Einrichtung aus, außerdem hat sie die Ruhe weg und sorgt für Entspannung, wenn es bei uns mal trubelig zugeht.“

Die Kinder an der Türe in Empfang nehmen, ihnen beim Auskleiden der Mäntel und Schuhe sowie beim Händewaschen helfen, Tische, Klinken oder Stühle regelmäßig säubern und desinfizieren, Wäsche waschen oder beim Austeilen der Mahlzeiten helfen: Alles das sind Aufgaben, die unsere Alltagshelferinnen in Altena und Iserlohn übernehmen.

Die Chance auf eine sinnvolle Tätigkeit

„Für mich ist das als ungelernte Kraft eine große Chance, einen Beruf auszuüben, der mich ausfüllt und mit der Betreuung meiner eigenen Kinder vereinbar ist“, freut sich Monika Christ. Und das sei ein großartiger Vorteil gegenüber einer ihr offenstehenden Tätigkeit in der Produktion oder bei einer Schichtarbeit, ergänzt die 53-Jährige.

Die erweiterten Anstellungen sind nach Landesvorgabe bis Ende Dezember befristet, doch die Hoffnung besteht, dass das Programm verlängert wird. „Denn die Pandemie ist ja in diesem Winter nicht vorbei“, sagt Leiterin Odette Klenke von der Johanniter-Kita Altroggenrahmede in Altena. Hier hier wurde die Beschäftigung einer hauswirtschaftlichen Mitarbeiterin zu einer Vollzeitstelle aufgestockt, in der  Johanniter-Kita Spatzennest in Iserlohn auf 18 Stunden in der Woche.

„Wir waschen nun öfter Handtücher und Bettwäsche, und da kein Buffett mehr möglich ist, wählen die Kinder ihr Essen vor einer Schutzscheibe aus und bekommen es dann auf ihre Teller“, erklärt Odette Klenke. Dass die Alltagshilfe dies mit übernehme, sei eine große Entlastung für die Fachkräfte.

25 Räume werden regelmäßig gesäubert

Hilfreich ist ebenso der Einsatz der zwei Alltagshilfen in der Johanniter-Kita Löwenzahn in Iserlohn. Dafür konnte hier der Dienst zwei beschäftigter Hauswirtschaftskräfte auf jeweils 30 Stunden erhöht werden. „In unserer Einrichtung mit acht Gruppen und 148 Kindern nehmen sie uns vor allem das Säubern und Desinfizieren ab“, berichtet die stellvertretende Leiterin Barbara Steinbrink. Bei der Kita mit ihren 25 Räumen sei das eine wirkliche Erleichterung.

Nicht eingesetzt werden dürfen die Alltagshilfen bei pädagogischen Arbeiten, bei Elterngesprächen und Dokumentationen sowie beim Wickeln, bei Toilettengängen oder Schlafsituationen. Was sie außerdem unbedingt mitbringen, ist ein erweitertes Führungszeugnis.