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31.08.2022 | Landesgeschäftsstelle Sachsen

Johanniter zahlen in der Pflege deutlich über Mindestlohn

Tarifplicht ab 1. September ohne Auswirkungen für die Hilfsorganisation

Ab 1. September müssen alle in der Pflege tätigen Dienste und Einrichtungen den gesetzlichen Tariflohn zahlen. Allerorten wächst die Sorge, dass dies zu Kostensteigerungen führt, die dann auf die Klienten und Patienten umgelegt werden müssen.

Nicht so bei den ambulanten Pflegediensten der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. „Denn bei den Johannitern werden schon lange faire Löhne in der Pflege gezahlt“, erläutert Carsten Herde, Mitglied des Landesvorstandes Sachsen. „Unsere Pflegefach- und Pfleghilfskräfte machen eine gute und wichtige Arbeit, das Geld haben sie sich mehr als verdient!“

So liegen die Johanniter-Gehälter für die Fachkräfte mit 20,42 Euro gegenwärtig um 3,32 Euro über dem gesetzlichen Mindestlohn. Darin enthalten sind 12 Gehälter und eine Jahressonderzahlung in Form eines 13. Gehalts. Erfahrene Kräfte werden in der Stufe zwei eingestellt und bekommen bei einer 40-Stunden-Woche 13 Mal ein Grundgehalt von 3.279 Euro. Dazu kommen Zuschläge für Wochenend- und Nachtarbeit und pro Kind gibt es noch 90 Euro obendrauf.

„Diese Zuschläge bekommen bei den Johannitern alle Mitarbeiter – auch die Pflegehilfskräfte. Bei ihnen liegt der Stundenlohn ebenfalls über den gesetzlichen Forderungen. Bei qualifizierten Pflegehilfskräften um 3,23 Euro und bei den Hilfskräften um 2,33 Euro pro Stunde.

„Schaut man sich die Einkommen genauer an (sieh Grafik), wird deutlich, dass bei den Johannitern sowohl die Fachkräfte als auch die qualifizierten Hilfskräfte deutlich über den gesetzlichen Anforderungen für die FACHKRÄFTE liegen“, freut sich Herde. Und selbst unsere Hilfskräfte liegen beim Lohn mit den Fachkräften fast gleichauf.“

Und auch für die Zukunft sind die Weichen auf Gehaltszuwachs gestellt. Die nächsten Angleichungen stehen für den 1. Januar 2023 und 1. Januar 2024 an. Das Johanniter-Gehalt liegt damit – am Stichtag der nächsten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns am 1. Mai 2023 – weiterhin deutlich über den gesetzlichen Anforderungen: Die Entlohnung der Fachkräfte liegt pro Stunde 3,90 über dem Mindestlohn, bei qualifizierten Hilfskräften sind es 3,91 Euro und für Hilfskräfte 2,98 Euro.

Tarifinfos finden Sie hier:
https://www.johanniter.de/juh/lv-sn/tarifvertrag/