05.08.2020 | Regionalverband Südwestfalen

An der Seite der Familien

Die Johanniter-Kita Löwenzahn ist für ihre an Bedürfnissen und Gegebenheiten angepasste Begleitung von Kindern und Eltern erneut als NRW-Familienzentrum Buchenwäldchen zertifiziert worden.

„Beim Aufwachsen ihrer Kinder brauchen Eltern eine fachlich qualifizierte Begleitung, die ihnen angepasst an ihre Bedürfnisse und ausgerichtet an den sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten zur Seite steht“, sagt Heike Erkelenz-Heimicke, Leiterin der Johanniter-Kita Löwenzahn in Iserlohn. Für diese von ihr und ihrem Team kontinuierlich geleistete Begleitung ist die Kita nun zum vierten Mal vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen als NRW-Familienzentrum Buchenwäldchen zertifiziert worden.

Acht Gruppen, 148 Kinder: das größte Familienzentrum in Iserlohn

Die Johanniter-Kita betreut 148 Kinder in acht Gruppen und ist damit das größte Familienzentrum in Iserlohn. Seine Angebote mit Beratung, Information und Vernetzung können dabei nicht nur die Kita-Eltern, sondern alle Mütter und Vätern im Stadtteil nutzen. „Sämtliche Angebote sind niederschwellig und werden somit von den Eltern ohne viel Aufwand und Überwindung wahrgenommen“, ergänzt Leiterin Heike Erkelenz-Heimicke.

Essen, schlafen, Regeln einhalten: gefragt ist Basiswissen

Die Johanniter-Kita Löwenzahn ist seit 2008 als NRW-Familienzentrum zertifiziert. „Die Bedürfnisse der Eltern haben sich in dieser Zeit verändert“, erklärt Barbara Steinbrink, stellvertretende Leiterin der Einrichtung: „In immer komplexeren gesellschaftlichen Zusammenhängen fragen sie nach Orientierung.“ Gesunde Ernährung, geregeltes Einschlafen sowie das liebevolle und konsequente Durchsetzen von Regeln beim Zusammenleben seien Themen, die die Eltern derzeit am meisten interessierten.

Breitgefächerte Vernetzung im Stadtteil

Dafür bietet das Johanniter-Familienzentrum ihnen unter anderem Info-Veranstaltungen mit Fachleuten sowie Elterngespräche an und vermittelt Kontakte zu Beratungsstellen, Therapeutinnen und Therapeuten oder medizinischen Hilfen. Ein aktuelles Thema sei außerdem das kindgerechte Nutzen von Smartphones oder der angemessene Fernsehkonsum, ergänzt Barbara Steinbrink.

Ebenso fragten die Eltern nach Möglichkeiten der motorischen, musischen oder kreativen Förderung: „Durch unser großes und breitgefächertes Netzwerk können wir ihnen dann schnell die passenden Vereine, Angebote oder Ansprechpersonen im Stadtgebiet nennen."

Begleitung auch und vor allem in Zeiten der Pandemie

Eine besondere Herausforderung meistern Kita und Familienzentrum bei der derzeitigen Pandemie. „Die zurückliegenden und derzeitigen Einschränkungen sind zur Eindämmung des Virus notwendig, sie stellen aber gleichzeitig für die Familien eine Belastung dar“, sagt Leiterin Heike Erkelenz-Heimicke. Die Fachkräfte würden daher engen Kontakt zu Eltern und Kindern halten und seien jederzeit ansprechbar bei Sorgen und Problemen. Zur Entlastung der Familien gab es außerdem in der Kita schon in den vergangenen Wochen eine vom städtischen sowie vom Landes-Jugendamt genehmigte Regelbetreuung in drei Gruppen.