17.06.2021 | Regionalverband Südwestfalen

Wachsen durch Motivation und Innovation

Bedarfsgerechte Angebote, neue Ideen und engagierte Fachkräfte: Bei seiner digitalen Mitgliederversammlung blickte der Johanniter-Regionalverband Südwestfalen auf zurückliegendes Wirken und kommende Veränderungen.

Mit viel Schwung, mit großer Energie und einem fundierten Fachwissen sei die Arbeit von allen Mitwirkenden in den vergangenen Monaten geleistet worden, freut sich Stefanie Ueßeler, Regionalvorständin des Johanniter-Regionalverbands Südwestfalen. Bei der digitalen Mitgliederversammlung des Regionalverbands am Mittwoch, 16. Juni 2021, bedankte sie sich bei allen Ehren- und Hauptamtlichen, die innovative Ideen eingebracht und umgesetzt haben. Im Verband wirken 400 Mitarbeitende mit, davon 125 ehrenamtlich. Die meisten Hauptamtlichen sind in Kindertagesstätten und Pflege tätig.

Alles zwei Jahre - dieses Mal per Videochat

Die Mitgliederversammlung findet gemäß Vereinsrecht alle zwei Jahre statt, aufgrund der Pandemie wurde sie dieses Mal per Videochat durchgeführt. Mit dabei waren 33 Teilnehmende, darunter Fördermitglieder sowie ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende aus dem Regionalverband. „Über die positive Entwicklung und das starke Wachstum unseres Regionalverbands freue ich mich sehr“, sagte Regionalvorständin Stefanie Ueßeler bei ihrem Bericht. „Wir konnten in den vergangenen 15 Monaten zur Besetzung von sechs Leitungsstellen sehr engagierte und fachlich qualifizierte Menschen gewinnen, und das wirkt sich nun aus.“

Kontakt wurde im Lockdown digital gehalten

Alle Dienste und Einrichtungen kennzeichne eine stabile wirtschaftliche Lage bei einem Leistungsangebot, das immer bedarfsgerechter auf die Menschen in der Region zugeschnitten werde. Die Arbeit in einer pandemischen Lage, die vielfach zu behördlich angeordneten und notwendigen Einschränkungen und vorübergehenden Schließungen geführt habe, sei von allen Mitarbeitenden engagiert geleistet worden. So gab es unter anderem digitale Begleitungen durch den Trauerdienst „Die Muschel“, eine Online-Ausbildung für Ehrenamtliche in der Hospizarbeit und Videokonferenzen mit Kita-Kindern, die zeitweise zuhause betreut worden sind.

Derzeit seien die Johanniter-Tagespflegen in Iserlohn und Lüdenscheid mit ihren insgesamt 33 Plätzen gut ausgelastet, berichtete Pflege-Fachbereichsleiterin Marcella Fazio bei der Versammlung. „Unseren Gästen bieten wir eine Betreuung mit Förderung ihrer individuellen Ressourcen und Kompetenzen.“ In den Tagespflegen gibt es Lese- und Erzählrunden, Gärtnern in Hochbeeten, Gemeinschaftsspiele oder kreatives Werken.

Hilfe bei Notfall und sozialen Schwierigkeiten

Die Wohngemeinschaft für Frauen in schwierigen sozialen Lebenslagen in Iserlohn werde mit einer Auslastung von 90 Prozent gut angenommen, berichtete Marcel Schmidt, Fachbereichsleiter Soziale Dienste. Beim Hausnotruf habe es 2020 einen Zuwachs von fast zehn Prozent auf 3500 Kundinnen und Kunden gegeben. „Auf Knopfdruck leisteten unsere Mitarbeitenden rund 1300 Einsätze im Jahr.“

„Nach dem Aufheben des Verbots von Veranstaltungen und Versammlungen sind die Mitwirkenden aus Einsatzeinheit und Erste-Hilfe-Ausbildungen wieder verstätkt in ihren Diensten aktiv“, informierte Christopher Tomaszik, Fachbereichsleiter Ausbildung und Einsatzdienste. „Wir haben eine Kooperation mit der Stadt Lüdenscheid abgeschlossen und können das städtische Kulturhaus für Erste-Hilfe-Kurse nutzen und dort aufgrund der Raumgröße mehr Teilnehmende zulassen“, erklärte er.

Neue Kita-Gruppen entstehen

Kita-Fachbereichsleiterin Karola Stracke beschrieb das Leitbild und die Konzeptionen der sechs Johanniter-Kitas, in denen in Altena, Iserlohn und Lüdenscheid insgesamt 400 Kinder betreut werden. Sie gab außerdem einen Ausblick auf das Wachstum der Einrichtungen: An der Kita Zwergenburg in Altena werde 2022 eine weitere und damit vierte Gruppe entstehen. „Dafür wird in dem Gebäude eines ehemaligen Krankenhauses eine Wohnung umgebaut“, erklärte sie. Die zweigruppige Johanniter-Kita Louise-Scheppler in Lüdenscheid ziehe voraussichtlich im August 2022 in einen Neubau, hier werde es dann vier Gruppen geben, die Kita dann Johanniter-Kita Hochstraße heißen. „Unsere derzeitig zweigruppige Kita Abenteuerland in Lüdenscheid wird voraussichtlich ebenfalls im August 2022 zusätzlich ein anliegendes Reihenhaus beziehen, hier entstehen dann anderthalb neue Gruppen.“

„Dass ich in diesem Regionalverband mitwirken darf, empfinde ich als ein großes Privileg“, betonte der ehrenamtlicher Regionalvorstand Wilhelm Dyckerhoff bei der Versammlung. Denn er erlebe, wie hier Menschen mit viel Herzblut und fachlichem Know-How am Werk seien.