Hilfe zur Selbsthilfe

Wir unterstützen und begleiten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihr Leben selbstbestimmt und verantwortungsvoll in die eigenen Hände zu nehmen

Kinder- und Jugendhilfe bei den Johannitern

Kindeswohl und Jugendschutz haben Priorität

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen liegt uns besonders am Herzen. Nicht erst seit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 2012 entwickeln wir stetig unsere Schutzkonzepte weiter. Wir Johanniter haben ein eigenes Kinderschutzkonzept   fest verankert und in jedem unserer Verbände sind Fachstellen für Kinderschutz etabliert.  Zudem lebt unser Jugendverband Johanniter-Jugend das Präventionskonzept !ACHTUNG – gegen Gewalt im Jugendverband seit 15 Jahren . 
Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe haben wir vor allem diejenigen im Blick, die in schwierigen Verhältnissen, in Armut oder sogar ganz ohne Eltern aufwachsen. Oft sind auch junge Menschen mit körperlichen und seelischen Einschränkungen und ihre Familien auf Hilfe angewiesen. Ihnen fehlt es nicht nur an materiellen Dingen, sondern auch an Möglichkeiten, eigene Potenziale zu erkennen und zu entfalten. Die Johanniter setzen sich dafür ein, dass jedes Kind in Deutschland die Chance auf eine bessere Zukunft hat. Dazu fördern wir die individuelle und soziale Entwicklung dieser Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 

Unsere Hilfsangebote in der Kinder- und Jugendhilfe

In Deutschland wachsen 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Armut auf – das ist mehr als jedes fünfte Kind. Wir Johanniter, als bundesweiter Träger der Kinder- und Jugendhilfe, helfen mit unseren Angeboten dabei, die Chancen von Kindern zu verbessern. Unsere offenen Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche (z. B. Kinderhäuser) bieten ganz grundsätzliche Versorgung an, wie z. B. warme Mahlzeiten, Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote. Für Familien, die mehr Unterstützung benötigen, bieten wir professionelle fachliche Begleitung mit unseren Hilfen zur Erziehung oder mit der sozialpädagogischen Familienhilfe. Und wenn Kinder nicht in ihrer Herkunftsfamilie verbleiben können, dann sind sie in unseren stationären Kinder- und Jugendwohngruppen gut aufgehoben.

Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit

Unser Projekt im Dominik-Brunner-Haus  

Im Jahr 2009 haben wir in einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der Stadt München die Einrichtung „Dominik-Brunner-Haus“ ins Leben gerufen. Hier betreuen und fördern wir Kinder und Jugendliche zwischen dem ersten und 16. Lebensjahr. Entstanden ist ein Ort der Geborgenheit und des Lernens. Unsere Fachkräfte unterstützen die junge Menschen liebevoll und aufmerksam mit einer klaren Tagesstruktur. Die Kleinsten besuchen den Kindergarten. Schulkinder aus sozial benachteiligten Familien kommen zur Nachmittagsförderung. Hier machen sie unter Aufsicht ihre Hausaufgaben und werden je nach Bedarf individuell gefördert. 
In unseren Kinder- und Jugendhäusern bieten wir an verschiedenen Standorten auch stationäre Hilfen an. Zudem unterstützen wir bundesweit verschiedene Wohngruppen.

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Lacrima Trauerprojekt

Mit dem Trauerprojekt Lacrima  begleiten wir Kinder und Jugendliche, die einen nahen Angehörigen verloren haben, bei der Trauerarbeit. Wir helfen ihnen, mit dem Verlust und dem Schmerz fertig zu werden, und hören zu. Gerade wenn z. B. Verwandte sich überfordert fühlen, weil ihr eigener Schmerz sie lähmt, kann das bei jungen Menschen zur Unterdrückung der eigenen Trauer führen, um niemandem zur Last zu fallen. Das kann krank machen.  
Lacrima bietet trauernden Kindern und Jugendlichen in regelmäßigen Gruppenstunden eine geschützte und vertrauensvolle Umgebung, die ihnen hilft, ihren ganz persönlichen Umgang mit der Trauer zu finden. So erkennen sie, dass sie mit ihrem Schmerz nicht allein sind, und lernen ihn zu verarbeiten.

