Alt und Allein – ein ehrenamtlicher Besuchsdienst

Allein und einsam im Alter – für uns alle eine erschreckende Vorstellung und doch etwas Alltägliches. Der Partner oder die Partnerin ist verstorben, Kinder sind räumlich weit entfernt. Allmähliche Einschränkungen, die das Alter mit sich bringt, verhindern das Verlassen der Wohnung und somit den Kontakt zu anderen Personen. So beginnen der Rückzug von der Außenwelt, Einsamkeit und soziale Isolation. Im Rahmen des Projektes „Alt und Allein“ soll der Mensch, der vereinsamt und allein den letzten Abschnitt seines Lebens verbringt, im Mittelpunkt stehen. Wer allein lebt, freut sich über gelegentliche Gesprächspartnerinnen oder ¬ partner. Unser Besuchsdienst ist eine gute Möglichkeit, den Kontakt zum gesellschaftlichen Leben zu pflegen und sich ein Stück von Außenwelt und Zwischenmenschlichkeit ins Haus zu holen.

Bei einem Besuch können wir beispielsweise:

  • Gesellschaft leisten
  • Gespräche führen
  • Kontakte knüpfen
  • zuhören
  • beim Ausfüllen amtlicher Formulare helfen
  • zusammen Brett- oder Kartenspiele spielen
  • Abwechslung in den Alltag bringen

Warum gibt es das Projekt Alt und Allein?

In einer alternden Gesellschaft wird Einsamkeit zu einer immer größeren gesellschaftlichen Herausforderung. Hohe Mobilität und berufliche Flexibilität bringen es mit sich, dass immer mehr Menschen in Orten wohnen, in denen sie nicht sozial eingebunden sind. Auch Menschen in der Nacherwerbsphase werden heute immer mobiler. Für sie steigt das Risiko der sozialen Isolation auch, wenn Kinder wegziehen oder Partnerin bzw. Partner und Umfeld altern. Das Gestalten eines lebendigen Miteinanders, das Fördern von Begegnung und die soziale Einbindung werden immer wichtiger. Es handelt sich hier um eine prophylaktische Maßnahme zur Vorbeugung alterstypischer Erkrankungen wie Demenz, Hypertonie, Depression, Suchtneigung oder  suizidalem Verhalten. Über die Einzelbetreuung von alten und vereinsamten Menschen trägt das Projekt gleichzeitig auch zur Stärkung des Ehrenamtes in unserer Gesellschaft und zur Förderung der Bereitschaft zur Übernahme von sozialer Verantwortung bei.

Für ein besseres Leben im Alter

Ziel ist es, der Vereinsamung von Menschen entgegenzuwirken und gemeinsam Zeit zu verbringen. Unsere Ehrenamtlichen unterstützen damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und bieten Entlastung für Angehörige. Alle unsere ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter im Besuchsdienst für Seniorinnen und Senioren arbeiten unentgeltlich, sodass für die Besuchten keine Kosten entstehen. Doch um ihre Arbeit bestmöglich zu erfüllen, brauchen die Ehrenamtlichen Aus- und Fortbildungen. Dazu zählen zum Beispiel Schulungen in Kommunikation und Gesprächsführung oder zu Methoden der Beschäftigung und Aktivierung. Um die dafür anfallenden Kosten aufzubringen und Aktivitäten der Ehrenamtlichen zu ermöglichen, brauchen wir Ihre Unterstützung:

  • 20 Euro ermöglichen einen gemeinsamen Museumsbesuch.
  • 60 Euro ermöglichen die Weiterbildung einer/eines Ehrenamtlichen.
  • 100 Euro helfen, das Angebot noch bekannter zu machen.