Informationen zum Coronavirus: Was jetzt wichtig ist

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt unser tägliches Zusammenleben aktuell vor große Herausforderungen: Geschlossene Schulen und Kitas, eingeschränkte Reisefreiheit, die Aufforderung zu räumlicher Distanzierung und dazu im Stundentakt neue Meldungen.

Auf dieser Seite haben wir für Sie wichtige Experten-Hinweise und Gesundheitsinformationen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 zusammengestellt. Außerdem finden Sie Tipps, wie Sie sich in diesen Zeiten solidarisch verhalten und anderen helfen können.

Infektionen vorbeugen: Die wichtigsten Hygienetipps

Das Coronavirus hat den Alltag in Deutschland auf den Kopf gestellt und die Zahl der Infizierten wird Experten zufolge in den kommenden Wochen weiter ansteigen. Das erklärte Ziel ist es jetzt, die Verbreitung zu verlangsamen und somit vor allem ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, beziehungsweise einem geschwächten Immunsystem, zu schützen. Jeder Einzelne sollte jetzt mit seinem Verhalten dabei helfen und die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen. Regelmäßiges und vor allem gründliches  Händewaschen ist dabei einer der wichtigsten Punkte.

Was es dabei zu beachten gibt und was Sie noch für eine verbesserte Hygiene tun können, haben wir zur Übersicht in diesem PDF-Dokument für Sie zusammengefasst:

Die 10 wichtigsten Hygienetipps gegen das Coronavirus

Nächstenliebe in Zeiten des Coronavirus: So können Sie anderen helfen

Bei all den Herausforderungen, die das Coronavirus mit sich bringt: Diese besondere Ausnahmesituation bietet auch die Chance, uns auf wichtige Werte wie Solidarität, Respekt und Nächstenliebe zu besinnen. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, kommen wir alle besser durch diese Krise. In den Sozialen Medien werden im Moment tolle Ideen und Hilfsangebote ausgetauscht, von denen wir Ihnen hier auch einige vorstellen wollen. Das sind die Do's und Don'ts in der aktuellen Situation:

DO:

  • Zuhause bleiben: Wann immer es geht, sollte man aktuell zuhause bleiben und direkte soziale Kontakte meiden. Wichtige Erledigungen wie z.B. der Lebensmitteleinkauf, sind davon ausgeschlossen.
  • Kinderbetreuung anbieten: Wer studiert, nicht arbeitet oder die Möglichkeit hat, im Homeoffice zu arbeiten, kann z.B. die Kinder von Nachbarn betreuen, die nicht von zuhause aus arbeiten können. So werden Großeltern geschützt, die in dieser Situation eher zur Risikogruppe gehören und deshalb nicht die Betreuung übernehmen sollten.
  • Blutspenden: Vielerorts ist die Bereitschaft zum Blutspenden durch das Coronavirus zurückgegangen. Doch gerade in der Frühphase der Epidemie ist es wichtig, dass gesunde Menschen weiterhin spenden, um Vorräte anlegen zu können und die Versorgung der Patienten mit Blutpräparaten sicherzustellen. Die Blutspendedienste sind so eingerichtet, dass eine Ansteckung mit dem Virus ausgeschlossen werden kann. Personen mit Erkältungs- oder Grippe-Symptomen sowie Rückkehrer aus Risikogebieten sollten jedoch ausdrücklich nicht zur Blutspende gehen.
  • Hilfe bei Besorgungen: Um Ältere und Personen mit einem geschwächten Immunsystem keiner Ansteckungsgefahr auszusetzen, können Sie anbieten für sie einkaufen zu gehen.
  • Gassi gehen: Damit Personen, die der Risikogruppe angehören, nicht das Haus verlassen müssen, ist es auch schon eine große Hilfe, wenn Sie anbieten, deren Hund auszuführen.
  • Hilfe über Internetportale anbieten (und finden): z.B. auf Quarantäne Helden, Nebenan.de oder WirHelfen.eu
  • Kontakte per Telefon und online pflegen: Räumliche Distanzierung muss nicht soziale Distanzierung bedeuten – im Gegenteil. Die Sozialen Medien ermöglichen es den Kontakt aufrechtzuerhalten. Gerade ältere Menschen und Personen in Pflegeheimen dürfen wir in dieser Zeit nicht vergessen! Über einen Anruf freuen sich viele Menschen jetzt besonders.
  • Ruhe bewahren und verantwortungsbewusst handeln!