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Im Rahmen des Trauerprojektes Lacrima betreuen wir Kinder und Jugendliche, die nahe Angehörige verloren haben, und unterstützen sie bei der Verarbeitung ihres Verlustes.

LaVista Projekt

Wenn ein Elternteil straffällig geworden ist und ins Gefängnis muss, leiden besonders Kinder unter der neuen, schwierigen Situation. Oft steht die Familie dann vor einer Zerreißprobe. Viele Kinder leiden z. B. unter dem Spott der Nachbarn oder der Schulkameraden und Geldsorgen können die Lage noch verschlimmern. Kinder fühlen sich dieser ohnehin schwierigen Situation vielleicht hilflos ausgeliefert. Zudem dürfen Inhaftierte in der Regel nur dreimal monatlich Besuch empfangen. Dabei dreht sich oftmals alles um Probleme und Ängste der Erwachsenen. Für die Bedürfnisse der Kinder gibt es dabei wenig Raum. Mit unserem Projekt LaVista helfen wir Kindern von Häftlingen im Allgäu, mit Gefühlen wie Trauer, Wut, Schuld und Scham umzugehen. Denn nur, wenn Kinder mit dieser für sie schwierigen Situation umzugehen lernen, können sie sich weiter positiv entwickeln.

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Ambulante Kinder- und Jugendhilfe

Kinder und Jugendlich erleben immer wieder Phasen großer Veränderungen. Jeder Tag kann sie und ihre Familien vor neue Herausforderungen stellen. Mit zwei Projekten in Lübeck und Trier unterstützen wir sie und ihre Eltern, damit fertig zu werden. Die ambulante Kinder- und Jugendhilfe in Lübeck wurde 2015 ins Leben gerufen, die in Trier bereits 1996. 
Dabei haben wir uns der Tradition der christlichen Nächstenliebe verschrieben. Unser Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe, um den Kindern und Jugendlichen so viel Eigenständigkeit wie möglich beizubringen. Dabei stehen lebensweltnahe Aktivierung und Unterstützung der jungen Menschen und ihrer Familien im Vordergrund. Wir wollen neue Perspektiven für ihre persönliche Entwicklung und für das familiäre Miteinander eröffnen. Außerdem wollen wir allen Beteiligten Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten vermitteln und ihre Handlungskompetenzen langfristig erweitern.

Unsere Angebote für Hilfen zur Erziehung (nach SGB VIII 28–35)

Die Johanniter bieten zudem zahlreiche andere Hilfen zur Erziehung an, sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich.

Neue Wege aufzeigen


Ob in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der ambulanten oder stationären Kinder- und Jugendhilfe: In unseren Angeboten zeigen wir jungen Menschen neue Perspektiven auf. Mit unterschiedlichen Angeboten unterstützen und begleiten wir sie auf ihrem Lebensweg. 

In Leipzig betreiben wir beispielsweise seit 2008 eine Wohngruppe für zehn Männer zwischen 18 und 27 Jahren. Sie alle hatten vorher keinen festen Wohnsitz. Nun teilen sich die Bewohner sechs Einzel- und zwei Doppelzimmer. Viele von ihnen haben mit Problemen und Abhängigkeiten zu kämpfen. Wir helfen dabei, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. So sollen sie möglichst schnell wieder auf eigenen Beinen stehen .

Die Johanniter-Jugendhilfe „Kompass“ in Geilenkirchen richtet sich an Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung. Mit diesem neuen Projekt führt die Johanniter-Unfall-Hilfe die langjährige Erfahrung in der freien Jugendhilfe sowie im Betrieb von Kindertagesstätten mit den in den letzten Jahren gewonnenen Erkenntnissen in der akuten und professionalisierten Flüchtlingshilfe zusammen. Die Jugendhilfeeinrichtung „Kompass“ versteht sich als Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Integration, um allen Menschen gleichberechtigte Teilhabe an allen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen.

Unsere Kindertagesstätten

Unsere Kindertagesstätten

In über 450 Krippen und Kindertagesstätten bundesweit betreuen wir Kinder von klein auf.

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