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Rumänien

Kreis Bistrita und Kreis Harghita

"In Rumänien herrscht ein krasses Missverhältnis zwischen einer kleinen, sehr reichen Oberschicht und einer großen Unterschicht; dazwischen gibt es nichts", erklärt Lorand Szüszner. Der Johanniter-Ortsbeauftragte in Lauf an der Pegnitz ist seit 1999 als Konvoileiter beim Johanniter-Weihnachtstrucker im Einsatz. Als solcher koordiniert er die alljährliche Verteilung der Hilfspakete an bedürftige Kinder, Familien sowie alte und behinderte Menschen vor Ort mit dem ansässigen Verein Tasuleasa Social und war überdies als Auslandshelfer auch am Aufbau eines verlässlichen Netzwerks mit den lokalen Partnerorganisationen und Institutionen beteiligt.

Auf dem Land herrschen teils katastrophale Verhältnisse

Szüszner kann bestätigen, wie bitter nötig die Hilfsaktion ist. "Auf dem Land herrschen teils katastrophale Verhältnisse. Ich kenne Gegenden, da verkehren auf den holperigen Wegen ausschließlich Pferdefuhrwerke. In manchen Dörfern gibt es keinen Strom. Die Menschen dort holen ihr Trinkwasser aus einem Brunnen, die sanitären Verhältnisse sind für die heutige Zeit bestürzend."

Eine weitere Zielregion des Weihnachtstruckers liegt in der Region Harghita. Zentrale Anlaufstelle der Johanniter-Weihnachtstrucker ist hier seit Jahren das Jugenddorf Lokod, das Herbert und Elke Flöck im Rahmen des von ihnen gegründeten örtlichen Projekts LIA e.V. betreiben. Hier finden Waisenkinder und Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen ein neues Zuhause. In den letzten Jahren entstanden hier zudem beschützende Werkstätten, ein Beratungszentrum, Jugendwohnungen und Familienhäuser sowie ein betreutes Wohnen.

Die Hilfspakete aus Deutschland werden vorwiegend an die Einrichtungen der Jugendstiftung vergeben, aber auch andere Schulen, Pfarreien und Gemeinden nutzen die Möglichkeit, sich im Vorfeld bei Lokod zu bewerben.

Häufige Überschwemmungen, ungenügende Infrastruktur, schlechte wirtschaftliche Entwicklung

"Obwohl Rumänien mittlerweile zur EU gehört, leben viele Menschen hier in furchtbarer Armut", berichtet Christoph Fleschutz, der zusammen mit Manfred Emmerling schon häufiger den Konvoi leitete. "Der Arbeitsverdienst beträgt nur einen Bruchteil des deutschen Gehaltes, die Lebensmittel sind aber ähnlich teuer wie in Deutschland. Die Arbeitslosigkeit liegt in einigen Gebieten bei 70 Prozent. Häufige Überschwemmungen, ungenügende Infrastruktur und die schlechte wirtschaftliche Entwicklung des Landes führen dazu, dass viele Menschen jeden Tag ums Überleben kämpfen müssen. Die Kinderheime sind überfüllt und es gibt eine große Zahl von Straßenkindern ohne Schulbildung und Zukunftsperspektiven."

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