Virtuelle Realität neu denken

Hannover, 18. Oktober 2019

Zum 2. Konsortialtreffen trafen sich die Projektbeteiligten von „VitAWiN“ in der Johanniter-Akademie in Hannover

Alle Projektbeteiligten trafen sich dieses Mal in der Johanniter-Akademie in Hannover.

(Foto: JUH/Triebel)

Mit dem Forschungsprojekt „ViTAWiN“ wird die Integration von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) in der Qualifizierung von Notfallsanitätern und Notfallpflegekräften erprobt. Bei den Notfallpflegekräften handelt es sich um Fachpflegekräfte, die eine Qualifizierung für die Notaufnahme durchlaufen haben.

Am 15. und 16. Oktober trafen sich alle Projektbeteiligten im Campus Hannover der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen. Das Ziel: Die Erfahrungen der Vorgängerversion „Epicsave“ auswerten und Optimierungen für VitAWiN ausloten. 

„In Epicsave haben wir unseren Fokus auf den anaphylaktischen Schock bei Erwachsenen und Kindern gelegt“, erklärt Andreas Franke, Projektkoordinator für ViTAWiN an der Johanniter-Akademie. Bei VitAWiN sollen zusätzliche Verletzungsmuster aufgenommen werden – so zum Beispiel Verbrennungen.“ Ein Simulationsphantom wird dafür mit der Software verbunden. Die Verbrennungen sowie das Einsatzszenario werden erst durch die 3D-Brille für den Anwender sichtbar. „Wir wollen damit die Ausbildungsqualität steigern und Szenarien noch (be-)greifbarer machen.“

„Das Treffen war durch die Bündelung der Kompetenzen von Bildungspartnern, Forschung, Lehre sowie der Industrie sehr produktiv. Wir können die weiteren Projektschritte nun mit frischem Schwung angehen“, resümiert Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen. 

Auch Konsortialleiter Prof. Dr. Jonas Schild der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zieht ein positives Fazit: "Bei diesem Konsortialtreffen wurde die gemeinsame Vorgehensweise der Partner für die weitere Projektumsetzung ausgearbeitet. Als Grundlage für die inhaltliche Konkretisierung wurde ein Design-Thinking Workshop durchgeführt, welcher wichtige Erkenntnisse über Bedürfnisse von Auszubildenden wie Lehrkräften erbrachte."

Die Abkürzung „VitAWiN“ steht für „Virtuell-augmentiertes Training für die Aus- und Weiterbildung in der interprofessionellen Notfallversorgung“. Mit dem neuen Training können sehr spezifische Szenarien in einem gefahrlosen Umfeld geübt werden. Auch kann der Anwender in verschiedene Rolle schlüpfen – zum Beispiel in die des Notarztes oder in die des Patienten.

An VitAWiN beteiligt sind die Projektpartner der Hochschule Hannover, des Malteser Bildungszentrums Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE, des Hanse Instituts Oldenburg – Bildung und Gesundheit und des Softwareherstellers TriCAT. Die Projektpartner treffen sich regelmäßig, um Erfahrungswerte auszutauschen und Methoden zur weiteren Produktentwicklung festzulegen. 

Mehr Infos zum Projekt unter: vitawin.info

Foto: JUH/Nadine Triebel