Kollegen kennenlernen

Der Beruf der Altenpflege ist sehr vielfältig und bietet viele unterschiedliche Arbeitsbereiche. Daher hat jeder Mitarbeitende andere Aufgaben und macht eigene Erfahrungen. Was sie verbindet ist jedoch die Liebe zum Beruf, den sie mit Enthusiasmus, Freude und großem Engagement ausüben.



Andrea Koch

Seit 20 Jahren ist Andrea Koch bereits in der Altenpflege tätig. Vor acht Jahren übernahm sie die Wohnbereichsleitung des Johanniter-Hauses Pleidesheim. Hier pflegt sie hauptsächlich Menschen mit Demenz, die in einem eigens darauf spezialisierten, kleinen Wohnbereich untergebracht sind. „Erst kürzlich hatte ich die Ehre, Dr. Botho von La Chevallerie vom Johanniterorden auf seinem letzten Lebensweg zu begleiten.“

Besonders viel Freude bereite es ihr, wenn sie eine Verbindung zu den ihr anvertrauten Demenzkranken aufbauen und halten kann, berichtet sie im Interview. „Das ist manchmal eine große Herausforderung.“ Viel Zeit widmet sie auch den Angehörigen. „Sie kompetent zu beraten und zu begleiten ist wichtig. Oft sind sie es, die sich auch viel später noch in tiefer Dankbarkeit bei uns melden.“

Die Anleitung der Schüler gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. „Ich versuche, ihnen all mein Wissen weiterzugeben und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“ Denn Andrea Koch weiß: Damit die Seniorenhäuser auch in Zukunft ihren hohen Standard halten können, braucht es qualifizierten Nachwuchs.



Guruh Putra

Guruh Putra ist erst seit kurzer Zeit bei den Johannitern – er absolviert gerade seine Ausbildung zum Altenpfleger. Das theoretische Wissen, das er in der Ausbildungsschule lernt, wird sofort praktisch im Johanniter-Haus Giengen angewendet. „Eine Mitschülerin arbeitet ebenfalls in Giengen. Wir lernen gemeinsam und unterstützen uns.“ Auch durch die Pflegefachkräfte, die Guruh Putra bei seiner Arbeit begleitet und unterstützt, lerne er täglich wertvolles Fachwissen. „Von ihren Erfahrungen profitiere ich“, sagt er. Auch die Gespräche mit den Bewohnern würden ihn weiterbringen. „Sie haben so viel Lebenserfahrung und sind auch im Alter noch wissbegierig. Das motiviert mich, hart für meinen Berufwunsch zu arbeiten.“ Als Dankeschön für seine Arbeit bekomme er immer mal wieder kleine Aufmerksamkeiten. Der schönste Dank sei aber, die strahlenden Gesichter der Bewohner zu sehen. „Die Kollegen und Bewohner sind wie eine kleine Familie für mich. Wir feiern zusammen Feste, etwa Ostern und Weihnachten. Ich fühle mich wohl.“


Thomas Düngen

„Was mein Job ist? Ich helfe Menschen auf die Beine. Seit Oktober 2017 arbeite ich als medizinischer Fitnesstrainer und Ernährungsberater im Johanniterheim Velbert. Jeder Tag ist anders und meine Aufgaben sind vielfältig: Ich erstelle individuelle Bewegungskonzepte für unsere Bewohner, analysiere ihre Ernährung und spreche Empfehlungen aus. All das ist sehr wichtig um gesund zu werden und zu bleiben. Dabei gehe ich auf jeden Bewohner persönlich ein, denn jeder ist verschieden, hat andere Stärken und Schwächen. Ich arbeite nicht nach Schema F sondern habe zum Beispiel diverse Gleichgewichts- und Kräftigungsübungen, auf die ich zurückgreifen kann. Einige Bewohner haben es dadurch aus dem Rollstuhl wieder auf die Beine geschafft! Ich freue mich, dass ich ihnen dabei helfen kann, mobil zu bleiben oder ihre Gesundheit zu verbessern. Bei vielen kann ich fast täglich Fortschritte beobachten. Sie fassen dadurch neue Hoffnung und neuen Lebensmut. Meine Arbeit macht sich schnell bemerkbar und wird dankend angenommen. Die Bestätigung, die ich von den Bewohnern, den Angehörigen und Kollegen bekomme, ist toll. Mein Beruf bedeutet mir wirklich viel.“