Über Grenzen hinaus voneinander lernen

Hannover/Thessaloniki, 21. Juni 2019

Erfolgreicher Austausch zwischen Johanniter-Akademie in Hannover und Rettungsdienst im griechischen Thessaloniki geht zu Ende – der nächste startet im September

Im September 2018 fiel der Startschuss für das ERASMUS-Projekt in Thessaloniki, das die Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen in Hannover aus der Wiege hob. Das Ziel: Engagierte, begabte Azubis zu fördern und neue Möglichkeiten in der rettungsdienstlichen Ausbildung auszuloten. Acht Notfallsanitäter-Azubis (Jahrgang 2016) hatten im Rahmen ihrer Ausbildung erstmalig die Chance, das rettungsdienstliche Geschehen in der griechischen Hafenstadt kennenzulernen und damit einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen.

Der Kontakt intensivierte sich. Ende Mai (17. Mai bis 25. Mai) folgte ein Lehrer, Praxisanleiter- und Betreueraustausch. Akademie-Kollegen aus Hannover flogen erneut nach Thessaloniki zu den griechischen Kollegen von E.K.A.B,  um Fachvorträge und Workshops zu Themen wie Ausbildung in der Altenpflege, organisatorische Strukturen im Katastrophenschutz und zur rettungsdienstlichen Ausbildung in Deutschland zu halten. Mit dabei auch Experten aus Feuerwehr, Militär sowie aus dem Gesundheitswesen. Tobias Sieg, Fachlehrer an der Johanniter-Akademie, stellte in einem Workshop das Üben in der „Virtual Reality“ vor. Mit einer Brille versetzt man sich in eine fiktionale Lernumgebung. Mit diesem interaktiven Training wird bereits der Rettungsdienst und das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz an der Johanniter-Akademie ausgebildet. „In Griechenland ist dieses Training noch nicht in der regulären Ausbildung integriert“, ergänzt Sieg.

Auch Akademieleiter Kersten Enke ist von dem Programm begeistert „alle Retter sprechen die selbe Sprache - auch über die Ländergrenzen hinweg.  Das ist immer wieder faszinierend,“ so Enke. In Zukunft soll das Projekt noch ausgeweitet werden. Neben dem kollegialen Austausch sollen auch gemeinsame Ausbildungskonzepte entwickelt werden, von denen das Rettungsfachpersonal beider Länder profitiert.Als gebürtiger Grieche nutzte Konstantinos Lazaridis, Fachlehrer Rettungsdienst an der Johanniter-Akademie, seine Kontakte vor Ort. „Es ist wichtig, dass unsere Schüler ihren Horizont im beruflichen Alltag, auch außerhalb von Deutschland, erweitern und neue Arbeitsweisen kennenlernen“, betont Lazaridis, der die Gruppe bei dem ersten Austausch in Griechenland im vergangenen Jahr gemeinsam mit Christian Brandhorst, Fachlehrer, begleitete. In der Vorweihnachtszeit im vergangenen Jahr lud die Johanniter-Akademie die Lehrkräfte aus Thessaloniki zum Gegenbesuch nach Hannover ein.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit trägt Früchte. September ist bereits Projektstart für den nächsten Austausch - nach Thessaloniki geht's dann im Dezember. „Es ist eine schöne Aufgabe, die ersten Generationen von den dreijährig ausgebildeten Notfallsanitätern zu begleiten, denn sie sind es, die diesen Beruf prägen werden. Wir geben ihnen mit Programmen wie diesem Austausch die Möglichkeit Erfahrungen und Eindrücke zu gewinnen, die sie in die Gestaltung der Zukunft unseres Berufes einbringen können“, betont Lazaridis. „Es besteht die Möglichkeit, das Projekt um Schulen aus weiteren EU-Ländern zu erweitern“, freut sich der Fachlehrer. „Von diesem Perspektivwechsel profitieren wir alle.“

Über die Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Niedersachsen/Bremen

Die Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Niedersachsen/Bremen ist bundesweit eine der führenden Schulen für Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Das Spektrum reicht von der notfallmedizinischen Basisausbildung zum Rettungssanitäter über die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter bis hin zur Fortbildung von Rettungsmedizinern und Führungskräften im Rettungsdienst. Als Trainingssite der AHA (American Heart Association) sowie lizensiertes Trainingszentrum für ITLS® (International Trauma Life Support) bietet die Johanniter-Akademie in Hannover auch international anerkannte Fortbildungsprogramme an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die staatlich anerkannte Berufsfachschule für Altenpflege: Angeboten werden die Ausbildung zum Altenpfleger, zum geprüften Altenpflegehelfer, zur Betreuungskraft nach § 53 c sowie weitere Pflegefortbildungen.

Verschiedene Kooperationspartner wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Pflege internationaler Ausbildungsnetzwerke ermöglichen eine ideale Einbindung in Praxis und Forschung sowie einen aktuellen Erfahrungsaustausch.

Die Entwicklung und Durchführung der Bildungsangebote sind gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und AZAV zertifiziert. Die Lehrgänge werden begleitend evaluiert und die Ausbildung ständig den neuen Entwicklungen und Erkenntnissen in der Rettungsmedizin angepasst.

 

Weitere Informationen unter www.bildungsinstitut-nb.de.


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