Sichtbar sein? Gut sein!

Leipzig, 30. Oktober 2019

Besuch aus dem Bundestag und vom Ehrenpräsidenten der JUH in der Johanniter-Akademie Mitteldeutschland. Der Grund: Jens Lehmann(CDU), MdB und Mitglied im Verteidigungsausschuss, möchte mit Soldaten über die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter an der Leipziger Akademie sprechen. Hier herrscht übereinstimmend Zufriedenheit. Die angehenden Notfallsanitäter freuen sich über die fundierte Ausbildung bei den Johannitern und wissen, die deutschen Sanitäter genießen bei internationalen Einsätzen den besten Ruf.

Eine Diskussion entfacht sich an anderer Stelle. Gebe ich mich in der Öffentlichkeit als Soldat zu erkennen oder nicht? Die „militärischen Azubis“ sind sich einig, dass es etwas Gutes ist, im Sanitätsdienst zu dienen. Sie sind aber traurig über die Anfeindungen in der Öffentlichkeit oder die Häme wegen nicht funktionierenden Militärgeräts von Hubschraubern bis Gorch Fock. Lehmann ist für „sichtbar sein. Wir sind eine demokratische Armee, die den Bürgern dient.“ General a.D. und JUH-Ehrenpräsident, Hans-Peter von Kirchbach mahnt: „Zum Teil stimmt die Kritik auch, aber eben nur zum Teil. Dennoch: Noch nie hat die Bundeswehr einen Auftrag des Parlaments nicht erfüllt – egal in welcher Ecke der Welt. Sagt das den Leuten, wenn sie meckern.“

Begleitet wurden Jens Lehmann und Hans-Peter von Kirchbach unter anderem durch Lars Menzel, Leiter der Akademie sowie Birgitt König vom Karrierecenter der Bundeswehr Dresden.