Nothilfe Ukraine

Millionen Menschen, vor allem Frauen und Kinder, sind auf der Flucht und brauchen unsere Unterstützung. Wir helfen vor Ort und in Deutschland.

Jetzt spenden!

Hilfe für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine dauert an – Millionen Menschen sind bereits vor Raketenangriffen und Artilleriefeuer geflüchtet. Knapp 16 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer sind aktuell akut auf Hilfe angewiesen, darunter auch sehr viele Kinder und Jugendliche. Jede Spende hilft uns, konkret vor Ort und in Deutschland zu unterstützen.

Wir sind mit zahlreichen Partnern im Osten Europas vertreten, sodass wir gezielt Hilfsmaßnahmen über unser Netzwerk in die Wege leiten können. Mittlerweile haben bereits 58 Transporter der Johanniter mit über 700 Tonnen Hilfsgütern die Ukraine und angrenzende Nachbarländer erreicht. In Deutschland haben wir für Menschen aus der Ukraine über 50 Notunterkünfte errichtet und sind in Beratungsstellen aktiv.

So helfen wir in der Ukraine

Klicken Sie auf den Button, um den Inhalt nachzuladen.

Dank unseres Partners, dem Deutsch-Ukrainischen Forum, konnten wir bereits zu Beginn der Eskalation schnell reagieren und die Verteilung von Hilfspaketen für Ukrainerinnen und Ukrainer koordinieren.

Aktuelle Aktivitäten der Johanniter in der Ukraine:

  • Wir kümmern uns um Transport und Verteilung von Hilfspaketen mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und medizinischem Material in den ukrainischen Städten Czernowitz und Chmelnyzkyj sowie nahe Kiew in Wassylkiw und Obuchiw. 
  • Wir beliefern ukrainische Krankenhäuser (darunter ein Kinderkrankenhaus in Lwiw) mit Medikamenten, medizinischem Verbrauchsmaterial und Krankenbetten, um auch hier die Versorgung für Erkrankte und Verletzte sicherzustellen. Unter anderem hierfür haben wir Versorgungs-Hubs in Rumänien und in Sachsen aufgebaut.
  • Rettungskräfte der Johanniter kümmern sich um Patiententransporte erkrankter ukrainischer Kinder. Bisher konnten 80 Kinder und Jugendliche mit ihren Angehörigen in Spezialkliniken nach Deutschland gebracht werden.

Nothilfe Ukraine: Ihre Spende zählt!

Wir kümmern uns um die Verteilung lebenswichtiger Hilfsgüter in der Ukraine, den angrenzenden Nachbarländern und in Deutschland. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Spendenkonto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, Bank für Sozialwirtschaft, Stichwort: Ukraine

Aktivitäten der Johanniter an den ukrainischen Grenzen

Laut Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) sind bis Anfang Mai rund 5,7 Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet, die meisten davon in die Nachbarländer. In Rumänien, Ungarn, Polen und der Republik Moldau kommen weiterhin täglich Geflüchtete an. Die in diesen Ländern tätigen Johanniter-Partnerorganisationen unterstützen die ankommenden Menschen und kümmern sich um die Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern.

Einige der Johanniter-Maßnahmen in Nachbarländern der Ukraine im Überblick:

  • Seit dem 01. April bietet ein mobiles Psychologenteam unseres Partners CASMED Geflüchteten aus der Ukraine psychosoziale Unterstützungsdienste an. Mehrere Kinder und Erwachsene im Norden der Republik Moldau konnten mit CASMED-Teammitgliedern interagieren und die benötigte emotionale Unterstützung erhalten.
  • Wir versorgen Geflüchtete in der Republik Moldau mit Hilfsgütern und Lunchpaketen und unterstützen in der psychosozialen Betreuung.
  • Wir unterstützen die Johanniter in Ungarn bei der Ausstattung von Unterkünften und der Versorgung von Geflüchteten an der ukrainischen Grenze.
  • Logistik-Expertinnen und -Experten der Johanniter unterstützen das Logistik-Cluster der UN in Krakau. Hier werden Notfalleinsätze zentral koordiniert.
  • Wir prüfen kontinuierlich die Möglichkeiten zum Ausbau unserer Unterstützung mit unseren Partnern, zum Beispiel in Rumänien, Polen oder der Republik Moldau,  um über die Akuthilfe hinaus längerfristige Projekte vor Ort umsetzen zu können.

