Ecuador: Wasser für eine gesunde Zukunft

Wasser ist Leben – und für uns selbstverständlich. Doch im Hochland Ecuadors wird der Alltag stark vom Regen beeinflusst, sei es für Trinkwasser oder die Bewässerung der Felder. Wir bauen mit den Gemeinden vor Ort Wassersysteme, um der indigenen Bevölkerung aus der Armut zu helfen – und nutzen dabei eine ecuadorianische Tradition: die Minga!

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"Ohne Wasser geht gar nichts"

…weiß Margarita Quilimbaquin, Vorsteherin der Gemeinde Pucará in der Provinz Pichincha. Hier am Hang des Vulkans Cayambe dreht sich alles um den Regen. Wenn dieser einmal ausfällt, gibt es keinen Ersatz um die Ernten zu sichern. Ohne diese fehlt vielen Familien wiederum das Einkommen, um für sich zu sorgen – die Folgen sind Armut und Mangelernährung.  Ländliche Gemeinden wie die von Margarita sind am stärksten betroffen: abseits der Städte lebt hier jeder sechste Einwohner in tiefer Armut. Über sieben Millionen Menschen in der Andenregion sind laut UNO-Angaben betroffen, darunter eine halbe Million Kinder.

Gesunde Ernten - auch wenn der Regen ausfällt

Margarita Quilimbaquin, Gemeindevorsteherin in Pucará, Ecuador

Margarita Quilimbaquin, Vorsteherin der Gemeinde Pucará

Um den Menschen in der Hochlandregion zu helfen, verlegen wir Wasserleitungen und bauen Wasserspeicher. So haben die Gemeinden sauberes Trinkwasser aus den natürlichen Quellgebieten. Außerdem werden Bewässerungssysteme für die Felder installiert. Margarita nutzt mit anderen Bewohnern ein solches System für die Landwirtschaft. Andere teilen sich einen Wassersprenger, der unter den Bewohnern weitergegeben wird. Dank dieser Methoden kann nun ganzjährig geerntet werden, auch wenn der Regen geringer ausfällt. Da Margarita einen Teil der Ernte verkaufen kann, sichert das ihr Einkommen. Außerdem kann sie vielseitiger anbauen als früher – nicht nur Bohnen, sondern auch Kartoffeln, Brokkoli, Zwiebeln und Quinoa werden geerntet. Und die abwechslungsreichere Ernährung hat noch einen weiteren Effekt:

"Unsere Mahlzeiten sind gesünder, deswegen werden wir nicht mehr so oft krank", ist Margarita überzeugt.

Das Hochland schützen

Die Bewässerungssysteme schaffen außerdem gesunde Böden: die Wasserhaltekapazität wird wiederhergestellt und Felder werden langfristig fruchtbar gehalten. So müssen Bauernfamilien für den Anbau nicht weiter in die Hochlagen ausweichen. Das Pflanzen einheimischer Nutzhölzer, die später als Brennholz dienen, verbessert dabei das Mikroklima und erhöht zusätzlich die landwirtschaftlichen Erträge. Die Bauern in den Gemeinden können nun schonender mit den Ressourcen umgehen und damit ihre Einkommensquellen langfristig sichern.

Minga: Die Gemeinschaft macht mit

Um sicherzustellen, dass das Projekt die lokale Bevölkerung mit möglichst großer Wirkung unterstützt und ihre Lebensumstände dauerhaft verbessert, beteiligen wir sie aktiv an unserer Arbeit. Das schafft eine starke Verbundenheit mit den neuen Ansätzen. In Ecuador gibt es eine über Jahrhunderte gewachsene Tradition, sich gemeinschaftlich für das Wohl aller einzusetzen. Es ist diese besondere Form der Gemeinschaftsarbeit, auch "Minga" genannt, die es möglich gemacht hat, die Wasserleitungen zu verlegen: alle packen mit an! Und auch für die Wartung der Wasserleitungen sind alle gemeinsam verantwortlich: mit regelmäßigen Beiträgen sind alle an den Kosten für Reparaturen beteiligt. Deshalb sind die Wassersysteme, die die Johanniter vor sechs Jahren in der Gemeinde installiert haben, auch jetzt  noch intakt.

"Minga" - In Ecuador hat es Tradition, dass Nachbarn und Freunde sich unterstützen, um Arbeiten für das Gemeinwohl zu vollbringen oder bei Problemen zu helfen.

 

Bitte unterstützen Sie uns: Werden Sie Teil unserer "Minga" und helfen Sie uns weitere 2.000 Familien in den Hochlandprovinzen Imbabura und Pichincha dauerhaft mit Wasser zu versorgen.

Die Einwohner haben bereits mit der Verlegung der Rohre begonnen. In einem nächsten Schritt werden wir zwei Bewässerungssysteme installieren und 50.000 einheimische Nutzhölzer pflanzen.

Helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende:

Wie unser Projekt wirkt:

1. Wasserleitungen verlegen

Sauberes Trinkwasser ist die Grundlage für ein gesundes Leben. Außerdem können Bewässerungssysteme für die Felder installiert werden.

2. Ernährung & Einkommen sichern

Ganzjährige Bewässerung der Felder sichert die Ernten. So haben Bauernfamilien nicht nur gesunde Mahlzeiten, sondern auch verlässliche und höhere Einkünfte.

3. Nachhaltigkeit

Bewässerung hält den Boden fruchtbar, sodass die Einkommensquelle der Bauern langfristig gesichert ist. Auch Nutzpflanzen helfen das Land und das Klima zu schützen.

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Ihr Ansprechpartner Katrin Schmidt

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10785 Berlin