Betriebe und Geflüchtete in Einklang bringen

Hildesheim, 01. Juni 2017

Frank Potthast übernimmt zum 1. Juni die Funktion des „überbetrieblichen Integrationsmoderators“

Die Fachkompetenzen von Geflüchteten nutzen und ihnen eine dauerhafte berufliche Perspektive bieten: Dafür setzt sich künftig Frank Potthast als Integrationsmoderator ein.

Foto: Johanniter/Triebel

„Networking ist das A und O“ betont Frank Potthast, als er über seine bevorstehenden Aufgaben spricht, die er ab heute innehat. Ab dem 1. Juni ist der 44-Jährige „überbetrieblicher Integrationsmoderator“ bei den Johannitern im Ortsverband Hildesheim.

Das Netzwerken mit Behörden, Unternehmen und Einrichtungen wird eine der wichtigsten Bestandteile in seiner künftigen Tätigkeit darstellen – denn das konkrete Ziel besteht darin, qualifizierte Flüchtlinge als neue Arbeitskräfte in lokale Unternehmen zu integrieren und ihnen eine Hilfestellung  vom Bewerbungsprozess bis hin zum Berufsstart zu bieten.

Parallel dazu werden auch die örtlichen Unternehmen bei der Suche nach fachgerechtem Personal unterstützt, die die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in ihren Einrichtungen vorantreiben möchten.
Eine anspruchsvolle, jedoch auch vielseitige Aufgabe, für die Potthast die notwendigen Kompetenzen mitbringt. In der damaligen Notunterkunft der Johanniter in Delligsen sammelte er bereits als Einrichtungsleiter erste Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit, welche er später im „Zentrum für Migration“ in Eschershausen ausbaute.

Ob als Sozialbetreuer oder als Teamleiter der Sanitätsstation: die permanente Betreuung der Geflüchteten und der Wunsch, sich noch mehr in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren, keimte immer häufiger in ihm und begann ihm immer mehr Spaß zu machen. Kaum verwunderlich, dass die Stelle des Integrationsmoderators sein Interesse weckte. „Ich habe mich in der Stellenbeschreibung sofort wiedergefunden“ berichtet Potthast. „Hier fließen alle meine beruflichen Ziele und persönlichen Fähigkeiten zusammen“, ergänzt der ausgebildete Kaufmann im Einzel-, Groß- und Außenhandel.

Besonders am Herzen liegt Potthast dabei die langfristige Unterstützung der Hilfesuchenden. „Unter den Geflüchteten schlummern viele qualifizierte Fachkompetenzen“, ergänzt er. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass diese Potentiale auch genutzt werden und den Flüchtlingen dauerhafte Perspektiven geboten werden, die ihren Kompetenzen entsprechen.“

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hatte die Johanniter für das Projekt des „überbetrieblichen Integrationsmoderatoren“ gefördert. Landesweit werden insgesamt 24 Integrationsmoderatoren eingesetzt.