Sachspenden

Derzeit haben die Koordinierung, der Transport und die Verteilung von medizinischem Material, Hygieneartikeln und Lebensmitteln für uns oberste Priorität. Hier ist der Bedarf sehr konkret, sodass wir Geldspenden nutzen, um Hilfsgüter in großen Mengen zu beschaffen und zu transportieren. Damit Hilfsorganisationen wie die Johanniter effektiv an den ukrainischen Grenzen Hilfe leisten können, möchten wir Sie bitten von der eigenen Sammlung und dem Transport von Sachspenden abzusehen.

„Leider werden die ukrainischen Grenzen mit Kleidung und anderen gespendeten Gegenständen überschwemmt. Am besten helfen können Sie mit einer Geldspende, die es den Helferinnen und Helfern ermöglicht, den ukrainischen Frauen, Männern und Kindern die bestmöglichste und effektivste Unterstützung zukommen zu lassen“, rät auch Susanne Wesemann, Leiterin der Johanniter-Auslandshilfe.

Interview mit Alin Ușeriu

Zusammen mit der rumänischen Partnerorganisation Tășuleasa Social setzen die Johanniter dringend benötigte Hilfe an der Grenze zur Ukraine um. Der Leiter Alin Ușeriu schildert im Interview die derzeitige Situation.

Mehr erfahren

Soforthilfe in Deutschland

In Deutschland sind alle Verbände der Johanniter in der Versorgung von ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine aktiv. „Es kommen derzeit in erster Linie Frauen und Kinder, die Familienmitglieder und Freunde noch in der Ukraine wissen und häufig traumatische Erfahrungen gemacht haben“, sagt Anne Ernst, Geschäftsbereichsleiterin Krisenmanagement & Nothilfe der Johanniter.

Die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten ist seit 2014 bereits ein wichtiger Arbeitsbereich der Johanniter. Wir haben umfangreiche Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von Erstaufnahmeeinrichtungen, kommunalen Unterkünften und Unterkünften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete.

  • So konnten wir über die letzten Wochen mit rund 2.000 Einsatzkräften, meist ehrenamtliche Helferinnen und Helfern aus den lokalen Katastrophenschutz-Einheiten, bereits mehr als 50 Notunterkünfte errichten.
  • Lagerhallen, Messen und Sportstätten wurden oft in nur wenigen Stunden umgebaut, um Kapazität für mehr als 10.000 Geflüchtete zu bieten.
  • 35 dieser Einrichtungen werden dauerhaft von den Johannitern betrieben.
  • Mehr als 20 temporäre Betreuungsstellen betreiben wir zusätzlich an Knotenpunkten, an denen viele ankommende Menschen durchreisen. Hier werden sie von uns verpflegt, können ausruhen und werden medizinisch versorgt.
  • Wir stehen weiterhin zur Verfügung, um bei Bedarf die Kapazitäten in den Notunterkünften auszubauen.

Unser Fokus im Inland liegt jetzt auf einer angemessenen längerfristigen Unterbringung sowie der nachhaltigen Betreuung und Integration der Familien – vor allem der Kinder, Frauen und älteren Menschen. Dazu zählen auch Projekte zur psychosozialen Betreuung sowie die Themen Kinderbetreuung und berufliche Integration.

Eine Herausforderung sind jedoch die weiterhin hohen Corona-Zahlen in Deutschland. „Viele der jetzt Ankommenden haben keinen oder keinen ausreichenden Impfschutz gegen das Virus. Wir hoffen deshalb, möglichst vielen Ankommenden gute Impf- und Testangebote machen zu können“, so Anne Ernst.

Fragen und Antworten zum Einsatz der Johanniter