DON'T:

  • Bei Corona-Verdacht bitte nicht direkt zum Arzt gehen: Rufen Sie stattdessen bei Ihrem Arzt oder beim zuständigen Gesundheitsamt an. So kann dafür gesorgt werden, dass Sie in der Praxis isoliert untersucht werden oder ein Hausbesuch organisiert werden kann und sich andere Patienten im Wartezimmer nicht anstecken. Welche Symptome auf das Coronavirus hinweisen, sehen sie weiter unten in einer Tabelle.
  • Kinder nicht zu den Großeltern bringen: Auch wenn die Kinderbetreuung zur Herausforderung wird – von einer Betreuung durch die Großeltern ist derzeit dringend abzuraten. Kinder zeigen zwar meist keine schweren Krankheitssymptome, können allerdings Überträger des Virus sein. Das kann besonders für ältere Menschen ab 50 (Risikogruppe) gefährlich werden.
  • Keine Hamsterkäufe tätigen: Hamsterkäufe sind nicht notwendig! Die leeren Regale sorgen stattdessen für Panik und suggerieren einen Notstand, der faktisch nicht besteht. Die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist nicht gefährdet. 
  • Keine Fake-News in den Sozialen Medien weiterverbreiten: Dies sorgt für weitere Verunsicherung. Vertrauen Sie stattdessen auf seröse Medien und Informationsquellen wie das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de)

So unterscheiden Sie die Symptome für Corona, Grippe und Erkältung:

Wichtig: Wenn Sie den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein, melden Sie sich bitte zunächst telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Gehen Sie nicht direkt in die Praxis oder ins Krankenhaus.

Wichtige Telefonnummern/Internetseiten:

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD): 0800 011 77 22
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100
  • Robert-Koch-Institut: www.rki.de
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de
  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung (Behördennummer): 115 oder www.115.de

Hinweis: Sollten Sie bei einer der angegebenen Nummern nicht auf Anhieb durchkommen, haben Sie bitte Geduld und rufen Sie nicht die 112 an! Die Leitungen müssen für dringende Notfälle frei bleiben.

Hilfsprojekte brauchen Ihre Unterstützung!

Viele unserer sozialen Hilfsprojekte stellt die Corona-Krise vor große Herausforderungen, so zum Beispiel unsere Projekte in der Obdachlosenhilfe oder die Tafeln. Obdachlose trifft die Situation besonders hart: Viele Hilfsangebote brechen in diesen Zeiten nach und nach weg, sodass die Grundversorgung (ebenso wie die essenziellen Hygienemaßnahmen!) nur noch schwer sichergestellt werden können. Die sogenannten "Hamsterkäufe" führen außerdem dazu, dass weniger Lebensmittel zur Verteilung an Bedürftige zur Verfügung stehen. Daher sind unsere sozialen Hilfsprojekte jetzt besonders auf Unterstützung und Spenden angewiesen. 

Wenn auch Sie helfen möchten, finden Sie hier eine Übersicht unserer Projekte. Unter "Regionale Projekte" können sie auch direkt nach Projekten in Ihrer Region suchen.

Ehrenamt und Katastrophenschutz

Zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland sind die Johanniter bereits im Einsatz. Wir stellen zum Beispiel Behandlungszelte zur Verfügung und unterstützen Screening-Zentren, damit Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Erkrankung untersucht werden können, ohne dass sie ein Krankenhaus oder die Arztpraxis betreten. Wir bereiten uns auch darauf vor, dass zusätzliche Aufgaben wie beispielsweise die Versorgung der Menschen in häuslicher Quarantäne auf uns zukommen. Auch weitere Einsatzfahrzeuge und Material wie Zelte halten wir auf Abruf bereit.

Ein gut funktionierender Katastrophenschutz ist für uns alle außerordentlich wichtig und wird von vielen ehrenamtlichen Schultern getragen. Bitte unterstützen Sie diese wichtige Arbeit mit Ihrer Spende. Jeder Euro zählt!

Spenden Sie jetzt