Deeskalationstrainer/in im Rettungsdienst

Der Rettungsdienst ist eine Tätigkeit mit erhöhtem Gefährdungspotential für das eingesetzte Personal. Insbesondere die deutliche Zunahme von Einsätzen mit Patienten in psycho-sozialen Not- und Krisenlagen zeigt die dringende Notwendigkeit von professionellen, wissenschaftlich fundierten und praktisch anwendbaren Deeskalations- und Eigensicherungskompetenzen.

Als bundesweit erster Anbieter bietet das Johanniter-Bildungsinstitut Niedersachsen/Bremen eine von der GUVH (Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover Landesunfallkasse Hannover) zertifizierte Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer/Deeskalationstrainerin Rettungsdienst an.

Die Ausbildung qualifiziert Teilnehmer fachlich und didaktisch und versetzt die zukünftigen Trainer in die Lage, fundierte Deeskalationsfortbildungen und Deeskalationstrainings in den eigenen Rettungsdienstbereichen anzubieten und durchführen.

Inhalte und Ausbildungsziele

Inhalt der Ausbildung sind sowohl die wissenschaftlichen Grundlagen, um aggressives Verhalten von Patienten und anderen Einsatzbeteiligten zu erklären und verstehen zu können, als auch die notwendigen rethorischen und praktischen Kompetenzen, mit deren Hilfe aggressive Einsatzlagen erfolgreich und sicher bewältigt werden können.

Zielgruppe

Die Ausbildung richtet sich an pädagogisch qualifiziertes Personal (PAL, Dozenten im RD, Fachlehrende) die als Deeskalationstrainer/Innen tätig werden wollen.

Termine

  • H DTA 20/01       06.05.20 – 08.05.20 und 03.06.20 - 05.06.20

Kosten

995,00 Euro pro Person

Kursinformationen

Die Ausbildung ist auf zweimal drei Tage mit jeweils acht Unterrichtseinheiten angelegt. Sie schließt mit einer praktischen Abschlussprüfung und einer schriftlichen Hausarbeit, die zwischen den Unterrichtsblöcken angefertigt wird, ab.

Übersicht der Themen und Inhalte der Ausbildung

  • Aggression und Gewalt: Biopsychosoziale Modelle und Theorien von Aggression und Gewalt, Forschungslage zur Gefährdung im Rettungsdienst, rechtliche Aspekte von Gewalt, Aggression und deren Bewältigung.
  • Deeskalation: Forschungslage zur Deeskalation, vorhandene Leitlinien und Empfehlungen, deeskalierende Rhetorik, Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation, Grundlagen der Verhaltenspsychologie.
  • Einsatzführung: Forschungslage zur Führung und Bewältigung gefährlicher Einsätze, Teamführung in eskalierenden Einsatzlagen, psychologische Fehler in der Einsatzführung unter kritischen Bedingungen, Grundlagen der praktischen Eigensicherung und Patientensicherung.
  • Pädagogik und Didaktik: Auffrischung von pädagogisch-didaktischen Grundlagen, Entwurf und Anwendung von Fallbeispielen, Rollenspielsituationen und deren Feedback, Training von einfachen Selbstverteidigungstechniken
  • Deeskalation als Präventionsaufgabe: Aufbau und Installation eines Gewaltpräventionssystems, Einbindung und Evaluation des Präventionsystems in den Regelbetrieb einer Rettungswache.

Für inhaltliche Fragen zur Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer/in steht Alexander Stötefalke (B.Sc.) Fachleiter Notfall- & Katastrophenpsychologie der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Niedersachsen/Bremen zur Verfügung.

Förderungsmöglichkeiten

Für Teilnehmende aus Niedersachsen besteht die Möglichkeit eine Förderung bis zu 1000,00 € durch die GUVH zu erhalten. Die Ausbildung Deeskalationstraner/ in im Rettungsdienst ist durch die GUVH zertifiziert und als Förderungsfähig anerkannt. Informationen zur Förderung und die benötigten Anträge finden Sie hier: Unterstützung GUVH

Sie haben Fragen zu der Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer/in oder möchten sich anmelden? Dann wenden Sie sich an das Bildungsinstitut Niedersachsen/Bremen in Hannover (siehe Kontakt).

Anmeldung

Für eine verbindliche Kursanmeldung laden Sie sich bitte das Anmeldeformular herunter und faxen uns das Formular komplett ausgefüllt zurück: Informationen und Downloads

Johanniter-Akademie Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen

Büttnerstraße 19 (Brain-Park)
30165 Hannover

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