Coronavirus: Wir reagieren besonnen und angemessen

Berlin, 15. März 2020

 

Zuletzt aktualisiert am 19. April 2020

Die dynamische Entwicklung der Pandemie des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) stellt alle Bereiche der Gesellschaft vor besondere Herausforderungen. Die Angebote der Johanniter-Jugend richten sich zwar an eine vermutlich kaum gefährdete Gruppe, dennoch müssen gerade wir als Jugendverband einer Hilfsorganisation in unserem Handeln Verantwortung für die Gesamtbevölkerung übernehmen.

Wir richten daher uns bundesweit nach den Empfehlungen und Anweisungen der zuständigen öffentlichen Stellen. Entlang unserer Strukturen stehen wir in engem Austausch mit dem bundesweiten Krisenstab der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., dessen Handlungsanweisungen für den Gesamtverband regelmäßig aktualisiert werden. Außerdem haben wir detaillierte Handreichungen für die Angebote der Johanniter-Jugend in den Verbänden herausgegeben, die im Intranet 4juh abrufbar sind oder auf Anfrage von uns zur Verfügung gestellt werden.

Die Strategie

Die bekannten Empfehlungen und Maßnahmen haben derzeit zum Ziel, die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu reduzieren. So sollen die Kapazitäten des Gesundheitssystems für die Versorgung schwer erkrankter Personen frei gehalten werden.

Unsere Angebote

Entlang dieser Strategie haben die Regierungen von Bund und Ländern am 16. März Leitlinien zur weiteren Eindämmung der Epidemie in Deutschland getroffen, die am 15. April erneuert wurden. Dies beinhalten, “Zusammenkünfte in Vereinen” flächendeckend zu verbieten. Unabhängig vom Stand der Umsetzung in den Bundesländern bindet die Johanniter-Jugend sich an diese Leitlinien. Das bedeutet, dass unsere Angebote bis auf Weiteres und ohne Ausnahme nicht stattfinden können.

Für die Veranstaltungen, Seminare und Tagungen auf Bundesebene gilt das ebenso. Die Bundesjugendleitung hat die für Mitte März angesetzte Bundesjugendversammlung daher bereits frühzeitig verschoben.

Intensiv beraten wurde zuletzt über das 14. Bundespfingstzeltlager, dessen weitere Vorbereitung einschließlich des Anmeldeprozederes vor dem Hintergrund der neuen staatlichen Regelungen leider unmöglich geworden ist. Die Bundesjugendleitung hat daher beschlossen, in diesem Jahr kein Bundespfingstzeltlager auszurichten.

Die Entscheidungen sind schmerzlich, wir sind uns aber sicher, dass wir die kommende Zeit gemeinsam meistern. Johanniter-Jugendliche halten jeden Tag zusammen, um zu helfen - sei es in der Ersten Hilfe oder in sozialen Projekten. Das gilt weiterhin, wenn auch mit mehr räumlicher Distanz.

Bundesjugendleiterin Julia v. Frantzki und Bundesjugendleiter Moritz Röver erinnern an unsere Stärken und den Einsatz jedes*r Einzelnen in schwierigen Zeiten:

In diesen Tagen zeigt sich, dass Zusammenhalt eine starke Gesellschaft ausmacht.
Dafür können wir uns einsetzen.

Wir handeln besonnen, verfolgen die Situation aufmerksam, verlassen uns auf gesicherte Informationen und verbreiten keine Gerüchte. Darüber hinaus ist jetzt unser Engagement und unsere Kreativität gefragt, um anderen zu helfen und die kommenden Wochen gemeinsam zu meistern.

Ihr Ansprechpartner Bundesjugendleitung

Lützowstraße, 94
10785 Berlin